Posted: 25 Aug. 2022

Ich hatte anfangs eher gedacht, ich würde ein Frachtschiff anstoßen müssen, das ganz langsam an Fahrt aufnimmt. Aber nein, da kam gleich eine Riesenwelle…

Als „Voice for Innovation“ und Consultant hat Lara ein breites Verständnis und Wissen davon, wie sie anspruchsvolle Technologiethemen verständlich und interessant an die breite Masse heranträgt.

Hallo, ich bin Lara, Consultant und „Voice for Innovation“ bei Deloitte.
Wissen, sei es in den Bereichen Innovation, Nachhaltigkeit oder Technologie, kann meiner Meinung nach am besten im „Storytelling-Format“ vermittelt werden. Wie ich selbst damit angefangen und es damit bis zur „Voice for Innovation“ geschafft habe, erzähle ich euch gerne hier im Blog. 

 

Ich hatte anfangs eher gedacht, ich würde ein Frachtschiff anstoßen müssen, das ganz langsam an Fahrt aufnimmt. Aber nein, da kam gleich eine Riesenwelle…

Liebe Lara, du bist mit deiner Arbeit dauerpräsent, studierst nebenbei auch noch. Wie machst du das?
Ich studiere und arbeite gleichzeitig – beides in Vollzeit. Das ist schon anspruchsvoll, aber selbst ohne Studium können allein meine Aktivitäten auf LinkedIn​, die Akquise, die Events, Speaker- und Moderationsjobs Tage und Nächte ausfüllen. Letztlich lassen sich meine Arbeits- und Freizeit nicht strikt trennen, beides verschwimmt ineinander.

Bleibt da noch Zeit für dein Studium?
Ich arbeite im Moment einfach lieber, als dass ich studiere. Wenn ich in mich reinhöre, möchte ich beides: die Erfahrungen in meiner Rolle bei Deloitte mitnehmen, gleichzeitig den Master-Titel abschließen. Vor ein paar Monaten hat es noch gut funktioniert, aktuell merke ich immer wieder, dass ich nicht auf zwei Pferden gleichzeitig reiten kann. Ich stehe etwas zwischen den Stühlen, finde die Inhalte meines Studiums unglaublich spannend, aber meine Arbeit und der Markt ziehen mich unglaublich an.

Wie bist du zu Deloitte gekommen?
Nach meinem Abi habe ich eine Ausbildung abgeschlossen zur Kauffrau für Marketing und Kommunikation in einer großen Agentur hier in Hamburg. Direkt nach den Prüfungen hielt ich beim 50. Geburtstag meiner Mutter eine Rede, verkaufte das Produkt ‚Mama‘ mit all ihren Vor- und Nachteilen auf witzige Art und Weise an die anwesenden Gäste. Einer von ihnen sprach mich daraufhin an, ob ich das auch für sein Unternehmen machen könnte und so hatte ich im Alter von 20 oder 21 Jahren meinen ersten Auftrag – mein Start in die Selbstständigkeit als Marketing Consultant – und es kamen einige weitere hinzu, bis ich irgendwann zwölf Kunden parallel neben meiner Bachelor-Arbeit betreute. Gegen Ende des Bachelor-Studiums hat mich dann Daniel Könnecke, Head of Deloitte Consulting The Garage, auf LinkedIn angesprochen, er brauche Marketing-Support. So kamen noch einige weitere Kennenlerngespräche mit Deloitte-Kolleg:innen und nach Vertragsunterzeichnung und Start gleich mein erstes Projekt: die Heartbeat-Innovation-Kampagne.

Wie ging es weiter? Wie wurdest du „Voice for Innovation“?
Durch dieses Projekt merkte ich, dass es zwar spannend ist, innovative Themen zu kommunizieren, dass das allerdings alles etwas schneller passieren muss, um mit der agilen Welt da draußen Schritt zu halten, vor allem mit der Schnelllebigkeit auf Social Media. So habe ich angefangen, selbst auf LinkedIn zu posten. Und mein erster Post, eine Geschichte über mich und meinen 101-jährigen Opa, wie ich ihn per Carsharing in Berlin besuchte und ihm bei der Gelegenheit neue Mobilitätskonzepte und weitere Tech-Themen erklärte, ging gleich viral. Durch die enorme Reichweite von 350.000 Views sah ich, dass die Plattform noch nicht so ausgereift und gesättigt ist wie Instagram, Facebook und Co. Da ist so viel Power, das musste ich angehen und nutzen.

Was macht deinen Erfolg aus?
Die Menschen möchten uns als Expert:innen sowie den Technologien vertrauen, damit wir sie durch den Wandel führen und begleiten können. Ich baue Brücken, indem ich komplexe Technologie- und Nachhaltigkeitsthemen aus der Fachsprache in eine allgemein verständliche Sprache übersetze, mache sie greifbar für eine breite Zielgruppe – und das auf eine nahbare, dynamische und emotionale Art und Weise.

Du bist im Oktober auf LinkedIn gestartet, wo stehst du heute?
Nach etwas mehr als sechs Monaten sind es nun über 34.000 Follower:innen. Ich hatte anfangs eher gedacht, ich würde ein Frachtschiff anstoßen müssen, das ganz langsam an Fahrt aufnimmt. Aber nein, da kam gleich eine Riesenwelle und hat mich mitgerissen. Auf der einen Seite ist es großartig, auf der anderen Seite etwas beängstigend, weil ich nicht weiß, was noch so kommt. Da ich aber Expert:innen im Hintergrund habe, die mir vertrauen und mich unterstützen, bin ich sehr zuversichtlich.

Hast du Tipps für Kolleg:innen, die auf LinkedIn starten oder schon dabei sind und ihre Reichweite ausbauen wollen?
Der Fokus ist das Wichtigste. Die Menschen, die dir folgen, tun das, weil sie sich für ein bestimmtes Thema interessieren und entsprechenden Content erwarten. Dieser muss hochwertig aufbereitet und flüssig zu lesen sein, damit deine Follower:innen mit ihrer Aufmerksamkeit bei dir bleiben. Stichwort Storytelling: Reposte nicht einfach eine Website oder einen Artikel, sondern mache deine eigene Geschichte aus der Idee. Bringe dich und deine persönliche Perspektive mit ein: Warum bewegt dich dieses Thema? Welches persönliche Erlebnis verbindest du damit? Welche Haltung hast du dazu?

Wie hast du dir das Wissen über LinkedIn angeeignet?
Ich habe viel recherchiert und Schritt für Schritt mehr über den LinkedIn-Algorithmus gelernt. Kleinigkeiten entscheiden über deine Reichweite. Ansonsten viel Learning by Doing. Ich hatte anfangs einen Pool von acht Freund:innen, denen ich meine Texte für Feedback zugeschickt habe. Mittlerweile habe ich ein Team aus Expert:innen bei Deloitte, die aus verschiedenen Blickwinkeln meine Postings gegenlesen.

Was sind deine Ziele?
Ich möchte weiterhin unsere Technologie- und Nachhaltigkeitsthemen bei LinkedIn platzieren, zum einen um Kunden, Kooperationspartner und Talente für Deloitte zu begeistern, zum anderen um uns als innovatives und agiles Unternehmen am Markt zu positionieren. Außerdem möchte ich mein Wissen weitergeben, andere zu ähnlichem Erfolg befähigen und auch Kunden bei ihrer Online-Kommunikation beraten. Mein Prinzip: You can only grow when you make others grow! Und meinen Master möchte ich natürlich nach wie vor beenden – am besten mit einer eins vor dem Komma, dazu am allerliebsten LinkedIn Top Voice im nächsten Jahr werden.​

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Jennifer Koschel

Jennifer Koschel

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Jennifer ist seit 2019 Teil des Teams Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland. Dort verantwortet sie in erster Linie Employer Branding Kampagnen für verschiedene Businesses und Zielgruppen.

Sven Schulz

Sven Schulz

Employer Branding Manager

Sven ist seit 2018 im Team Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland tätig. Dort verantwortet er unter anderem Employer Branding Kampagnen mit Fokus auf berufserfahrene Talente.  Im Deloitte Karriere Blog berichtet Sven über aktuelle Karrierethemen und relevante Business Entwicklungen, die Karrieremöglichkeiten für die unterschiedlichsten Profile bereithalten.