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M&A-Studie von Deloitte & der Universität St. Gallen

Die volle Ausschöpfung des M&A-Potenzials – Wie man zu einem Meister der Wertschöpfung wird

Unser zweites M&A-Researchprojekt in Zusammenarbeit mit der Universität St. Gallen untersucht, wie Schweizer Dealmaker durch Fusionen Wert schöpfen.

Über einen Zeitraum von fünf Monaten wurden im Rahmen von Interviews mit -Aufsichtsräten, CFOs, M&A-Experten und Integrationsverantwortlichen in mehr als 40 Schweizer Unternehmen Daten über historische Transaktionen und über Ansätze in Bezug auf Synergien und Wertschöpfung erhoben.

Die Studie macht deutlich, welche Faktoren für Erfolg ausschlaggebend sind und wie man ein Meister der Wertschöpfung werden kann.

Zweite Ausgabe der von M&A-Studie Deloitte

Praktische Tipps von Meistern der Wertschöpfung:

1. In Bezug auf Kostensynergien gilt es, umfassend zu agieren, jedoch Wert zu priorisieren. Alle Kriterien müssen im Zusammenhang mit Kostensynergien betrachtet werden. Allerdings sollten die Synergien in den viel versprechendsten Bereichen zuerst genutzt werden.

2. Das Beschaffungswesen darf nie aus den Augen verloren werden, um Wert zu schöpfen. Meister der Wertschöpfung erkennen die Wichtigkeit der Ausgaben im Rahmen der Auftragsvergabe für die Wertsteigerung. Die Auftragsvergabe beinhaltet ein signifikantes Wertpotenzial, das rasch ausgeschöpft werden kann.

3. Über Cross-Selling hinausgehen, um das gesamte Umsatzsynergiepotenzial auszuloten. Es liegt nahe, dass Cross-Selling Umsatzsynergien beschert. Allerdings werden dabei oft Preisgestaltungsmöglichkeiten und neue Chancen übersehen und unterschätzt.

4. Umsatzsynergien detailliert quantifizieren, um sie plausibel und praktikabel vor Augen zu führen. Unternehmen, die Umsatzsynergien quantifizieren, haben eine echte Chance, sie zu erzielen.

5. Richtungsweisende Ziele früh festlegen und ggf. neu anpassen. Es ist schwierig, schon früh korrekte Beurteilungen zu machen. Ziele müssen ggf. neu angepasst werden. Schieben Sie Verfehlungen nicht auf eine «geänderte Strategie» oder eine «schlechte Ausführung».

6. Planen Sie wie ein Meister. Gute Ausführung beginnt mit solider Planung. Granularität bei der Planung, Ambition und Engagement sind wichtig.

7. Rückverfolgung von Ergebnissen. Dabei handelt es sich um eine kritische Herausforderung, um die man für eine erfolgreiche Ergebniserzielung jedoch nicht umhin kommt. Organisationen und Unternehmen liefern Ergebnisse, die auf Leistungskennzahlen beruhen und so zurückverfolgt werden können.

8. Aus einer disziplinierten Umsetzung Nutzen ziehen. Ein disziplinierter Fokus auf die Umsetzung zur Erreichung von Synergiezielen macht einen großen Unterschied.

Wertschöpfung aus M&A: Kostensynergien

Wertschöpfung aus M&A: Umsatzsynergien

Fazit

Die erfolgreiche Wertschöpfung aus einer Übernahme bleibt für Unternehmen eine Herausforderung. Einige Unternehmen haben aber verstanden, worauf es ankommt, um ein Meister der Wertschöpfung zu werden.

Es kommt darauf an, Synergieinitiativen zu verfolgen, Kosten- und Ertragssynergien parallel zu betreiben und die operativen Prämissen mit den Auswirkungen auf die Erfolgsrechnung zu verknüpfen sowie früh mit den verfügbaren Daten zu planen.

Über die gemeinsame Studie von Deloitte Schweiz und der Universität von St. Gallen

Der Bericht von Deloitte «Die volle Ausschöpfung des M&A-Potenzials» untersucht M&A-Transaktionen unter Berücksichtigung folgender Kriterien: Der Käufer ist ein Unternehmen mit Sitz in der Schweiz; die Transaktionen überschreiten den Wert von CHF 100 Millionen, und die Transaktionen wurden in den letzten fünf Jahren abgeschlossen.

Vorherige Ausgabe

Serial acquirers
Getting your ducks in a row

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