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Steuer IKS für den Mittelstand

Sicherheit für Führungskräfte in mittelständischen Unternehmen

Das deutsche Steuerrecht beinhaltet zahlreiche Fallstricke für Führungskräfte mittelständischer Unternehmen, die im Worst Case auch in ein Steuerstrafverfahren münden können. Ein innerbetriebliches Kontrollsystem für Steuern (Steuer-IKS) kann im Rahmen eines steuerlichen Verfahrens von großer Bedeutung sein, da es bei Feststellung von Vorsatz oder Leichtfertigkeit zugunsten des Steuerpflichtigen berücksichtigt werden kann.

Wie kann der Mittelstand auf das neue Kontrollumfeld für Steuern reagieren?

Mittlerweile fordern die Finanzverwaltungen in einigen Bundesländern bereits zu Beginn einer neuen Betriebsprüfung die Steuer-IKS-Dokumentation an. Dadurch ist das Thema mittlerweile auch bei der Geschäftsleitung vieler Mittelständler angekommen.

Zu erwarten ist – aufgrund der Vorarbeiten in Österreich zur begleitenden Kontrolle - auch, dass ein internes Kontrollsystem für Steuern bald auch in Deutschland die Zugangskarte zu steuerlichen Vergünstigungen sein könnte (z.B. zeitnahe bzw. beschleunigte Betriebsprüfung).

Wir empfehlen daher die Implementierung eines internen Kontrollsystems für Steuern, welches sich an den Anforderungen des IDW PS 980 für ein Tax Compliance Management System orientiert. Ziel ist es, dass das Unternehmen die Einhaltung aller Steuergesetze und internen Regelwerke durch eine entsprechende Aufbau- sowie Ablauforganisation sicherstellt.

 

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Besonderheiten bei Mittelständlern

Die günstige Wirtschaftslage und die hervorragende Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstands führten in der Vergangenheit oftmals dazu, dass die Umsätze schnell wuchsen. Zugleich konnten aber viele Unternehmensstrukturen nicht analog zum wirtschaftlichen Erfolg mitwachsen, der häufig insbesondere auf dem Engagement und der Zuverlässigkeit eines jeden einzelnen Mitarbeiters beruhte.

Diese Stärke kann jedoch zu einem Nachteil werden. Denn: Steuerliche Risiken gehen insbesondere von den jeweiligen involvierten Personen aus, ob beabsichtigt oder nicht. Die vielen, für den Mittelstand typischen personenabhängigen Unternehmensprozesse verlangen daher eine besondere Beachtung. Dies gilt insbesondere bei Änderungen in der Systemlandschaft oder der Mitarbeiterstruktur.

 

Deloittes „Globaler Prozessansatz“ unterstützt bei der Implementierung eines Steuer-IKS für den Mittelstand

Unser „Globaler Prozessansatz“ ermöglicht eine effektive Analyse und Risikoaufnahme durch einen standardisierten Soll-Ist-Vergleich. Durch die prozessorientierte Sichtweise können insbesondere die für den Mittelstand typischen personenabhängigen Prozessrisiken identifiziert und hierzu Maßnahmen und Kontrollen abgeleitet werden.

Dies eröffnet die Möglichkeit, den aktuellen Ist-Prozess auf Effizienzsteigerungspotenziale hin zu untersuchen und erste Handlungsempfehlungen insbesondere bzgl. der Digitalisierung von Steuer bzw. Finanzprozessen zu entwickeln. Der „Globale Prozessansatz“ von Deloitte wird bereits weltweit angewendet. Einsatzbereiche

sind z.B.

  • Record-to-Report-,
  • Purchase-to-Pay- und
  • Order-to-Cash-Prozesse

für die Steuerarten Umsatzsteuer, Ertragsteuern, Lohnsteuer und Verrechnungspreise.

 

Ein mittelstandsgerechtes Steuer-IKS

  • Analyse und Prüfung Ihrer vorhandenen Dokumente auf Verwendbarkeit zum Aufbau/Ausbau eines Steuer-IKS
  • Workshop zum Steuer-IKS-Design im Hinblick auf eine Etablierung eines regelmäßigen Überwachungs- und Verbesserungsprozesses und dessen praktische Umsetzung
  • Risikoaufnahme in Interviews/Workshops nach dem „Globalen Prozessansatz“ von Deloitte
  • Dokumentation des Steuer-IKS sowie Unterstützung bei der Erstellung einer Steuerrichtlinie
  • Workshop zur Erarbeitung einer IT-Roadmap im Themenbereich Tax Technology
  • Expert Opinion durch Deloitte Legal zur Reduzierung der Risiken einer Unternehmensgeldbuße und persönlicher Sanktionierungen



Ihr inhaltlicher Ansprechpartner

Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich gerne an

Nils Irmert
Senior Manager

NIrmert@deloitte.de
Tel: +49 (0)211 8772 3051