Media Disruption… kritisch hinterfragt

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Media Disruption… kritisch hinterfragt

Media Consumer Survey 2016

Deloittes Media Survey 2016 zeigt weniger Verdrängungseffekte digitaler Angebote als erwartet

Mediennutzung: Tradition und Moderne

Die aktuelle Studie macht deutlich: Eine fundamentale Umwälzung bei der Mediennutzung ist in Deutschland bislang ausgeblieben und auch in naher Zukunft nicht zu erwarten.

Die Folgen der Digitalisierung sind zwar auch und gerade bei den Medien spürbar, jedoch zeigen die Verbraucher im Hinblick auf traditionelle Angebote wie lineares TV und gedruckte Zeitungen ein erstaunliches Beharrungsvermögen.

Die neuen Dienste sind dennoch auf dem Vormarsch. Der Punkt, an dem die Akzeptanz digitaler Formate in älteren Zielgruppen sinkt, ist dabei je nach Medium sehr unterschiedlich. Bei Video-on-Demand ist der Bruch beispielsweise deutlich früher zu beobachten als bei Games, was auf unterschiedliche digitale Reifegrade innerhalb der Mediengattungen hinweist. Es kann künftig aber generell mit einer steten Verlagerung des digitalen Bruchs hin zu den älteren Verbrauchergruppen gerechnet werden.

Die komplette Studie finden Sie nebenstehend zum Download.

Kernergebnisse der Studie

  • Junge Verbraucher wenden sich trotz der Digitalisierung nicht von traditionellen Medien ab
  • Das lineare Fernsehen weist weiterhin eine hohe Popularität in allen Altersgruppen auf
  • Print-Magazine bleiben vor allem wegen ihrer haptischen Wertigkeit beliebt
  • Das traditionelle Radio kann sich gegenüber einer Vielzahl an Streaming-Diensten behaupten
  • Im Bereich Online-News haben es digitale Bezahlangebote weiterhin schwer
  • Werbefinanzierte Online-Angebote werden dagegen über alle Altersgruppen hinweg geschätzt
  • E-Books finden die stärkste Resonanz bei der mittleren Altersgruppe
  • Mehr als ein Drittel der über 55-Jährigen spielt regelmäßig am PC
  • Virtual Reality Games mit entsprechender Brille stoßen zunehmend auf Interesse
„Die Frage, in welchem Umfang es Verdrängungseffekte durch die neuen digitalen Medien gibt, lässt sich nicht ganz eindeutig beantworten. In der älteren Zielgruppe sind diese sicherlich geringer – aber durchaus vorhanden. Jüngere Verbraucher hingegen nutzen digitale Medien häufig und selbstverständlich – lesen aber auch gedruckte Zeitungen, schauen lineares TV und hören Radio. Insofern ist das Bild deutlich differenzierter, als es der Begriff Disruption nahelegt.“ 
Klaus Böhm, Director/ Leiter Media Practice 
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