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Konjunkturpaket: Zahlungserleichterungen im Bereich Zoll und Außenhandel

Steigern Sie die Liquidität in Ihrem Unternehmen

Für die an die Zollverwaltung abzuführenden Steuergelder werden im Rahmen des Konjunkturpakets Zahlungserleichterungen geschaffen. Ziel ist es, die Liquidität in Unternehmen zu verbessern und so die von der Corona-Krise unmittelbar und nicht unerheblich betroffenen Steuerpflichtigen zu entlasten.

Was genau wurde beschlossen?

Zahlungserleichterungen im Bereich Zoll und Außenhandel

Um die Liquidität der Unternehmen zu verbessern, wurden die Möglichkeiten zur Stundung von Steuerzahlungen, zur Senkung von Vorauszahlungen und zum Aufschub von Vollstreckungsmaßnahmen verbessert. Für einen Teil der betroffenen Themenbereiche ist die Zollverwaltung des Bundes zuständig. Hierzu zählen u. a. die Einfuhrumsatzsteuer, die Energie- und die Stromsteuersteuer, die Bier- und die Alkoholsteuer sowie die Luftverkehr- und die Kraftfahrzeugsteuer.

Die Zahlungserleichterungen in Zoll und Außenhandel im Detail:

  • Durch eine Stundung kann die gesetzliche Fälligkeit des Steueranspruchs hinausgeschoben werden. Bis zum 31.12.2020 können die Stundungsanträge bei der zuständigen Zollbehörde gestellt werden. Im Ergebnis: Später zahlen.
  • Drohen derzeit Vollstreckungsmaßnahmen, kann unter Darlegung der aktuellen Situation des Schuldners Vollstreckungsaufschub beantragt werden. Im Ergebnis: Später zahlen.
  • Nachweislich und nicht unerheblich betroffene Steuerpflichtige können bis zum 31.12.2020 einen Antrag auf Anpassung der bisher festgesetzten Vorauszahlungen stellen. Im Ergebnis: Vorläufig weniger zahlen.

Beantragung eines Aufschubkontos bei der Zollbehörde

Bislang ermöglichte ein Aufschubkonto die verzögerte Zahlung der Einfuhrumsatzsteuer und Zölle am 16. des auf die Abfertigung folgenden Monats. Das Zweite Corona-Steuerhilfegesetz sieht neben weiteren steuerlichen Maßnahmen auch die Verschiebung des Fälligkeitszeitpunktes der Einfuhrumsatzsteuer bei bewilligtem Zahlungsaufschub vor. 

Voraussichtlich ab dem 01.01.2021 wird die Einfuhrumsatzsteuer abweichend von den zollrechtlichen Regelungen erst am 26. des zweiten auf die Einfuhr folgenden Monats fällig. Für die Zölle bleibt es bei der bisherigen Regelung. Somit kann die Zahlung bis zu dem Zeitpunkt verzögert werden, an dem die Einfuhrumsatzsteuer bereits rückerstattet worden ist. Somit verlassen zunächst keine liquiden Mittel das Unternehmen. 

Im Ergebnis: Erst nach Erstattung zahlen. 

Zahlungserleichterungen im Bereich Zoll und Außenhandel: So kann Deloitte Sie unterstützen

  • In einem möglichen Workshop führen wir eine Betroffenheitsanalyse durch und prüfen Ihre rechtlichen Möglichkeiten. Außerdem übernehmen wir gerne die Antragsstellung für Sie. Hierfür ermitteln wir Ihren Bedarf übersenden Ihnen ein entsprechendes Angebot.
  • Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Beantragung eines laufenden Zahlungsaufschubs und der dafür erforderlichen Bewilligung einer Gesamtsicherheit. Falls erforderlich, prüfen wir gemeinsam mit Ihnen zum Beispiel im Rahmen eines Quick-Checks, ob Sie die geforderten Bewilligungsvoraussetzungen für den Zahlungsaufschub erfüllen und erstellen mit Ihnen den erforderlichen umfangreichen Fragenkatalog. Gerne übernehmen wir auch das förmliche Antragsverfahren.

Inhaltlicher Ansprechpartner

Bei inhaltlichen Fragen können Sie sich gerne an Michael Hundebeck wenden.

Michael Hundebeck
Senior Manager | Tax & Legal
Tel: +49 211 87722608
Mail: mhundebeck@deloitte.de