Schweizer KMU

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Deloitte Studie 2020 über die M&A Aktivitäten der Schweizer KMU

Umschwung im aufsteigenden Zyklus

Die M&A Aktivitäten der Schweizer KMU gehen im Jahr 2019 mit einer Trendwende eines lange aufsteigenden Zyklus einher. Ferner dürfte die aktuelle COVID-19-Krise das Transaktionsvolumen 2020 wesentlich reduzieren.

Die M&A Aktivitäten in der Schweiz wurden hauptsächlich von KMU und Private-Equity-Fonds («PE») getragen. Die Anzahl der Transaktionen ging im Vergleich zu 2018 jedoch zurück (-3,4%), und 2019 war, insbesondere durch einen starken Rückgang der inländischen Akquisitionen (-16%), durch einen Rekord des Inbound-Geschäfts sowie eine Stabilisierung des Outbound-Geschäfts gekennzeichnet. Aufgrund der COVID-19-Pandemie erwarten die Schweizer CFOs mehrheitlich einen deutlichen Rückgang der Wirtschaftstätigkeit, mit einer Rezession in der Schweiz, den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich und der Eurozone.

In diesem besonderen Zusammenhang, der sich nun neben latenten internationalen Spannungen manifestiert, dürfte das M&A-Geschäft 2020 einen spürbaren Rückgang erleiden.

Deloitte Studie 2020 über die M&A Aktivitäten der Schweizer KMU

Schwerpunkte der Studie

Aussichten

Die Expertengruppe des Bundes für Konjunkturprognosen erwartet, dass die Schweiz 2020 mit einem Rückgang von -1,3% des BIP in eine Rezession fallen wird. Als Gründe werden die Verbreitung von COVID-19 und die vorübergehende Stilllegung bestimmter Wirtschaftsbereiche gennant. Die aufgrund der Produktionsstopps und Beförderungsprobleme torpedierten Lieferketten, die begrenzte Mobilität von Personen und die unmittelbaren gesundheitlichen Auswirkungen stellen grosse Herausforderungen für 2020 dar. Sollte es zu einer Stabilisierung der epidemiologischen Lage kommen, könnte sich die Konjunktur ab dem zweiten Halbjahr schrittweise erholen.

Die M&A-Aktivitäten könnten jedoch 2020 infolge der Ausbreitung von COVID-19 und der damit verbundenen Gefährdung der Weltwirtschaft in Mitleidenschaft gezogen werden. Nach einer Normalisierung in 2019 unterliegt der Schweizer und weltweite M&A-Markt in 2020 somit den COVID-19 verbundenen Rezessionsrisiken. Die laufenden Verkaufsprozesse könnten vorübergehend eingestellt oder auf einen späteren Zeitpunkt in diesem Jahr verschoben werden. Der Grund hierfür: Die reduzierte Performance der Unternehmen zu Jahresbeginn sowie die Aktienmärkte, die sich im freien Fall befinden, wodurch sich die Unternehmensbewertungen mindern. Die Unsicherheit in Bezug auf das Timing eines Neustarts nach COVID-19 sowie das Ausmass und die Geschwindigkeit des Neustarts dürfte ebenfalls auf den Unternehmensbewertungen lasten, deren Perspektiven für weite Teile des Jahres 2020 ungewiss sein werden.

Über den Deloitte-Bericht zu den Schweizer KMU

Der Bericht von Deloitte «Deloitte Studie 2020 über die M&A Aktivitäten der Schweizer KMU», untersucht Fusions- und Akquisitions -Transaktionen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Um der Definition als KMU bei Deloitte zu entsprechen, müssen die Unternehmen drei Hauptkriterien erfüllen: Ein Umsatz von mehr als zehn Millionen Schweizer Franken, weniger als 250 Mitarbeitende und ein Börsenwert zwischen fünf und 500 Millionen Schweizer Franken. Die aktuelle Ausgabe bezieht sich auf den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019.

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