DAO Hack

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Auswirkungen des Hackerangriffs auf die DAO

Der Angriff auf die DAO (Decentralized Autonomous Organization) und die Entscheidung der Ethereum Community zur Rückabwicklung des Diebstahls haben für kontroverse Diskussionen gesorgt. Unsere Experten vom Grid Blockchain Lab haben die Handlungsmöglichkeiten und Auswirkungen näher betrachtet.

Die Folgen des DAO Hack

Mit dem Einsatz der „Hard fork“ und der damit verbundenen Teilung der Blockchain in zwei Welten entschied sich die Ethereum Community mehrheitlich für die radikalste Option, um die ungültigen Transaktionen des Angriffs zu entfernen. Dass der Angriff nicht einfach hingenommen oder eine „Soft fork“ zur Erhaltung eines einheitlichen Netzwerks gewählt wurde, hat trotz berechtigter Bedenken einige Vorteile.

Bewertung der „Hard fork“

Das neue Ethereum ist nicht nur eine Geste der Gerechtigkeit gegenüber den Geschädigten, sondern kann auch als eine Bestätigung des Prinzips des Community Consensus gesehen werden. Erst durch den Wechsel der Netzwerkmehrheit zum „neuen Ethereum“ zeigt sich die dezentrale Kontrolle. Dennoch sind strenge Bedingungen für einen Einsatz notwendig, da andernfalls jede unerwünschte Transaktion rückgängig gemacht werden könnte und weitere Aufspaltungen die Folge wären. Es ist daher sinnvoll, vorsichtig bei komplexen Codegestaltungen zu sein und diese durch unabhängige Experten überprüfen zu lassen.

Ausblick

Von besonderem Interesse wird die parallele Entwicklungen der nun konkurrierenden Stränge Ethereum und Ethereum Classic sein. Die noch junge und fehleranfällige Technologie von Ethereum wird in Zukunft noch einige umfangreiche Protokollmodifizierungen erfordern, die jedoch kein Grund zur Abkehr von der vielversprechenden Blockchain-Technologie sein sollten.

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