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ESG in der Immobilienwirtschaft

In der Real Estate Branche wird ESG zunehmend wichtiger

Environmental, Social & Governance (ESG) und nachhaltiges Investieren stehen weit oben auf der Agenda der Immobilienbranche. Die Auswirkungen auf die Immobilienakteure sind erheblich und reichen von regulatorischen und rechtlichen Themen bis hin zur strategischen Planung und Unternehmenssteuerung.

ESG Real Estate Insights 2022

ESG hat eine Schlüsselrolle in der strategischen Ausrichtung von Unternehmen eingenommen. Um erfolgreich zu bleiben, müssen ESG-Faktoren in die strategische Entscheidungsfindung, die Unternehmenssteuerung, den Investmentprozess, das Reporting sowie in (handels-) rechtliche und steuerliche Entscheidungen einbezogen werden. Wir von Deloitte begleiten Sie auf dem Weg der Nachhaltigkeit und beleuchten alle ESG-Aspekte in der Real Estate Branche, die heute und in Zukunft eine Rolle für ihr Unternehmen und ihre Stakeholder spielen werden.

Die jährlich erscheinende Serie "ESG Real Estate Insights" mit Beiträgen von europäischen Deloitte-Mitgliedsunternehmen, unterstützt von einem
weltweiten Netzwerk von Immobilien- und Nachhaltigkeitsexperten, bietet Ihnen eine diversifizierte und umfassende Sichtweise auf das Thema ESG in der Immobilienbranche.

#1 Die Notwendigkeit zur Einhaltung von ESG-Zielen in der Immobilienbranche

ESG-Regulierungen wie SFDR und die EU-Taxonomy-Verordnung haben in den letzten Jahren die Immobilienbranche geprägt, sagt unser ESG Spezialist aus Luxemburg, Dario Zambotti.

Mit Blick auf die Zukunft sehen wir, dass sich diese Entwicklung fortsetzen wird: Ein Jahr nach Inkrafttreten der SFDR ist die Klassifizierung von Immobilienfonds auf der Grundlage ihrer ESG-Merkmale und Ziele (Artikel 8, Artikel 9-Fonds) eine Herausforderung, der sich die Branche heute stellen muss. Weitere Herausforderungen sind die Umsetzung der Offenlegungsanforderungen
für SFDR und der EU-Taxonomie sowie die Datenverwaltung und -nutzung.

Eines ist klar: Alles was heute angegangen wird, ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur ESG-Transformation.

#2 Die einheitliche Anwendung der Anforderung der EU Taxonomie ist gefragt

Jetzt, da die großen Immobiliengesellschaften ihre nicht-finanziellen Erklärungen, auf Basis der Berichterstattung nach der EU-Taxonomie, veröffentlicht haben, verlagert sich der Schwerpunkt auf  die einheitliche Anwendung der Anforderungen der Regeln der EU-Taxonomy.

In diesem Artikel geben wir einen Überblick über die wichtigsten Herausforderungen, denen sich die Immobilienbranche stellen muss, um sich auf ein einheitliches EU Taxonomie Reporting in den kommenden Jahren vorzubereiten. Dazu gehören eine Risikoanalyse, eine Überprüfung der IT-Tools und der Auswirkungen der Verordnung auf die Strategien von Asset Manager und Projektentwicklern.

#3 ESG: Die Zeit der Bewerter ist gekommen

Es ist eine aufregende Zeit für Immobilienbewerter. Die fortschreitende Entwicklung der ESG-Agenda hat zunehmend direkte Auswirkungen auf die traditionelle Rolle des Immobilienbewerters. Da sich die Vorschriften und Gesetze in allen Ländern weiterentwickeln, um verbesserte ESG-Standards und höhere Erwartungen in Bezug auf eine transparente Berichterstattung über die Ertragskraft und Risikoposition einer Immobilie zu erhalten, steigt auch die Bedeutung des Bewerters im ESG Kontext. Die kürzlich veröffentlichte „RICS Valuation Guidance Note addressing Sustainability and ESG“ gibt den Immobilienwerten nun Handlungs-empfehlungen, um ESG-orientierte Entscheidungen im Rahmen der Bewertung von Immobilen zu unterstützen.

#4 Effektives ESG-Datenmanagement im Rahmen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD)

Ein effektives ESG-Datenmanagement ist für die Einhaltung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) essentiell. In diesem Artikel werden drei wichtige Aspekte für die Entwicklung eines ESG-Datenmanagements zur Erstellung eines ESG-Berichts nach den CSDR-Anforderungen dargestellt. 

#5 Science Based Targets initiative (SBTi): Dekarbonisierung von Immobilien im Einklang mit der Klimawissenschaft

Immer mehr Unternehmen machen sich Gedanken darüber, wie sich ihre Büros, Lager und anderen Räumlichkeiten auf die Umwelt auswirken - daher verlangen sie immer häufiger, dass ihre Gebäude einen minimalen oder gar keinen Kohlenstoff-Fußabdruck haben. Dieser Trend in Verbindung mit der Forderung von Interessengruppen, sich mit Umweltfragen zu befassen, und dem beträchtlichen Risiko physischer Schäden, die durch den Klimawandel verursacht werden, übt Druck auf Immobilienunternehmen aus, ihre Unternehmungen zu dekarbonisieren. Infolgedessen wächst das Interesse der Immobilienbranche an wissenschaftsbasierten Zielen rapide: In den letzten zwei Jahren hat sich die Zahl der Unternehmen, die sich an der SBTi beteiligen, fast vervierfacht. Dafür gibt es gute Gründe - der Beitritt zur SBTi und die aktive Arbeit an der Erreichung von Dekarbonisierungszielen macht die Zukunft des Unternehmens solider und sicherer, sowohl durch die Erfüllung der Erwartungen der Kunden als auch durch die Eindämmung des Klimawandels und seiner Auswirkungen.

#6 Carbon Accounting

Auf dem Weg zur Klimaneutralität ist der Carbon Footprint eines der wichtigsten Handlungsfelder der Immobilienbranche.

Unser ESG-Spezialist Agustín Manzano erläutert die wichtigsten Schritte auf dem Weg der Transformation zu einer Net-Zero Wirtschaft. Jetzt ist für die Immobilienbranche die Zeit gekommen, Carbon Accounting im Unternehmen zu etablieren.

#7 Digital ESG Assessment Tool for Real Estate

Zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens und der Reduktion der Emissionen im Immobiliensektor ist eine gezielte Berücksichtigung von ESG-Kriterien für Projektentwicklungen sowie in der Portfolio- und Bestandssteuerung unerlässlich. Der erste Schritt dahin beinhaltet die Schaffung von Transparenz bezüglich der Verbrauchsdaten des Immobilienbestandes bzw. der geplanten Immobilienprojekte sowie eine Analyse und Bewertung im Hinblick auf die Konformität mit regulatorischen Anforderungen (z.B. EU-Taxonomie, CSRD etc.), unternehmensintern definierten ESG-Zielen und weiteren ESG-Kriterien. Wir unterstützen Sie dabei mit unserem Digital ESG Assessment for Real Estate und begleiten Sie auf dem Weg zur Ableitung und Umsetzung konkreter Maßnahmen zur Reduktion des Carbon Footprint Ihrer Immobilien.

 

Die ESG Real Estate Insights bieten Ihnen eine umfassende und informative Lektüre. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und Anregungen zu einer der dringendsten Herausforderungen der Real Estate Branche.

Lesen Sie hier die letzte Gesamtausgabe der ESG Real Estate Insights 2021

Bei Fragen zur Artikel Serie und inhaltlichen Themen richten Sie bitte eine E-mail an:

derealestate@deloitte.de

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