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Steueränderungen 2019

Am 20. Juli 2018 nahm das ungarische Parlament das am 19. Juni 2018 von der Regierung vorgeschlagene Steuerpaket sowie den Entwurf des Gesetzes zur Sozialbeitragsteuer an. Daraus ergeben sich eine Vielzahl von Änderungen, die eine Reihe von Steuerarten betreffen. Einige der größeren Änderungen werden nachfolgend genannt.

Zur Vereinfachung des Steuersystems und Reduzierung der Anzahl der Steuerarten werden drei Steuerarten (Sondersteuern für Privatpersonen, Sondersteuer für Kreditinstitute und für Investitionsunternehmen, Kultursteuer) abgeschafft, und zwei Steuerarten werden mit anderen Steuerarten zusammengefasst (die Unfallsteuer wird in die Versicherungssteuer sowie der Gesundheitsbeitrag wird in die Sozialversicherungsbeiträge integriert).

Ein Hauptziel der Regierung ist die Verminderung der administrativen Belastungen von Firmen und eine Motivation zu Lohnerhöhungen. Deswegen wird das System der Lohnzusatzleistungen („Cafeteria”) entscheidend verändert. Somit werden ab 1. Januar 2019 die abgabenbegünstigten Sachbezüge lediglich in drei Leistungsbereichen der SZÉPKarte (Unterkunft, Gastronomie, Freizeit) möglich sein. Weiterhin wird die Steuerfreiheit für zahlreiche Sachbezüge gestrichen.

Ein Fokus liegt auch auf der stärkeren Unterstützung von Investitionen und F&E Tätigkeiten, u.a. durch Erhöhung der Grenze für Rücklagen für Entwicklung auf 10 Mrd. HUF. Die Steuerbelastung von kleinen Tochterunternehmen internationaler Konzern wird dadurch ansteigen, dass diese in den Anwendungsbereich der Innovationsabgaben fallen, auch wenn sie als einzelnes Unternehmen die Größenkriterien der KMU-Definition unterschreiten.

Eine Beschreibung der Änderungen im Detail finden Sie in dem zum Download bereitstehenden Dokument.

Steueränderungen 2019
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