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Deloitte Art & Finance Report 2019

Gebremstes Wachstum am Kunstmarkt: Sammler setzen Hoffnung in neue Technologien

Deloitte und ArtTactic stellen in der diesjährigen sechsten Ausgabe des Art & Finance Reports wieder die Kunst in dem Mittelpunkt. Nach dem Hoch im Jahr 2016 und einem Wachstumskurs bis 2018, bremsen wirtschaftliche Unsicherheit und mangelnde Transparenz derzeit das Wachstum am Kunstmarkt. Trotzdem ist das Interesse an Kunst als Wertanlage hoch, vor allem neue Technologien werden als Chance für einen Aufschwung gesehen.

Die Key Findings auf einen Blick:
  • Deutliches Minus: Globale Auktionen der größten Auktionshäuser verzeichnen im Jahresvergleich –
    20,3 %
  • Fehlende Transparenz: Für 75 % der Sammler ein Thema
  • Kunst & Soziales: 65 % der Anleger wollen Investitionen in Kunst mit Wohltätigkeit verbinden
  • Technologie als Chance: Sammler glauben an mehr Transparenz und Wachstum am Kunstmarkt durch technische Entwicklungen

Kunst, Wachstum und Transparenz

Kunst ist nach wie vor eine beliebte Anlageform, allerdings ist das Wachstum aufgrund globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten gebremst – zu diesem Schluss kommt der aktuelle Art & Finance Report. Die drei größten Auktionshäuser Christie’s, Sotheby’s und Philips mussten beispielsweise im ersten Halbjahr 2019 ein Minus in Höhe von 20,3 % im Jahresvergleich in Kauf nehmen. Auch mangelnde Transparenz wird von 75 % der befragten Sammler beanstandet. Neue Regelwerke, wie die EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Geldwäsche, können hier die Situation positiv beeinflussen, sofern es nicht zu einer Überregulierung kommt.

Kunstkauf als sozialer Beitrag

Gemäß Bericht wird die Investition in Kunst immer häufiger von dem Wunsch begleitet, einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten. 65 % der befragten Sammler geben an, dass Vermögensberater größeren Wert auf Anlagen legen sollten, die Kunst mit einem sozialen Aspekt verbinden.

„Das zunehmende Bewusstsein für Nachhaltigkeit macht auch vor dem Kunstbereich nicht Halt. Nachhaltige Investitionen müssen gesellschaftliche und ökologische Aspekte berücksichtigen. Hier schlummert viel Potenzial, das mit neuen Investitionsprodukten gehoben werden kann."
Gernot Schuster, Partner Deloitte Österreich

Aufschwung durch Technologie

Die befragten Sammler zeigen sich ob der Möglichkeiten, die sich durch neue Technologien bieten, optimistisch und sehen in ihnen eine Chance für mehr Transparenz und Wachstum. 84 % der Kunstsammler glauben, dass neue Entwicklungen, wie beispielsweise Blockchain, die Nachverfolgbarkeit und Echtheit von Kunstwerken in Zukunft positiv beeinflussen und zu einem Aufschwung führen können. Die Branche muss entsprechend auf die aktuelle Lage reagieren und das Potenzial, das im Bereich der Technologie identifiziert wird, für sich nutzen.

Art & Finance Report zum Nachlesen

Die Studien aus den Jahren 2016 und 2017 zum Nachlesen hier zum Download:

Art & Finance Report 2016

Art & Finance Report 2017

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