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Analysen

Deloitte Austrian Tax Survey 2021

Für die Post-Corona-Zeit fordern Unternehmen eine rasche Steuerreform

Der Ruf der Wirtschaft nach konkreten Maßnahmen zur Entlastung und Ökologisierung in Österreichs Steuerwesen wird lauter. Vor allem wird eine Senkung der Lohnnebenkosten gefordert. Laut dem aktuellen Deloitte Austrian Tax Survey lehnt die Mehrheit neue Steuern ab. Die Unternehmen denken generell zunehmend nachhaltig: Mehr als die Hälfte der Befragten steht der Ökologisierung des Steuersystems aufgeschlossen gegenüber. Hinsichtlich der zukünftigen Entwicklungen am Steuerstandort Österreich ist die Stimmungslage gedämpft.

Für den Deloitte Austrian Tax Survey 2021 wurden im Juli 2021 knapp 300 Führungskräfte befragt. In zwei Punkten ist sich die Mehrheit einig: Es braucht kurz- sowie langfristige steuerliche Erleichterungen, um den wirtschaftlichen Aufschwung abzusichern. Gleichzeitig sind 77 % der Unternehmen für eine Beibehaltung der expansiven Geldpolitik mit niedrigen Zinsen und lehnen neue Steuern zur Reduktion der Staatsschulden ab.

Austrian Tax Survey 2021

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Die Key Findings der Studie

  • Klare Vorstellungen: 77 % der Unternehmen lehnen neue Steuern zur Reduktion der Staatsschulden ab
  • Eindeutiges Ergebnis: Fast drei Viertel wollen eine rasche Senkung der Lohnnebenkosten, mehr als die Hälfte ist offen für Ökologisierung
  • Hürdenreiches Steuerwesen: Abwicklung von COVID-19-Hilfspaketen beschäftigt Unternehmen
  • Skeptische Aussichten: Mehrheit der Befragten hat trotz geplanter Steuerreform nur mittelmäßige bis schlechte Erwartungen

Für eine Reduktion der Lohnnebenkosten als rasches Hilfsmittel sprechen sich rund drei Viertel der Befragten aus. Damit der Standort Österreich in Zukunft im globalen Wettbewerb, insbesondere dem nun einsetzenden Wettbewerb um Arbeitskräfte, bestehen kann, ist die Senkung der Lohnnebenkosten das Gebot der Stunde. Dahinter folgen als geforderte Maßnahmen eine Senkung der Ertragssteuern sowie eine Vereinfachung der Steuergesetze.

Ökologisierung des Steuersystems als Chance

57 % der Führungskräfte halten Maßnahmen zur Ökologisierung des Steuersystems für sinnvoll. Dieses Ergebnis verdeutlicht, dass die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer die Wichtigkeit des Themas Umweltschutz erkannt haben. In Krisenzeiten kann der Nachhaltigkeitsgedanke leicht ins Hintertreffen geraten. Die Mehrheit der Unternehmen beweist aber Weitblick und ist offen für eine Ökologisierung in der Steuerpolitik.

Komplexe Regelungen bereiten Kopfzerbrechen

Österreichs Wirtschaftstreibende stehen in puncto Abgaben vor einigen Herausforderungen: 65 % der Befragten müssen sich vor allem mit komplexen Regelungen befassen. Die Abwicklung von COVID-19-Hilfspaketen beschäftigt derzeit fast die Hälfte der Unternehmen in Österreich. Daneben bereiten steuerliche Compliance-Themen, Tax-Management-Prozesse und das Steuerkontrollsystem Kopfzerbrechen.

Die Abwicklung von Corona-Hilfspaketen nimmt Unternehmen besonders in Anspruch. Anders sieht es bei der Digitalisierung aus: Durch die Pandemie wurde diese zwar beschleunigt, dennoch hat sich bisher nur eine Minderheit intensiver mit möglichen Digitalisierungsmaßnahmen auseinandergesetzt. Hier besteht Aufholbedarf, hat uns doch die Pandemie vor Augen geführt, wie wichtig die Digitalisierung von Prozessen für den wirtschaftlichen Erfolg ist.

Gedämpfte Zukunftsprognose

Hinsichtlich der zukünftigen Entwicklungen des Steuerstandortes Österreich hat mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer gedämpfte Erwartungen. Insgesamt ist die Stimmung im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Fast ein Drittel schätzt die zukünftige Entwicklung sogar als (eher) schlecht ein.

Noch sind die Unternehmen hinsichtlich positiver Impulse am heimischen Standort skeptisch. Mit der für 2022 geplanten Steuerreform könnte aber der Wirtschaftsstandort nachhaltig gestärkt werden.

Deloitte Austrian Tax Survey 

Die Studie von 2020 zum Download finden sie hier.

Die Studie von 2019 zum Download finden sie hier.

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