Mir geht es darum, meine eigenen Stärken zu erkennen und danach zu leben und zu handeln – und das eben im Einklang mit mir selbst und nicht fremdgesteuert durch die Gesellschaft und ihre Erwartungen an mich.

Michelle, Assistant bei GES innerhalb von Tax & Legal, berichtet darüber, wie sie über das Tanzen zum Yoga fand und schließlich eine Yoga-Teacher-Ausbildung in Indien absolvierte.

Hallo, ich bin Michelle, Assistant bei GES, und ich habe mich 2018 auf den Weg nach Indien gemacht, um dort eine Yoga-Teacher-Ausbildung zu absolvieren.
Yoga ist meine große Leidenschaft, die ich durch meine Yoga-Teacher-Ausbildung in Indien auf ein neues Level gebracht habe. Dieses doch sehr prägende Erlebnis hat mir geholfen, meine Stärken auch in meinem Job vermehrt zu nutzen. Was mich zum Yoga geführt hat und warum ich es in meinem Alltag nicht mehr missen möchte, erfahrt ihr hier.

Mir geht es darum, meine eigenen Stärken zu erkennen und danach zu leben und zu handeln – und das eben im Einklang mit mir selbst und nicht fremdgesteuert durch die Gesellschaft und ihre Erwartungen an mich.

Wie hast du das Yoga für dich entdeckt?
Meine Yoga-Geschichte beginnt eigentlich mit einem ganz anderen Hobby: dem Tanzen. Mit 15 habe ich mit Jazz Dance begonnen und nahm später noch Contemporary (auch zeitgenössischen Tanz genannt) mit dazu. Mit ca. 17 Jahren startete ich neben der Schule meine Tänzer-Vorausbildung und damit gleichzeitig auch das Ballett. Ich war einen Großteil meiner Freizeit mit Training und Lernen für das Abitur beschäftigt und arbeitete nebenbei in verschiedenen Nebenjobs, um mir etwas Geld dazu zu verdienen und die kostspieligen Tanzstunden zu bezahlen.

Mit Abschluss des Abiturs und meiner Entscheidung für ein Studium reduzierte ich dann meine Trainingsstunden. Auch mein Gastro-Job verlangte mir körperlich einiges ab und mit 23 war ich dann soweit: Eine ziemlich unangenehme Achillessehnenentzündung sowie verschiedene Krankheitsperioden signalisierten mir, es müsse sich schleunigst etwas ändern…

Beruflich beschloss ich mich in die kaufmännische Branche zu begeben (um meinen Körper etwas mehr zu schonen) und als weiterführendes Hobby brachte mich meine damalige Tanzlehrerin auf einen einheitlicheren und körperschonenderen Pfad – dem des Yogas.

Was begeistert dich so sehr daran?
Ich tastete mich, anfangs ziemlich skeptisch, über verschiedene Kurse an Yoga ran und stellte sehr schnell fest, dass es genau das Richtige für mich ist! Zunächst unterschied sich Yoga vom Tanzen erheblich, denn es ging nicht mehr um das Aussehen oder die Ausführung, sondern um den Prozess während der Ausführung der Übungen. Vor allem begeisterte mich auch, dass es noch nicht mal verstärkt um den körperlichen Aspekt ging, sondern tatsächlich um den Geistigen und um eine, auf mich besonders faszinierend wirkende, Lebensphilosophie – mit all dem hatte ich mich zuvor schlichtweg noch nie beschäftigt.

Aufgrund des respektvollen Umgangs mit dem eigenen Körper und der dahintersteckenden Philosophie blieb ich dabei und interessierte mich immer mehr dafür. Es war perfekt für meinen Wissenshunger! 

 

Das Ganze wurde irgendwann mehr als nur ein Hobby für dich und du hast eine Teacher-Ausbildung in Indien gemacht. Das war sicherlich unglaublich spannend, oder?
Mit der Zeit merkte ich, dass natürlich zum einen der Körper regenerierte, ich keine Schmerzen bzw. Beschwerden mehr hatte, zum anderen aber auch, dass ich deutlich ruhiger und besonnener wurde. Ich muss dazu sagen, in der Vergangenheit stand ich sehr unter Anspannung und war ständig irgendwie unterwegs. Durch Yoga fand ich glücklicherweise immer wieder den richtigen Ausgleich. Dennoch brachten mich meine andauernde Erschöpfung und mein allgemeiner Zustand irgendwann zu dem Gedanken, mir eine Auszeit zu gönnen und eine 26-tägige Yoga-Teacher-Ausbildung in der Geburtsstätte des Yogas in Indien zu machen.

Vor meiner Abreise im Oktober 2018 packte mich zwar etwas Bammel, denn ich war noch nie zuvor eine so lange Zeit alleine in einem ganz fremden Land, aber die Vorfreude Zeit mit mir selbst zu verbringen und mich mal auf eine bestimmte Sache konzentrieren zu dürfen, überwog eindeutig. Bevor die eigentliche Ausbildung begann, hatte ich keine wirkliche Vorstellung davon, was mit rasender Geschwindigkeit auf mich zusteuerte. Der straffe Stundenplan (6.30 - 9.00 Uhr Meditation und Yoga, dann Frühstück, Unterricht, Mittagessen und schließlich von 16.30 - 19.00 Uhr wieder Meditation und Yoga sowie Abendessen), die vegane Ernährung und die Zeit mit mir selbst brachten viel Unerwartetes zum Vorschein. Es gab keinerlei medialen Einfluss durch Smartphone, Fernsehen, Werbung bzw. Zeitschriften o.ä., natürlich keinen Arbeitsalltag oder irgendetwas, das mir bis zu dem Zeitpunkt wirklich bekannt war. Ich habe mich voll und ganz auf die Arbeit mit mir selbst eingelassen. In den ersten beiden Wochen unterbreiteten sich mir von Schmerzen, über Heulkrämpfe bis Verwunderung so ziemlich alles. Ich würde sagen, dass nach einem anfänglich sehr unangenehmen Reinigungsprozess, aber rückblickend betrachtet ein notwendiger und befreiender Punkt, die Sache zu Beginn der Woche drei erst richtig interessant wurde. Der Körper gewöhnte sich, bis dahin bekannte Beschwerden verschwanden und ich bemerkte die positive Wandlung insbesondere im Geist. Ich hatte vorher noch nie so viel meditiert und stellte sehr schnell fest, dass mir scheinbar genau das wirklich gefehlt hatte. Wieso wurde einem das nie beigebracht? Ich lernte Bücherseiten über Yoga-Philosophie mit Leichtigkeit fast auswendig, war viel fokussierter und mir fielen plötzlich Dinge auf, denen ich bisher nie besondere Aufmerksamkeit geschenkt hatte. Ich fühlte mich so selig, dass ich beschloss einen „silent day“ einzulegen, aus dem dann letztendlich 3 Tage wurden. Allein die Tatsache, dass der eigene Output wegfällt, lenkt die persönliche Aufmerksamkeit in eine ganz andere, mir bis dahin völlig unbekannte, Richtung. Es war für mich bahnbrechend! So oder so ähnlich wollte ich mein Leben weiterführen: Die Vergangenheit verarbeitet (und nicht verdrängt!) sowie ausgestattet mit einem fitten, gesunden Körper und einem regenerierten Geist. Die restlichen 2 Wochen tastete ich mich noch an Yoga Nidra heran (yogischem Schlaf) und wer hätte es je gedacht: Ich meditierte noch mehr! Die aufgekratzte Michelle, immer auf Trab und übereffizient, lag nun teilweise stundenlang rum und tat genau gar nichts! Ich war selber fassungslos, wie gut ich das fand. Und zwar so weit, dass ich Nidra unmittelbar nach meiner Rückkehr aus Indien auch in meinen Alltag integrierte und seitdem wirklich jeden Tag noch eine Stunde, meistens vor dem zu Bett gehen, meditiere.

Dieses Ritual hilft mir in meinem Arbeitsalltag wirklich sehr und ich kann jedem nur empfehlen, es einmal selbst auszuprobieren. Bei jeglicher Form von Meditation geht es um die „Reinigung des Geistes“. Für mich ist das so eine Art „aufräumen im Kopf“, wodurch ich am nächsten Tag ganz frisch durchstarten kann, ohne noch an vergangenen Geschehnissen zu haften. 

 

Gibt es Synergien zwischen dem Yoga und deinen Aufgaben als Assistant bei GES?
Ich merkte insbesondere, dass ich viel konzentrierter und strukturierter war und mein organisatorisches Talent verstärkt zum Vorschein kam. Tatsächlich ist es so, dass es gar nicht darum geht von einem Tag auf den anderen nur noch Yoga zu machen und vielleicht ganz auszusteigen (wobei das durchaus vorkommen kann), sondern mehr nach den eigenen Stärken zu handeln. Ich kenne sogar einige, die regelmäßiges Yoga pflegen und nach außen möglicherweise sogar sehr materiell behaftet wirken. Im Grunde geht es aber nach meinem Verständnis darum, die eigenen Stärken zu erkennen und infolge dessen danach zu leben und zu handeln – und das eben im Einklang mit sich selbst und nicht fremdgesteuert durch die Gesellschaft und ihre Erwartungen an einen.

Wieso kannst du jedem nur empfehlen, auch einmal Yoga auszuprobieren?
Insbesondere während dieser schwierigen und für uns alle recht ungewöhnlichen Zeit rund um COVID-19 kann ich nur raten: Nehmt euch die Zeit, probiert neue Dinge aus, schenkt euch selbst etwas Gutes, lernt euren Körper und euren Geist kennen, genießt die Ruhe! Ihr könnt absolut nichts falsch machen, das ist das Schöne: Yoga kann wirklich von jedem praktiziert werden, unabhängig von Alter oder Fitness. Ihr braucht kein wirkliches Equipment und könnt es wunderbar von zu Hause aus machen. Kurse gibt es mittlerweile auch zu Genüge online und das Internet befriedigt so jeglichen Wissenshunger. Mit seinem 8-gliedrigen Pfad stellt Yoga einen ganzheitlichen Ansatz dar, der wirklich für jeden etwas zu bieten hat – probiert es aus!

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Jennifer Koschel

Jennifer Koschel

Senior Employer Branding

Jennifer ist seit 2019 Teil des Teams Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland. Dort verantwortet sie in erster Linie Employer Branding Kampagnen für verschiedene Businesses und Zielgruppen.

Sven Schulz

Sven Schulz

Employer Branding Manager

Sven ist seit 2018 im Team Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland tätig. Dort verantwortet er unter anderem Employer Branding Kampagnen mit Fokus auf berufserfahrene Talente.  Im Deloitte Karriere Blog berichtet Sven über aktuelle Karrierethemen und relevante Business Entwicklungen, die Karrieremöglichkeiten für die unterschiedlichsten Profile bereithalten.