Global Powers of Luxury Goods 2018

Article

Aktuelle Marktstudie: Die Luxusgüterbranche boomt

Deloitte Global Powers of Luxury Goods 2019

Deloitte präsentiert die weltweite Top 100 der Luxusgüterunternehmen nach Umsatz, Wachstum und Gewinn. Die Zahlen zeigen: Mit einem Umsatz von insgesamt 247 Milliarden US-Dollar geht es der Branche blendend. Ebenfalls ein spannendes Ergebnis der Studie: Das Aufkommen einer neuen Generation von wohlhabenden Konsumenten und der Fokus auf deren Konsumverhalten leiten ein Umdenken im Luxusgütermarkt ein.

Die Luxusgüterunternehmen haben schon heute die Kunden von morgen im Blick. Denn es entsteht ein neues, wachsendes Segment von zahlungskräftigen Konsumenten, deren Vermögen künftig weiter steigen wird: die HENRYs (das Akronym steht für „High-Earners-Not-Rich-Yet“). Diese verdienen zwischen 100.000 und 250.000 US-Dollar im Jahr, sind im Durchschnitt 43 Jahre alt und verfügen im Mittel über investierbare Vermögen von bis zu 1 Million US-Dollar. Zudem fokussiert sich die Luxusgüterbranche verstärkt darauf, das Kaufinteresse von wohlhabenden Millennials und Vertretern der Generation Z zu wecken. deutsche Luxusgüter-Hersteller haben es in die Top 100 geschafft.

Diese neuen, online-affinen und „digital gebildeten“ Luxus-Konsumenten erwarten eine zeitgemäße Customer Experience – individualisiert, nahtlos und authentisch. Dementsprechend investieren Luxus-Marken weltweit zunehmend in digitale Vermarktung und Social Media Strategien, um mit potentiellen Kunden in Kontakt zu treten. Daneben setzt die Branche auch auf digitale Technologien wie Artificial Intelligence (KI) und Big Data, um mithilfe von Datenanalyse und Personalisierung die Kundenbindung zu stärken.

Die Luxusgüterunternehmen gestalten ihr Business stärker kundenzentriert und besinnen sich darauf, nicht nur ihr Markenerbe zu kommunizieren, sondern auch nachhaltige Werte. Denn die anspruchsvollen Konsumenten in diesem Segment stellen heute ganz andere Erwartungen an Luxus als in der Vergangenheit: Für sie zählen auch Umweltverträglichkeit, Tierschutz sowie faire Produktions- und Arbeitsbedingungen, wenn sie sich für den Kauf eines Luxusprodukts entscheiden. Diesen Ansprüchen trägt die Luxusgüterbranche vermehrt Rechnung.

Luxusgüterunternehmen: Umsätze und Gewinne steigen

Die 100 weltweit führenden Luxusgüterunternehmen erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2017 Luxusgüterumsätze in Höhe von 247 Milliarden US-Dollar, gegenüber 217 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Das jährliche Wachstum stieg auf 10,8 Prozent, währungsbereinigt auf Composite-Basis, und liegt damit deutlich über dem Wachstum des Vorjahres von lediglich 1,0 Prozent. Sechsundsiebzig Prozent der Unternehmen vermeldeten ein Wachstum ihrer Luxusgüterverkäufe, wovon fast die Hälfte sogar ein zweistelliges Wachstum gegenüber dem Vorjahr verzeichnete.
Der globale Luxusgütermarkt weist weiterhin ein positives Wachstum auf, obwohl sich das globale Wirtschaftswachstum in wichtigen Märkten wie China und der Eurozone verlangsamt hat, wobei die USA voraussichtlich folgen werden. Die Gründe dafür sind unter anderem die protektionistische Politik der USA, steuerpolitische Aspekte und eine straffere Geldpolitik. Diese Maßnahmen haben einen negativen Effekt auf die Konsumausgaben und führen zu höheren Verbraucherpreisen und Störungen der globalen Lieferketten. In der Eurozone ist vor allem die Unsicherheit über die Umsetzung des Brexit ein wichtiger Faktor, der Einfluss auf die Zukunft des Luxusgütermarktes hat. Global gesehen sind es die Digitalisierung und Nutzung neuer Technologien, die wachsende globale Mittelschicht und die zunehmende Bedeutung der Millennials und der Generation Z als Konsumenten im Luxusgütersegment, vor allem in den Schwellenländern.

Wie schneiden die deutschen Luxusgüterunternehmen ab?

In der globalen Top 10 findet sich kein einziges deutsches Luxusgüterunternehmen – und diejenigen, die es in die aktuelle Top 100 schaffen, sind die gleichen wie im Vorjahr: Hugo Boss AG, Gerhard D. Wempe KG, MARCO POLO AG, Marc Cain Holding GmbH und Falke KGaA. Hugo Boss ist mit Gesamtrang 23 unter den fünf deutschen Unternehmen im Ranking der Spitzenreiter und macht von diesen fast zwei Drittel des gesamten Luxusgüterumsatzes aus deutscher Sicht aus. Gerhard D. Wempe, ein Privatunternehmen der Familie Wempe, weist von den deutschen Unternehmen in der Top 100 mit 7,7 Prozent das höchste Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr auf. Dieses ist vor allem auf den Anstieg der Durchschnittspreise für hochwertige Uhren zurückzuführen, die fast 84 Prozent des gesamten Luxusgüterumsatzes des Unternehmens ausmachen.
Alle Zahlen und Fakten lesen Sie in der aktuellen Studie „Deloitte Global Powers of Luxury Goods 2019“ zum Download.

Top Ten der wichtigsten Anbieter / Platzierung deutscher Unternehmen

Fanden Sie diese Information hilfreich?

Verwandte Themen