football money league 2019

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Football Money League 2019

FC Bayern verteidigt Rang 4 – Borussia Dortmund und der FC Schalke in der Top 20

Superlative in der Deloitte Football Money League: Mit einem Gesamtumsatz von 8,3 Milliarden Euro erzielten die 20 finanzstärksten Klubs in der Saison 2017/18 ein neues Rekordhoch. Real Madrid schaffte es als erster Klub, die Umsatzmarke von 750 Millionen Euro zu knacken. Und auch die deutschen Klubs konnten mit ihren Umsätzen im internationalen Wettbewerb mithalten und müssen sich vor den wirtschaftlichen Schwergewichten der Branche keineswegs verstecken. So zählt der FC Bayern mit einem Umsatz von 629,2 Millionen Euro erstmals zum elitären Kader der vier Klubs, die die 600-Millionen-Euro-Grenze überschritten haben. Ausschlaggebend dafür waren insbesondere das Erreichen des Champions League Halbfinals sowie der neue TV-Rechte-Vertrag der Bundesliga, welches den Münchnern zusammen ein Umsatzplus von rund 30 Millionen Euro einbrachte.

Zentrale Ergebnisse der Studie

  • Nachdem die Titel in der Champions League und in der Europa League in der zurückliegenden Saison nach Spanien gingen, verdrängen die spanischen Topklubs Real Madrid und FC Barcelona in der Football Money League Manchester United vom Spitzenplatz. Real Madrid schaffte es als erster Klub, die Schallmauer der 750 Millionen-Euro-Umsatzmarke zu durchbrechen (750,9 Mio. Euro exkl. Transfererlöse) und sichert sich zum insgesamt zwölften Mal die Spitzenposition im Ranking. Mit 690,4 Millionen Euro Umsatz macht der FC Barcelona einen Rang gut und rückt auf Platz zwei vor. Der Platzhirsch der vorigen beiden Jahre Manchester United liegt mit 666 Millionen Euro Umsatz auf Platz 3. Insgesamt erwirtschafteten Real, Barca und ManU in der Vorjahressaison einen Gesamtumsatz von 2,1 Milliarden Euro – damit hat sich  die Wirtschaftskraft der drei Erstplatzierten innerhalb einer Dekade mehr als verdoppelt.
  • Mit dem FC Bayern München, Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 konnten sich drei Bundesligisten in der Top 20 der Football Money League etablieren. Wirtschaftlich ist der FC Bayern der Branchenprimus unter den deutschen Klubs. Auch wenn nun Real Madrid der kommerziell erfolgreichste Klub ist, fiel der Umsatz der Bayern fast doppelt so hoch aus wie der des nächstplatzierten Bundesligaklubs Borussia Dortmund. Dank der sportlichen Erfolge und neuer TV-Rechte in der Bundesliga konnten die Münchner ihren Umsatz um 7 Prozent (+41,4 Millionen Euro) steigern. Hautumsatzquelle des FC Bayern bleiben mit 55 Prozent vom Gesamtumsatz (348,7 Millionen Euro) jedoch nach wie vor die kommerziellen Erlöse.
  • Die Studie verdeutlicht, dass sich sportlicher und wirtschaftlicher Erfolg oftmals überschneiden. So musste Borussia Dortmund insgesamt einen leichten Umsatzrückgang von 5 Prozent (-15,4 Millionen Euro) hinnehmen. Dennoch konnten die Dortmunder ihren zwölften Rang mit einem Umsatz von insgesamt 317,2 Millionen Euro behaupten. In der kommenden Football Money League ist für die Borussen angesichts der aktuellen sportlichen Erfolge jedoch wieder eine positive Entwicklung zu erwarten: In der Champions League hat sich das Team bis ins Achtelfinale vorgekämpft und in der Bundesliga sind die Dortmunder aktuell Tabellenführer.
  • Der FC Schalke 04 platzierte sich mit einem Gesamtumsatz von 243,8 Millionen Euro zum 16. Mal in der Top 20 der Football Money League (Platz 16, wie im Vorjahr). Auch ohne Teilnahme in UEFA-Turnieren konnten die Königsblauen ihren Umsatz um 6 Prozent (+13,6 Millionen Euro) steigern. Ebenso wie die Bayern profitierten die Gelsenkirchener durch die Neuvergabe der Medienrechte, mit Mehreinnahmen von 8,7 Millionen Euro. Das Wachstum bei den kommerziellen Erlösen lag bei 12 Prozent (+11,2 Millionen Euro) und die Eröffnung eines eigenen Büros in Shanghai zeigt, dass Schalke 04 die Einnahmen durch kommerzielle Erlöse weiter forcieren möchte. Dank der Rückkehr in die Champions League könnten der Klub einen neuen persönlichen Rekord aufstellen und erstmals die Umsatzgrenze von 300 Millionen Euro überschreiten, sodass sich auch im Ranking der Football Money League eine Verbesserung ergeben könnte.
     

Die vollständige Studie erhalten Sie gerne auf Anfrage.

Die deutschen Teams in den Top 20 sind wirtschaftlich gut aufgestellt. Für Borussia Dortmund und Schalke 04 ist durch die Qualifikation für das Achtelfinale in der Champions League bereits jetzt eine deutliche Umsatzsteigerung für die laufende Saison und somit eine Festigung ihrer Positionen in unserem Ranking zu erwarten.

      Stefan Ludwig, Partner und Leiter der Sport Business Gruppe bei Deloitte