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Deloitte Unternehmens-Stimmungsbarometer 2021

Positive Stimmung in Österreichs Unternehmen sorgt für Investitionslust, Fachkräftemangel ist die größte Herausforderung

Heimische Unternehmen haben ihren Optimismus wiedergefunden und zeigen sich gemäß Umfrage überraschend positiv gestimmt. Im Einklang damit steigt auch die Investitionsbereitschaft österreichischer Unternehmen, vor allem in den Bereichen Digitalisierung, Innovation und Ökologie. Die größte Herausforderung stellt der Fachkräftemangel dar.

Die Top 3 - Findings auf einen Blick:

  • Erwartungen übertroffen: In heimischen Unternehmen überwiegt der Optimismus, Umsatz- und Gewinnerwartungen für die nächsten Monate sind positiv
  • Bereit für Investitionen: Vor allem in den Bereichen Digitalisierung, Innovation und Ökologie herrscht hohe Investitionsbereitschaft
  • Herausforderung Fachkräftemangel: Die Suche nach passenden Arbeitskräften hat höchste Priorität

Mehr als 220 österreichische Führungskräfte gaben im Rahmen des Deloitte Unternehmens-Stimmungsbarometers ihre Einschätzung zu aktuellen Themen ab. Überraschend positiv fiel dabei die Frage zur Grundstimmung aus. Die zuversichtliche Einstellung führt zu einer wiedergewonnenen Investitionslust, der Fokus liegt hier auf den Zukunftsbereichen Digitalisierung, Innovation und Ökologie. Stetiger Wermutstropfen bleibt der Fachkräftemangel, fast zwei Drittel der Befragten sind davon betroffen.

Deloitte Unternehmens-Stimmungsbarometer 2021

Positive Grundstimmung, optimistische Aussichten bei Umsatz und Gewinn

Nach eineinhalb Jahren Corona-Krise überraschen Österreichs Führungskräfte mit Selbstbewusstsein und einer positiven Grundstimmung. Zwei Drittel der befragten Unternehmen beurteilen ihre Geschäftsentwicklung besser als noch zu Beginn des Jahres. Rund drei Viertel der Befragten erwarten eine positive Umsatzentwicklung, auch die Gewinnerwartungen liegen bei mehr als der Hälfte im Plus. Etwas zurückhaltender sieht es bei den Kosten aus: Mit rund 68 % befürchtet die Mehrheit der Führungskräfte hier eine Verschlechterung, auch eine mögliche Rohstoffknappheit bereitet Sorgen.

Für eine weitere Überraschung sorgt die Einschätzung von über 50 % der Unternehmen, kaum von COVID-19 betroffen zu sein. Die Ausnahme bilden klarerweise Unternehmen aus den Branchen Gastronomie, Dienstleistungen und Handel. Insgesamt fühlen sich mit 79 % der Großteil der Befragten aber gut gewappnet, sollte es zu neuen wirtschaftlichen Einschränkungen kommen. Um es gar nicht so weit kommen zu lassen, spricht sich eine klare Mehrheit von 76% für eine generelle Impflicht im Unternehmen aus.

Investition in Zukunftsthemen Digitalisierung, Innovation, Ökologie

Nicht nur die Zuversicht, sondern auch die Investitionsbereitschaft ist aktuell groß. Im Mittelpunkt stehen vor allem zukunftsgerichtete Bereiche wie Digitalisierung (85 %), Innovation und Produktentwicklung (73 %) und Ökologie (66 %).

 

Die Unternehmen sind wieder merklich investitionsfreudiger. Diese Investitionslust sollte mit entsprechenden Incentives – wie einer Anhebung der etablierten Forschungsprämie – befeuert werden.

 

Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitieren von der wiedergewonnenen Investitionslust. Gemäß Studie wollen 61 % in die Aus- und Weiterbildung ihrer Belegschaft investieren, 48 % in den Personalstand. Zurückhaltung zeigen die Befragten bei den Themen M&A und Internationalisierung.

Fachkräftemangel und Gegenmaßnahmen

Zwei Drittel der österreichischen Unternehmen leiden zurzeit unter dem Mangel an qualifiziertem Personal. Besonders spürbar ist dieser Engpass in der Produktion und im Vertrieb. Um dem Fachkräftemangel gegenzusteuern, wird auf unterschiedliche Maßnahmen gesetzt. Die flexible Arbeitszeitgestaltung (70 %) ist ebenso wie betriebsinterne Weiterbildungsmöglichkeiten (62 %) ganz vorne mit dabei. Außerdem streben 61 % der befragten Führungskräfte die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur für ein gutes Arbeitsklima an, 54 % möchten die Arbeitsplatzattraktivität steigern, zum Beispiel durch Incentives oder Gehaltserhöhungen. Die Wichtigkeit und Brisanz des Themas wurden seitens der Unternehmen erkannt, doch es braucht auch Unterstützung seitens Politik und langfristige Konzepte für den Arbeitsmarkt.

Abschließend zeigt sich, dass in den meisten heimischen Unternehmen Home Office und Remote Working so erfolgreich etabliert sind, dass sie für fast 60 % der Befragten auch zukünftig eine wichtige Rolle spielen werden. Im Herbst 2021 wird mehrheitlich ein Mix aus Büro und Home Office praktiziert werden.

Sie möchten gerne mehr über die Stimmung in der heimischen Wirtschaft lesen und erfahren, was Österreichs Führungskräfte aktuell beschäftigt? Die Ergebnisse des Unternehmens-Stimmungsbarometers 2021 mit allen Details gibt es hier zum Download.

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