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HR Trends: 2019 steht Produktivität im Fokus

Produktivität ist 2019 das große Thema für Unternehmen. Laut einer aktuellen Trendanalyse von Bersin by Deloitte ist wirtschaftlicher Profit für Unternehmen untrennbar mit einer engen produktiven Beziehung zu Mitarbeitern, Kunden und Communities verknüpft.

In den letzten Jahren waren die Personalabteilungen vor allem mit dem digitalen Wandel beschäftigt. Nun rückt die Produktivitätssteigerung ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Neue Arbeitsmodelle und Technologien können dabei unterstützen. Deloitte hat drei zentrale Trends identifiziert, die in diesem Kontext 2019 für die HR-Abteilungen bestimmend sein werden.

Trend 1: Bessere Ergebnisse durch Teamwork und die Neugestaltung von Arbeit

Ein zentraler Hebel zur Produktivitätssteigerung ist das Bilden von unternehmensinternen Netzwerken und Teams. Durch eine Verstärkung der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit – von der Mitarbeiterebene bis hin zu den höchsten Führungskreisen – werden Unternehmen flexibler und gewinnen an Innovationskraft.

„Im Unternehmen sollte man strukturiert damit beginnen, sich von starren internen Strukturen zu lösen. Das erfordert häufig ein radikales Neudenken sowie das Auflösen von Abteilungsgrenzen“, erklärt Anna Nowshad, Director bei Deloitte Österreich.

Trend 2: Data Analytics zur Effizienzsteigerung von Prozessen

Neue Technologien halten zunehmend Einzug in alle Unternehmensebenen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Analyse von Daten. Speziell vorausschauende Datenanalysen können beispielsweise zur effizienteren Gestaltung der Talentesuche beitragen. Die große Herausforderung sind dabei die enormen Datenmengen. Wenn diese richtig gefiltert und interpretiert werden, können sie für das Personalmanagement wertvolle Einblicke liefern.

„Data Analytics wird in den Personalabteilungen ein immer größeres Thema – von einer detaillierten Belegschaftsstrukturanalyse bis hin zur Darstellung der Auswirkungen des demografischen Wandels auf das Unternehmen. Personalabteilungen können dadurch unterschiedliche Leistungen wie Recruiting, Performance Management, Vergütung und Weiterbildungsangebote individueller und passender zuschneiden. Davon profitieren die Mitarbeiter und das Unternehmen gleichermaßen, die Mitarbeiterbindung steigt im Regelfall“, so Michael Pichler, Manager bei Deloitte.

Trend 3: Erweiterter Mitarbeiterbegriff wird neue Herausforderung

Die meisten Organisationen haben bereits begonnen, den Begriff des Mitarbeiters weiter zu denken. Der Mitarbeiterbegriff muss neu gedacht und neu definiert werden und umfasst nun das gesamte Talente-Ökosystem, über „Gig Workers“ (von englisch Gig für „Auftritt“) bis hin zu Netzwerken mit anderen Unternehmen. Das erfordert ein neues Verständnis, wie Mitarbeiter ins Unternehmen integriert werden. Auch die Suche nach passenden Mitarbeitern und entsprechendes Employer Branding müssen völlig neu gedacht werden.

„Das Finden und der richtige Einsatz von Mitarbeitern waren auch bisher zentrale Aufgaben von Personalabteilungen. Durch die Ausweitung des Mitarbeiterbegriffs braucht es aber auch eine ganzheitliche Betrachtung durch die HR-Verantwortlichen.“, betont Anna Nowshad abschließend.

Deloitte erhebt jährlich die weltweiten Human Capital Trends. Informieren Sie sich über die wichtigsten Zukunftsthemen im Personalbereich.

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