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Zukunft Bewegtbild

Media Consumer Survey 2017

Der aktuelle Media Consumer Survey untersucht die Nutzung von spezifischen Bewegtbildinhalten innerhalb vordefinierter Haushaltsarchetypen und zeigt zukünftige Branchenentwicklungen auf.

Hintergrund: Deloitte Media Consumer Survey

Bereits seit elf Jahren analysiert Deloitte mit dem Media Consumer Survey die Nutzung traditioneller und neuer Medienangebote. Den inhaltlichen Schwerpunkt bildet in diesem Jahr der deutsche Bewegtbildmarkt. Im Mai erschien hierzu die erste Teilveröffentlichung „Fernsehen – ein Medium auf Abruf?“. Neben dem klassischen TV werden im zweiten Teil besonders nicht-lineare Angebote wie Video-on-Demand oder Short-Form genauer betrachtet. Interessante Erkenntnisse liefert der Vergleich mit den Ergebnissen der unmittelbaren Vorgängerstudie aus dem Jahr 2015.

 

Die Bewegtbildnutzung in deutschen Haushalten

„Die Studie teilt die untersuchten Konsumentengruppen in vier Haushalts-Archetypen ein: junge Berufstätige, Familien, ältere Paare, deren Kinder bereits aus dem Haus sind, sowie alleinstehende Senioren. Die Älteren fokussieren noch stärker als alle anderen auf lineare TV-Angebote, während die Jüngeren sich verstärkt für On-Demand-Möglichkeiten interessieren“, erklärt Klaus Böhm, Director und Leiter Media bei Deloitte.

Lineares TV

Der Abgesang auf das lineare TV kommt eindeutig zu früh. In allen Haushaltstypen gibt das klassische Fernsehen weiterhin klar den Ton an. Besonders deutlich ist die lineare Dominanz bei Empty Nesters und Single Seniors. In diesen Gruppen ist der Anteil jener Mediennutzer, die überwiegend nicht-lineare Angebote konsumieren, verschwindend gering. Und selbst in den „jungen“ Haushaltstypen ist TV weiterhin höchst relevant.

Video-on-Demand

Über alle Haushaltstypen hinweg betrachtet haben Video-on- Demand-Abonnements hierzulande eine Verbreitung von 40 Prozent erreicht. Gegenüber den 19 Prozent zwei Jahre zuvor ist dies fraglos ein riesiger Anstieg. Der genaue Blick in die einzelnen Haushalts-Archetypen zeigt jedoch ein differenzierteres Bild: Mehr als zwei Drittel der Young Professionals-Haushalte und über die Hälfte der Familien haben bereits Zugriff auf VoD-Abonnements. Bei Young Professionals kann sogar inzwischen von einer Nähe zur Sättigungsgrenze gesprochen werden.

Verfügbarkeit von VoD-Abonnements im Haushalt (nach TV-Haushalts-Archetypen)

Short-Form

Short-Form ist zu einem gesamtgesellschaftlichen Phänomen geworden. 64 Prozent der Befragten nutzen Plattformen wie YouTube & Co.. Der Blick in die unterschiedlichen Haushalts- Archetypen identifiziert die Young Professionals als Heavy User. Auch in Familien werden die kurzen Videos überdurchschnittlich häufig konsumiert.

 

Technische Hürden spielen bei der Nutzung neuer Bewegtbildangebote keine Rolle mehr: Senioren bedienen VoD-Plattformen nicht weniger routiniert als jüngere Verbraucher. Das fehlende Interesse von Älteren an on-Demand hat schlicht mit Desinteresse zu tun – ihnen wird aus ihrer Perspektive nichts besonders Begehrenswertes geboten. Dabei liegen gerade in diesem Nutzersegment die größten Wachstumspotenziale. Anbieter sollten also genau überlegen, wie sie ältere Verbraucher überzeugen können.

Klaus Böhm - Leiter Media

Die gesamte Studie „Deloitte Media Consumer Survey 2017 – Zukunft Bewegtbild“ steht Ihnen nebenstehend zum Download zur Verfügung.

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