Vier Paradoxa der Industriellen Revolution 4.0

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Vier Paradoxa der Industriellen Revolution 4.0

Firmengründung in Polen gehört zu den ersten Schritten bei einer Investition. Die Wahl der richtigen Rechtsform für die Geschäftstätigkeit in Polen kann für den Erfolg Ihrer Investition ausschlaggebend sein.

Nach der Dampfmaschine, Elektrifizierung, Digitalisierung treten wir in die nächste Entwicklungsphase ein, die sich dadurch auszeichnet, dass Informationen aus verschiedenen Quellen, z.B. Sensoren oder Maschinen, gesammelt und analysiert werden, um danach anhand der Ergebnisse dieser Analysen Entscheidungen über eventuelle Änderungen zu treffen. Deswegen haben sich die Deloitte-Experten in ihrer Studie v.a. auf Produktions-, Energie-, Öl & Gas- sowie Bergbauunternehmen konzentriert. Im Fokus der Untersuchung standen Investitionen in den digitalen Wandel, d.h. auf welche Weise und wo die Unternehmen ihr Kapital investieren und vor welchen Herausforderungen sie stehen.

Pläne und Maßnahmen

Industrie4.0-Technologien basieren auf Informationen aus vielen – sowohl physischen als auch digitalen – Quellen. Möglich macht es die exponentielle Entwicklung solcher Tools wie: Internet der Dinge (IoT), Big Data-Analyse, additive Fertigung, Robotik, Hochleistungsrechentechniken, künstliche Intelligenz und kognitive Technologien, fortgeschrittene Stoffe und Augmented Reality. Anzeichen der technologischen Revolution kann man in fast jeder Organisation beobachten. Aus der Studie von Deloitte geht jedoch hervor, dass sie von Paradoxa in Bezug auf vier Schlüsselbereiche begleitet werden.

Das Strategie-Paradoxon

Fast alle Teilnehmer (94%) geben an, dass der digitale Wandel eines der wichtigsten strategischen Ziele in ihrer Organisation ist. Aber lediglich 68% sind der Ansicht, dass Technologien von grundlegender Bedeutung für die Aufrechterhaltung der Rentabilität ihrer Organisation sind. Obwohl sich durch die digitale Transformation Zeit und Kosten sparen lassen, werden sie durch die Unternehmensleitungen nicht in höhere Gewinne der Unternehmen verwandelt. Gleichzeitig geben sie zu, dass sie weniger für Forschung und Entwicklung ausgeben, obwohl sie mehr in Technologien investieren. Die Verfasser der Studie sind der Ansicht, dass die technologischen Verbesserungen in den Firmen eher die Sicherung der Geschäftstätigkeit und Erhaltung der jetzigen Marktposition als Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Produkte zum Ziel haben.

Das Talent-Paradoxon

Einerseits sehen die Führungskräfte den Kampf um Talente als die größte Herausforderung an. Andererseits geben 85% der Befragten an, dass sie bereits über entsprechend qualifizierte Fachkräfte verfügen, um die digitale Transformation voranzutreiben. Nur 15% der Befragten antworteten, dass sie die Notwendigkeit sehen, ganze Expertenteams auszuwechseln bzw. die Qualifikationslücken bei ihnen zu schließen.

Das Lieferketten-Paradoxon

Fortschrittliche Technologien haben verursacht, dass die Lieferketten globaler und komplexer geworden sind. Für Unternehmen sind sie ein Element mit hoher Priorität, das ihnen erlaubt, die Entscheidungen bewusster zu treffen und die Organisation flexibler zu gestalten. 62% der befragten Führungskräfte nannten die Lieferkette als wichtigsten Bereich für die künftig geplanten Investitionen. Aber lediglich für ca. ein Drittel (34%) stellt sie die treibende Kraft für Innovation dar. Bei weniger als einem Viertel der Befragten (22%) spielen die Führungskräfte, die für Lieferketten unmittelbar zuständig sind, die Schlüsselrolle bei Entscheidungen in Bezug auf die digitale Transformation.

Das Innovations-Paradoxon

Aus der Analyse der Deloitte-Experten geht hervor, dass in den meisten Fällen (50%) die Verbesserung bisheriger Prozesse die treibende Kraft hinter der Implementierung innovativer Lösungen und fortschrittlicher Technologien ist. Die Verbesserung der Innovationskraft der Organisation stellt lediglich für 23% der Befragten ein Ziel dar. Fortschrittliche Technologien werden somit überwiegend zur Produktivitätssteigerung genutzt. Ihr Potenzial wird also nicht in vollem Umfang ausgeschöpft. Ein derartiges Vorgehen ist in einer Testphase sinnvoll, wenn ein Unternehmen Grundlagen für die digitale Transformation schafft und seine Mitarbeiter vorbereitet und schult. Ab einem gewissen Zeitpunkt muss man das kurzfristige Denken jedoch aufgeben und die Möglichkeiten, die sich durch die fortschreitenden Änderungen bieten, in einem weiteren Zusammenhang sehen, um seinen Wettbewerbsvorteil nicht zu verlieren.

Die Schleife zwischen physischen und digitalen Technologien

Charakteristisch für die Industrie 4.0 ist sind ständige Digitalisierung der Daten aus der physischen Welt, ihre Aggregation, Analyse und schließlich Einfluss auf Entscheidungen – was in der Studie als physisch-digitale Schleife bezeichnet wurde. Aus der Studie von Deloitte ergibt sich, dass 90% der Unternehmen Daten aus der physischen Welt sammeln, aber nur von 70% werden sie auch analysiert. Noch weniger – lediglich 54% – treffen anhand der gesammelten Daten ihre Entscheidungen in der Echtzeit. Ein Beispiel für eine Unterbrechung der Schleife in der letzten, wichtigsten Etappe ist die Art und Weise, wie manche Unternehmen ihre Vermögensgegenstände warten. Obwohl ihre Anlagen ihnen von Jahr zu Jahr immer mehr Messdaten liefern und immer komplexere Berichte und Aufstellungen erstellt werden, finden die Schlussfolgerungen, die sich aus der Analyse dieser Daten ergeben, keinen Niederschlag im Entscheidungsprozess – wo sie den seit Jahren etablierten Abläufen Platz machen.

Um die Perspektive der polnischen Unternehmen hinsichtlich der Industrie 4.0 zu präsentieren, hat Deloitte mit der Durchführung der polenweiten Studie: Industrie 4.0 in Polen begonnen. Wir laden Sie zur Teilnahme an der Studie herzlich ein.
 

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