Global Economic Outlook

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Deloitte Global Economic Outlook Q1 2017

Die aktuelle Ausgabe des Global Economic Outlook gibt einen Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone, USA, China, Japan, Indien, Mexiko, Türkei und Südafrika.

Das globale wirtschaftliche Umfeld wird in diesem Jahr
von neuen politischen Realitäten und Risiken geprägt sein und zwar auf beiden Seiten des Atlantiks.

In den USA ist der Kurs der Trump-Administration noch unklar. Klar ist allerdings, dass sie sich in Ideen und Zielen in fast allen Politikbereichen stark von seinem Vorgänger unterscheidet.

In Europa werden in diesem Jahr wichtige Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland im Mittelpunkt des Interesses stehen. Ihr Ausgang wird das politische und das Unternehmens-Umfeld entscheidend beeinflussen und über die künftige Politik wie auch die Zukunft der Europäischen Union entscheiden.

Eurozone

Trotz politischer Erdbeben wie dem Brexit, dem Ausgang des italienischen Referendums und den Sorgen über die Stabilität des europäischen Bankensystems, kann die Wirtschaft der Eurozone weiterhin ein moderates Wachstum verzeichnen. Mit Blick auf die wirtschaftlichen Fundamentaldaten kann davon ausgegangen werden, dass die Eurozone ihre derzeitige Dynamik beibehalten wird.

Dennoch gibt es große und nicht prognostizierbare politische Risiken für die Konjunktur aufgrund der kommenden Wahlen, denn im Falle eines Wahlsieges einer antieuropäischen Partei erhöht sich das Risiko einer Zersplitterung Europas erheblich.

United States

Die USA steht vor einer Vielzahl wirtschaftspolitischer Veränderungen. Der neue Präsident Donald Trump strebt niedrigere Unternehmens-und Einkommenssteuern, höhere staatliche Infrastrukturausgaben, Veränderungen bestehender Handelsabkommen, verschärfte Einwanderungsbeschränkungen, das Ende von Obamacare und eine allgemeine Deregulierung an.

Die Tatsache, dass die Republikaner beide Häuser des Kongresses beherrschen, erhöht zugleich die Chancen, dass viele dieser Bestrebungen in irgendeiner Form Wirklichkeit werden, auch wenn Timing, Details und Finanzierung der Maßnahmen zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar sind.

China

Chinas Exporte sind, gemessen in US-Dollar, zum Vorjahr um 6,1 Prozent gesunken. Zudem sehen Beobachter die Aussichten auf anziehende chinesische Exporte aufgrund möglicher Handelsschranken der neuen US-Regierung eher pessimistisch.

Sinkende chinesische Exporte schwächen wiederum Chinas Importe. Denn viele Importgüter dienen unmittelbar zur Produktion von Exportgütern, wodurch eine Abwärtsspirale im Außenhandel resultiert.

Japan

Stärkere Exporte haben zu einer Beschleunigung des Wirtschaftswachstums in Japan geführt und die aktuelle Schwäche des Yen erhöht die Wahrscheinlichkeit eines anhaltenden Exportwachstums.

Angesichts der anziehenden Konjunktur wird damit gerechnet, dass die Geldpolitik unverändert bleibt. Auf der anderen Seite, haben die Löhne nicht mit dem angespannten Arbeitsmarkt Schritt gehalten, was für die Konsumausgaben nichts Gutes verheißt.