annual review of football finance

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Annual Review of Football Finance 2018

Bundesliga mit erneutem Rekordumsatz

Die aktuelle Studie zeigt die steigende Wirtschaftskraft des europäischen Fußballs und die Bundesligen als Zuschauermagnet

Der europäische Fußballmarkt wächst weiter. Zum 16. Mal präsentiert Deloitte die deutsche Ausgabe des „Annual Review of Football Finance“ mit den zentralen Finanzzahlen des internationalen Profifußballs für das Geschäftsjahr 2016/2017. Der Umsatzrekord aus dem vergangenen Jahr konnte dabei erneut übertroffen werden. So stiegen die Gesamtumsätze des europäischen Fußballmarktes (exklusive Transfererlöse) von 24,6 auf 25,5 Milliarden Euro (+4 Prozent). Zusätzlich wirft die Studie – erneut – einen detaillierten Blick auf die 2. Bundesliga und zieht den Vergleich mit ihrem englischen Pendant der Championship.

Schlüsselergebnisse

Der wirtschaftliche Platzhirsch bleibt die englische Premiere League
Mit einem Umsatz von 5,3 Milliarden Euro dominierte die englische Premier League den europäischen Fußballmarkt auch im Jahr 2016/17 erneut deutlich – und konnte den Vorsprung von 2,4 Milliarden Euro auf Platz zwei im Vergleich zum Vorjahr weiter ausbauen. Bewegung gab es dagegen auf dem zweiten Platz: Hier löste die spanische Primera División mit einem Gesamtumsatz von 2,9 Milliarden Euro die Bundesliga mit 2,8 Milliarden Euro mit knappem Vorsprung ab. Hintergrund ist insbesondere der neue TV-Vertrag in Spanien ab der Saison 2016/17, wohingegen der neue deutsche Vertrag erst ab der gerade zu Ende gegangenen Spielzeit 2017/18 in Kraft getreten ist. Dahinter folgen die italienische Serie A mit 2,1 Milliarden Euro und die französische Ligue 1 mit 1,6 Milliarden Euro. Aufgrund der niedrigeren Anzahl an Clubs liegt die Bundesliga (18 Clubs) auf Clubebene mit einem durchschnittlichen Umsatz von 155 Mio. Euro jedoch weiterhin vor der spanischen Liga (20 Clubs) mit 143 Mio. Euro

Hierbei ist zu beachten, dass die Umsätze exklusive Transfererlöse dargestellt sind. In diesem für die Clubs schwer planbaren Bereich erlöste die Bundesliga in der Saison 2016/17 beispielsweise rund 582 Mio. Euro und verbuchte inklusive Transfererlöse ein Wachstum von 4 Prozent im Vergleich zu 3 Prozent exklusive Transfers.

TV-Rechte als Wachstumsmotor
Der große Wachstumsmotor für die Ligen sind die TV-Übertragungsrechte. Auch in einer immer stärker fragmentierten TV-Landschaft bleibt Spitzenfußball ein Zuschauermagnet und so sind die Rechte für die Fußballübertragungen den Sendern weiterhin lieb und wortwörtlich teuer. Neue TV-Deals haben insbesondere den Ligen in England, Frankreich und Spanien im Geschäftsjahr 2016/17 deutliche Umsatzsteigerungen beschert. Hier liegt auch die Ursache für den Platzwechsel zwischen Deutschland und Spanien: Der Medienrechtevertrag der spanischen Liga fiel aufgrund des endgültig vollzogenen Umstiegs von einer Einzel- auf eine lukrativere und solidarische Zentralvermarktung verhältnismäßig groß aus. Vor der Umstellung hatten sich die beiden spanischen Top-Clubs FC Barcelona und Real Madrid noch individuell vermarktet und jeweils eigene TV-Verträge abgeschlossen. Die Bundesliga kann dagegen ab 2017/18 mit einem Umsatzplus bei den TV-Rechten rechnen, denn dann schlägt sich auch der neue TV-Deal der Deutschen Fußball Liga (DFL) in den Gesamtumsätzen nieder.
 

Deutsche Ausgabe des Annual Review of Football Finance 2018

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Wie schon im Vorjahr konnten auch diesmal alle „Big Five“-Ligen neue Rekordumsätze verbuchen. Der Trend der vergangenen Jahre setzt sich also ungebrochen fort – was klar für die weiter steigende Popularität des europäischen Fußballs spricht.

Stefan Ludwig, Partner und Leiter der Sport Business Gruppe bei Deloitte
 

Zuschauermagnet Bundesligen
Bei den Zuschauerzahlen hat Deutschland allerdings schon jetzt die Nase vorn: Die Bundesliga lockte auch 2016/17 die meisten Fans ins Stadion – damit schlägt Sie in dieser Kategorie sogar die Premier League: Im Schnitt kamen pro Spiel rund 41.000 Fans und damit etwa 5.000 mehr als in England. Auch die 2. Bundesliga zog mit insgesamt 21.560 Zuschauern pro Spiel mehr Zuschauer in die Stadien als die Championship mit rund 20.152 Zuschauern. Damit liegt die 2. Bundesliga auf Augenhöhe mit der italienischen Serie A und der französischen Ligue 1.


2. Bundesliga mit erneutem Rekordumsatz – doch die Championship setzt sich weiter ab
Mit einem Gesamtumsatz von 838 Mio. Euro (+ 13 Prozent im Vergleich zur Vorsaison) ließ die Championship wirtschaftlich die Eliteklassen der Türkei (734 Mio. Euro) und Russlands (701 Mio. Euro) hinter sich. Die 2. Bundesliga lag mit einem neuen Rekordumsatz von 568 Mio. Euro (+7 %) unter anderem vor den höchsten Spielklassen der Niederlande (451 Mio. Euro) und Portugals (366 Mio. Euro). Die Differenz zwischen den Gesamtumsätzen der Championship und der 2. Bundesliga liegt vor allem an der höheren Anzahl von Clubs in der Championship. Während in der 2. Bundesliga 18 Clubs am Spielbetrieb teilnehmen, sind es in England 24. Pro Club lagen die Umsätze in der Saison 2016/17 in der 2. Bundesliga bei durchschnittlich 32 Mio. Euro und in der Championship bei 35 Mio. Euro. Hier ist der Abstand im Vergleich zur Vorsaison jedoch von einer auf rund 3 Mio. Euro gewachsen.

Bereits in unserer letztjährigen Ausgabe des ,Annual Review of Football Finance‘ haben wir herausgestellt, dass sich die zweithöchsten Spielklassen aus Deutschland und England finanziell als europäische Größen etabliert haben.

Stefan Ludwig, Partner und Leiter der Sport Business Gruppe bei Deloitte
 

Details zum Annual Review of Football Finance

Die Analysen der Finanzergebnisse und -positionen verschiedener europäischer Ligen basieren auf Einzel- oder Konzernabschlüssen sowie Informationen, die Deloitte von den nationalen Verbänden/Ligen zur Verfügung gestellt wurden. Sofern nicht ausdrücklich erwähnt, handelt es sich um Angaben exklusive Steuern und Erlösen aus Spielertransfers. In einigen Fällen wurden Anpassungen bei der Zuordnung der veröffentlichten Zahlen vorgenommen, um die Finanzdaten der Fußballclubs und -ligen besser vergleichen zu können. Für unsere grenzüberschreitenden Analysen wurden alle Finanzdaten mit dem durchschnittlichen Wechselkurs des jeweiligen Jahres per 30. Juni in Euro umgerechnet.

Hier erhalten Sie die vollständige Studie „Annual Review of Football Finance“ als Download

Haben Sie Interesse an einem Print-Exemplar der Studie, kontaktieren Sie uns gerne unter sportbusiness@deloitte.de.

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