System zachęt na działalność B+R szansą na przyciągnięcie inwestorów zagranicznych do Polski

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System von Anreizen für F+E-Tätigkeit als Chance zur Anziehung ausländischer Investoren nach Polen

Bis 2020 wird Polen über 10 Mrd. Euro für die Entwicklung der Innovativität ausgeben

Warschau, den 8. August 2017

Verglichen mit entwickelten Volkswirtschaften hat Polen immer noch Defizite in Bezug auf das Entwicklungsniveau der F+E-Tätigkeit und die Innovationskultur. Aus dem Bericht „Investitionen in Polen. Ein unausgeschöpftes Potenzial“, der von der Beratungsgesellschaft Deloitte und der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer vorbereitet wurde, geht hervor, dass der Import innovativer Technologien und Know-how durch ausländische Investoren sich auf den Anstieg der Produktivität in Polen positiv auswirken kann. Eines der Elemente, das sie dazu bewegen kann, in Polen zu investieren, ist das System von Anreizen für die F+E-Tätigkeit. Experten von Deloitte sind der Ansicht, dass es derzeit im mitteleuropäischen Vergleich am attraktivsten und komplexesten ist.

Aus dem Bericht von Deloitte ergibt sich, dass das Potenzial der polnischen Wirtschaft noch lange nicht ausgeschöpft ist. Einer der Gründe dafür ist die Produktivität, die niedriger ist als in den hochentwickelten EU-Ländern, und weiterhin eine geringe Menge an Kapital. In den letzten 20 Jahren hat sich die Höhe des Kapitals, das auf einen Angestellten entfällt, in Polen in etwa verdoppelt, wodurch die Slowakei und Ungarn überholt werden konnten. Trotzdem ist das Niveau der Kapitalsättigung in Polen fast zweimal niedriger als im traditionell industrialisierten Tschechien.

Einerseits zeugt die Kapitalknappheit davon, dass es eine von Polen zu schließende Lücke gegenüber den hoch entwickelten Volkswirtschaften gibt, andererseits hat sie zur Folge, dass man immer noch überdurchschnittliche Rendite erzielen kann, wenn man hier investiert. Die Grenzproduktivität des Kapitals, d.h. die zusätzliche Produktion aus jedem investierten Zloty oder Euro, ist in Polen fast viermal so hoch wie in den Euro-Ländern und ebenfalls höher als in der Slowakei, Tschechien und Ungarn.

Polen am Anfang des innovativen Weges

Aus den Daten, die im Bericht von Deloitte veröffentlicht wurden, geht hervor, dass besondere Bedeutung Investitionen in Geschäftstätigkeit mit hoher Wertschöpfung zukommen wird. – Einen wichtigen Wettbewerbsvorteil Polens, der bisher die ausländischen Direktinvestitionen angezogen hat, bildeten niedrige Arbeitskosten und Verfügbarkeit von Arbeitskräften. Dies kann sich jedoch bald ändern. Es hängt von vielen Faktoren ab wie z.B. allmählicher Überwindung der Wachstumsunterschiede, Industrie 4.0 oder Entwicklung der Produktionstechnologie, was den Einsatz körperlicher Arbeit zugunsten der Automatisierung verringert. Genauso wichtig sind demografische Prozesse. Die polnische Gesellschaft wird immer älter und ihre Struktur ändert sich. All das hat zur Folge, dass in einigen Branchen bereits jetzt Knappheit an Arbeitskräften zu beobachten ist ­– sagt Julia Patorska, Ökonomin und Senior Manager bei Deloitte.

Hinsichtlich der Innovativität schneidet Polen unter den mitteleuropäischen Ländern ziemlich gut ab und belegt den zweiten Platz hinter Tschechien (lt. Global Competitiveness Index 2016/2017). Trotzdem ist der zu verringernde Abstand zu den hoch entwickelten Ländern immer noch groß. Die Steigerung der Innovativität und Produktivität ist ein verhältnismäßig schwieriger Prozess, aber er kann u.a. durch Import moderner Technologien und Know-how beschleunigt werden. – Die Anreize in Polen sind immer noch weniger fortgeschritten als im Westen Europas, wo große Bedeutung u.a. Lösungen zukommt, die sich auf Schöpfen und Erhalten von geistigem Eigentum im Lande sowie auf dessen Nutzung bei der Produktion und den Dienstleistungen konzentrieren – erklärt Michał Turczyk, Direktor, Leiter des Teams für Innovativität und Investitionsanreize bei Deloitte. – Trotzdem steht ausländischen Investoren zurzeit ein breites Angebot an Anreizen für die Tätigkeit mit hoher Wertschöpfung zur Verfügung. Wie weit die Förderungsinstrumente fortgeschritten sind, steht im Verhältnis zum Entwicklungsstand der polnischen Wirtschaft sowie zu den Möglichkeiten der Unternehmen, die hierzulande tätig sind – fügt er hinzu.

Ausländische Investoren wissen polnische Innovativität zu schätzen

Deutsche Investoren, die an der Studie von Deloitte teilgenommen haben, sind der Ansicht, dass die Beseitigung der Barrieren zwischen der Forschung und der Wirtschaft zu den Prioritäten der Regierung gehören sollte. Sie weisen auch darauf hin, dass man ohne entsprechende Reformen – trotz der offensichtlichen Vorteile durch die Entwicklung der BPO/SSC-Branche – keine fortschrittlicheren Dienstleistungen für Unternehmen sowie F+E-Zentren wird anziehen können. Auf der anderen Seite wissen die Investoren die bisherigen Veränderungen im Bereich der Vergünstigungen für F+E zu schätzen. Innerhalb eines Jahres stieg die Anzahl der positiven Bewertungen der Bedingungen für Forschungs- und Entwicklungstätigkeit innerhalb dieser Gruppe um 2 % an. – Ein Vorteil von Polen ist die Offenheit im Umgang mit Innovationen und die wachsende polnische Szene von Technologie-Start-ups – sagt Marcin Diakonowicz, Partner in der Abteilung Audit & Assurance und Leiter des German Desk bei Deloitte.

10 Mrd. Euro bis 2020 für die Entwicklung von F+E

Deloittes Experten sind der Ansicht, dass die Verwendung erheblicher Mittel sowohl zur Förderung einheimischer Unternehmen als auch für Anreize für ausländische Investoren zur Entwicklung von F+E-Kompetenzen sich durch das Wissen um Defizite hinsichtlich des Wissens, der Technologie und Erfahrung, die polnische Unternehmer im Vergleich zu ausländischen Firmen aufweisen, begründen lässt. Die Unterstützung bei der Finanzierung bezieht sich sowohl auf Kosten von Investitionen in die Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur (Förderung hauptsächlich vom Ministerium für Entwicklung im Rahmen der sog. Regionalen Operationellen Programme) wie auch auf operative Kosten der F+E-Tätigkeit (Förderung im Rahmen der Regionalen Operationellen Programme sowie vom Nationalen Zentrum für Forschung und Entwicklung).

In den nächsten fünf Jahren wird Polen über 10 Mrd. Euro für nicht rückzahlbare Zuschüsse für polnische und ausländische Unternehmer für die Schaffung von F+E-Zentren (Zuschüsse für Investitionsausgaben) sowie für die Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Polen (Zuschüsse für die operativen Kosten dieser Tätigkeit) ausgeben. Ausländischen Investoren steht zurzeit ein Zuschussprogramm zur Verfügung, der durch die Verbindung von Steuervergünstigungen in den Sonderwirtschaftszonen, Vergünstigungen für die F+E-Tätigkeit und EU-weiten Programmen im Rahmen von Horizont 2020, ergänzt wird. Eine wichtige Maßnahme für die Anziehung von Investitionen mit hoher F+E-Wertschöpfung bildet die Strategie für eine Verantwortungsvolle Entwicklung, die eine schrittweise Änderung der bisherigen Politik im Bereich der Anziehung von ADI vorsieht.

Das beste Anreizsystem in Mitteleuropa

Das aktuelle System von Anreizen bietet einige Möglichkeiten an, die sich ergänzen – angefangen bei der Förderung von Startups und jungen Unternehmen, über Zuschüsse der Venture-Capital-Fonds, ein umfassendes Inkubationsprogramm in Technologieparks, Angebot an Zuschüssen für KMU für die Implementierung innovativer Lösungen, bis hin zu Zuschüssen für die Schaffung einer F+E-Infrastruktur und Führung innovativer F+E-Tätigkeit durch kleine und große Unternehmen. – Typische Zuschüsse wie nicht rückzahlbare Zuschüsse aus den EU-Mitteln und dem Staatshaushalt werden durch die – auf dem polnischen Markt neuen – Vergünstigungen für die F+E-Tätigkeit ergänzt. Das gesamte polnische System von Anreizen ist im mitteleuropäischen Vergleich am größten und am attraktivsten. Obwohl einzelne Förderprogramme wie das System der Regierungszuschüsse, das derzeit reformiert wird, oder die Steuervergünstigungen für F+E oft weniger attraktiv als in den Nachbarländern sind, bekommen Unternehmer, die eine Investition in Polen analysieren, ein Paket von Anreizen, wie sie in der Region nicht vorhanden sind – sagt Michał Turczyk.

Komplizierte Vorschriften als Hindernis für die Entwicklung der Innovativität

Anreize für Investitionen in F+E+I in Polen sind zugänglicher und attraktiver geworden, aber ihre Erlangung erfordert gleichzeitig mehr Spezialwissen. Um eine Finanzierung zu bekommen und ein F+E-Projekt zu realisieren, muss man bei der Vorbereitung des Projekts und seiner Umsetzung Ingenieure und Wissenschaftler beschäftigen. Ein großes Hindernis für die Entwicklung der Innovativität in Polen stellt das nach wie vor inkohärente und unverständliche System der Rechtsvorschriften. Dies betrifft insbesondere Steuern und das Arbeitsrecht, die lt. Global Competitiveness Index 2016/2017 die größten Hemmnisse für die in Polen tätigen Unternehmen darstellen.

Im Extremfall können diese Hindernisse von Vorhaben mit hoher Wertschöpfung abbringen. – Der Ausmaß der Fördermaßnahmen in Polen macht die Anstrengung erforderlich, die vorhandenen Anreize zu analysieren und solche auszuwählen, die die volle Synergie mit der in Polen geführten oder geplanten Tätigkeit erlauben. Notwendig ist auch eine Analyse der potenziellen, sich aus den Bedingungen der Förderung ergebenden Verpflichtungen während der Abrechnung des Projekts und im Laufe des Projekts. All das hat zur Folge, dass der Entscheidung, nicht kommerzielle Finanzierung zu erlangen, eine detaillierte Business-Analyse des geplanten Vorhabens und der vorhandenen Förderinstrumente vorausgehen muss – fasst Michał Turczyk zusammen.

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