Einseitig Reguliert Optimiert Nachhaltig Vielfältig

Zukunft säen: Mit holistischen Ansätzen Nachhaltigkeit & Resilienz steigern.

Gemeinsam mit dem Saatguthersteller KWS haben wir eine Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet, um die Resilienz des Unternehmens gegenüber den immer drängenderen Herausforderungen infolge des Klimawandels zu erhöhen.

Der Druck auf Unternehmen wächst, sich mit dem Thema Nachhaltigkeit ernsthaft auseinanderzusetzen. Nicht zuletzt wegen des im Jahr 2019 verabschiedeten Green Deals, mit dem europaweit der Übergang zu einer modernen, ressourceneffizienten und wettbewerbsfähigen Wirtschaft geschaffen werden soll.

Doch wie lässt sich Nachhaltigkeit strategisch im Unternehmen abbilden und welche geeigneten Ansätze hierfür gibt es? Was sind die Konsequenzen für die nicht-finanzielle Berichterstattung, das Produkt- und Serviceportfolio sowie das gesamte Geschäftsmodell? Gemeinsam mit unserem Kunden KWS haben wir diese Herausforderungen analysiert und innovative Lösungsansätze entwickelt.

Als einer der wenigen Anbieter auf dem Markt bietet Deloitte seine Services im Bereich Nachhaltigkeit in den verschiedensten Bereichen an: von der nicht-finanziellen Berichterstattung und dem Reporting über die Finanzierung und das Funding von Nachhaltigkeitsinvestitionen und -projekten bis zur Verbesserung der Nachhaltigkeit in den operativen Funktionen – von der Lieferkette über die Produktion bis zu den zukünftigen Produkten und Dienstleistungen. 

Wie lässt sich Nachhaltigkeit strategisch im Unternehmen abbilden und welche geeigneten Ansätze hierfür gibt es? 

Die Kunden von KWS, insbesondere die Landwirte, geraten immer stärker in ein Spannungsfeld, aus dem sie mit eigener Kraft schwer herauskommen: Zum einen steigt die Nachfrage der Endverbraucher nach ökologisch verträglicher und bezahlbarer Ernährung auf Grundlage einer Landwirtschaft, die die Sorten- und Artenvielfalt erhält und ohne den Einsatz von Chemie auskommt.

Zum anderen verändern sich die Rahmenbedingungen durch immer neue regulatorische Eingriffe: So beschränken Gesetzgeber und Regulatoren beispielsweise den Betriebsmitteleinsatz, etwa bei Düngemitteln auf 80 Prozent des Pflanzenbedarfs, oder verbieten bestimmte Pflanzenschutzmittelklassen komplett.

Gleichzeitig nehmen Bürokratie-, Compliance- und Governance-Auflagen zum landwirtschaftlichen Betrieb vor allem in Europa stark zu. So regelt die EU mit ihrer Farm-to-Fork Strategie innerhalb des Green Deals im Detail die ökologischen Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität und der Kulturlandschaften.

 

Der deutsche Saatguthersteller KWS hat diese Herausforderungen sowie die Veränderungen, die der Klimawandel verursacht, erkannt: So besteht das Kerngeschäft darin, Jahr für Jahr immer ertragreicheres und ideal an die sich verändernden klimatischen Bedingungen angepasstes Saatgut für Landwirte zu entwickeln und sie gleichzeitig dabei zu unterstützen, in dieser angespannten Marktlage weiterhin erfolgreich zu wirtschaften.

Deshalb hat KWS gemeinsam mit Deloitte ein Projekt ins Leben gerufen, das strategische Optionen für einen nachhaltigen Geschäftsansatz entwickelt, der über die reine Sortenertragssteigerung von ein bis zwei Prozent pro Jahr weit hinausgeht.

Wir unterstützen unsere Kunden in Regulatorik, Analyse und Umsetzung – also ganzheitlich –, nachhaltige Lösungen zu entwickeln und in ihre Prozesse und Arbeitsweisen zu integrieren.“

Dr. Thomas Schlaak, Partner & Sustainability Lead bei Deloitte

Ziel war neben der nachhaltigen Transformation des Unternehmens, die es auf alle zukünftigen regulatorischen, gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen vorbereitet, die Potenziale des KWS Geschäftes in der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette zu nutzen, um auch hier einen nachhaltigen Beitrag zu liefern.

Möglichkeiten für KWS bestehen etwa durch neue Sorten und Fruchtfolgen, die mit kommenden Herausforderungen, wie Dürreperioden oder Krankheitsstress, besser zurechtkommen und somit Potenziale zum reduzierten Einsatz von Betriebsmitteln, wie Pflanzenschutzmitteln oder Wasser, bieten. Weitere Produktfelder von KWS können durch Dienstleistungen ergänzt werden. Der Einsatz moderner Technologien bietet zum Beispiel zahlreiche Optimierungspotenziale: So kann man Landwirten in Kooperation mit Start-ups und Sensorik-Herstellern intelligente Systeme anbieten, die ihren Betrieb ökologisch und ökonomisch optimieren. Die Konzepte reichen dabei von der Online-Bodenanalytik über die Fruchtfolgenoptimierung bis zur optimalen Düngung oder Schädlingsbekämpfung. 

Mit dem Projekt „Nachhaltigkeit@KWS“ haben wir in einem internationalen und funktional gemischten Deloitte-Team zusammen mit KWS unter anderem den CO2-Fußabdruck anhand vorhandener Daten analysiert und Empfehlungen für die zukünftige, nicht-finanzielle Berichterstattung erarbeitet. Wir haben zudem Produkteigenschaften definiert, die die Resilienz mit Blick auf Klimaveränderungen erhöhen. Gleichzeitig haben wir nachhaltige Ansätze für neue Produkte und Dienstleistungen erarbeitet, die im Rahmen der 10-Jahresplanung berücksichtigt werden und Teil der KWS Nachhaltigkeitsinitiative 2030 sind.

Alles in allem ist dies ein visionäres Projekt, mit dem wir zeigen konnten, dass das Thema Nachhaltigkeit in allen Sektoren für Deloitte höchste Priorität hat. Wir unterstützen Unternehmen aller Branchen ganzheitlich dabei, erfolgreich nachhaltige Lösungen zu entwickeln und in ihre Prozesse und Arbeitsweisen zu integrieren. 

Real connections. Real impact.