Global Powers of Luxury Goods

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Luxusgüterbranche: Trend zu grün & digital

Deloitte Report „Global Powers of Luxury Goods 2021“: Swarovski auf Platz 27 des Rankings internationaler Luxusmarken

Der Deloitte Report „Global Powers of Luxury Goods“ listet jährlich die Top 100 Luxusgüterunternehmen auf Basis ihres Umsatzes. Zusätzlich analysiert der Bericht die Lage der Branche. Die Top 100 der Luxusgüterbranche erzielten im Finanzjahr 2020 einen Gesamtumsatz von 252 Milliarden US-Dollar, das sind rund 12 % weniger als im Vorjahr. Swarovski schafft es mit Platz 27 als heimisches Unternehmen erneut in das Ranking. Angeführt werden die Top 100 von LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton, gefolgt von Kering und Estée Lauder. Geprägt durch die Corona-Krise, stehen für Luxusunternehmen strategische Themen wie Klimaschutz, Digitalisierung und E-Commerce im Vordergrund.

Orsolya Hegedüs, Partnerin bei Deloitte Österreich, hat die Ergebnisse des Reports analysiert und beantwortet die wichtigsten Fragen zu „Global Powers of Luxury Goods 2021“ für Sie.

 

Wie schafft es der heimische Kristallglashersteller Swarovski trotz COVID-19-Krise in die Top 30 beim Umsatzranking der internationalen Luxusmarken?

Das österreichische Traditionsunternehmen erwirtschaftete im Finanzjahr 2020 einen Gesamtumsatz von 1,94 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr hat Swarovski damit nur 3 Plätze eingebüßt und liegt jetzt auf Platz 27.

Swarovski befindet sich mitten in der anhaltenden Corona-Krise in einem umfassenden Prozess der Neufindung. Um auf dem internationalen Markt zu bestehen, muss man sich nun den neuen Gegebenheiten anpassen und die richtigen Schritte in Richtung Fokussierung des Kerngeschäfts und Digitalisierung der Geschäftsprozesse setzen.

 

Auf welche Strategien sollten Unternehmen in der Luxusgüterbranche aktuell setzen?

Die Einstellung der Verbraucherinnen und Verbraucher zu Luxusgütern hat sich in den letzten eineinhalb Jahren stark gewandelt, Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein gewinnen weiter an Bedeutung. Internationale Luxushäuser haben das erkannt und integrieren diese Themen in ihre Geschäftsstrategien. Die Top-Vertreter der Luxusindustrie setzen verstärkt auf den Einsatz moderner Technologien, um umweltfreundliche Materialien zu entwickeln. Gerade junge Konsumierende erwarten von Luxusmarken zusätzlich zu innovativen digitalen Lösungen auch Umweltbewusstsein und Klimaschutz.


Neben Nachhaltigkeit ist also Digitalisierung das Gebot der Stunde?

Schon vor Corona war das Thema E-Commerce auf der Agenda der meisten großen Luxusmarken. Im Vorjahr hat sich der Wandel durch die Krise beschleunigt, dieser Trend setzt sich fort. Mit einem modernen Online-Angebot wird Kundinnen und Kunden auch in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen ein luxuriöses Einkaufserlebnis ermöglicht. Die Branche hat erkannt, dass der direkte Austausch mit ihrer Klientel über digitale Kanäle auch Post-Corona viele Vorteile bringt.

Global Powers of Luxury Goods 2021 – Top 10

Die Berichte aus den Vorjahren stehen Ihnen hier zum Download zur Verfügung:

Global Powers of Luxury Goods 2020

Global Powers of Luxury Goods 2019

Global Powers of Luxury Goods 2018

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