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Industrie 4.0 im Mittelstand

Aktuelles Thema mit un­aus­geschöpften Potenzialen

Für den Produktionsstandort Deutschland wird Industrie 4.0 eine der zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre sein. Auch mittelständische Unternehmen müssen sich intensiv mit diesem Themenbereich auseinandersetzen.

Die Studie

Der Mittelstand erwartet zwar eine erhebliche zusätzliche Wertschöpfung, hat Industrie 4.0 aber größtenteils noch nicht strategisch integriert. Grundsätzlich will sich die Mehrheit der Unternehmen künftig deutlich stärker auch in der Praxis mit dem Thema befassen. Denn derzeit kommen Impulse noch vielfach vor allem aus dem externen Umfeld der Unternehmen. Auch in puncto Datenerhebung und -auswertung ist noch Luft nach oben – vor allem beim Umgang mit Big Data.

Erkenntnisse

Die Studie bestätigt zunächst die Vermutung, dass Industrie 4.0 ein aktuelles Thema ist – gleichwohl wird es von den Befragten noch nicht als wirklich dringend angesehen; die Bewertung als ein mögliches Zukunftsthema mit noch nicht unmittelbarer Bedeutung überwiegt. Hierzu passt auch die Einschätzung, dass vor allem technologische Veränderungen und Kundenbedürfnisse Neues anstoßen – über die gesamte Studie hinweg entsteht der Eindruck eines eher passiv-reaktiven Vorgehens. Der Schwerpunkt der Industrie-4.0-Bemühungen liegt momentan auch weniger auf Geschäftsmodellinnovationen als auf kleineren, weniger radikalen Prozessmodifikationen und -optimierungen.

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Forschungsmethoden

Anwendungsorientierte Mittelstandsdefinition:

Aus Forschungsgesichtspunkten und aufgrund ihrer Relevanz für die anwendungsorientierte Mittelstandsforschung definiert das Europäische Kompetenzzentrum für Mittelstandsforschung (EKAM) an der Universität Bamberg eigentümergeführte Unternehmen und managementgeführte Unternehmen mit Eigentümereinfluss ab einer Umsatzgröße von etwa 50 Mio. Euro und einer Mitarbeiterzahl von bis zu 3.000 Mitarbeitern als mittelständische Unternehmen.

Fragebögen:

211 Personen nahmen per Fragebogen an der Umfrage teil. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der befragten Unternehmen lag bei 750, der durchschnittliche Umsatz bei ca. 100 Millionen Euro. 93 Prozent der Befragten waren Mitglieder der ersten oder zweiten Führungsebene ihres Unternehmens.

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