Perspektiven

2016 Mobile industry impact report

Zielvorgaben für nachhaltige Entwicklung

Dieser Bericht ist der erste seiner Art und bietet wichtige Einblicke in die transformative Wirkung der Mobilfunkindustrie auf Einzelne, Gesellschaften und Volkswirtschaften.

Zielvorgaben für nachhaltige Entwicklung fördern

Die GSMA veröffentlichte kürzlich den „2016 Mobile Industry Impact Report: Sustainable Development Goals“.

Der Bericht wurde von Deloitte im Auftrag der GSMA (eine Industrievereinigung, die die Interessen von Mobilfunkanbieten weltweit vertritt) verfasst. Er bietet wesentliche Erkenntnisse über die transformative Wirkung der Mobilfunkindustrie auf Einzelne, Gesellschaften und Volkswirtschaften weltweit – sowohl in Schwellen- als auch Industrieländern.

Der Bericht wurde im September 2016 auf dem Private Sector Forum der Vereinten Nationen vorgestellt. Er präsentiert eine allgemeine, messbare Methode, die die Aktivitäten der Branche mit ihren Auswirkungen auf die Zielvorgaben für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) in Verbindung bringt und Fortschritt ermöglicht. Gleichzeitig dient der Bericht als Grundlage für branchenspezifische Entscheidungen, die auf Strategien, Planung und Investitionen abzielen.

Auswirkungen der Mobilfunkindustrie auf die Zielvorgaben für nachhaltige Entwicklung

Der Bericht zeigt, dass die Mobilfunkbranche alle 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung mitprägt. Den grössten Einfluss hat sie auf Zielvorgabe 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur), Zielvorgabe 1 (Keine Armut), Zielvorgabe 4 (Hochwertige Bildung) und Zielvorgabe 13 (Massnahmen zum Klimaschutz). Mobilfunkbetreiber und -anbieter vernetzen gemeinsam nahezu 4,8 Milliarden Menschen weltweit und bieten bereits ein breites Spektrum an Programmen und Initiativen, die zum Erreichen dieser Ziele beitragen:

  • Zielvorgabe 1 (Keine Armut) – Über 400 Millionen Menschen in über 90 Ländern haben heute über ihr Telefon Zugang zu Finanzdienstleistungen. Die Mobilfunkbranche setzt sich dafür ein, weiterhin neue mobile Zahlungsdienste zu entwickeln und Auslandsüberweisungen für Kunden in Schwellenländern zu ermöglichen, wo sie am dringendsten gebraucht werden.
  • Zielvorgabe 5 (Gleichberechtigung der Geschlechter) – Die Mobilfunkbranche setzt sich dafür ein, Frauen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen auf der ganzen Welt verstärkten Zugang und häufigere Nutzung von Mobilfunkdiensten zu ermöglichen. Seit der Lancierung im Februar sind 18 Anbieter mit über 90 Millionen Kunden der „Connected Women Commitment Initiative“ beigetreten, um die Lücke zwischen den Geschlechtern bei der Nutzung des mobilen Internets und mobiler Finanzdienstleistungen zu schliessen.
  • Zielvorgabe 8 (Gute Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum) – Die Mobilfunkindustrie trägt entscheidend zur Weltwirtschaft bei. Das mobile Ökosystem leistete 2015 einen Beitrag zur Weltwirtschaft in Höhe von USD 3,1 Billionen, was 4,2 Prozent des BIP entspricht – eine Zahl, die bis 2020 auf voraussichtlich USD 3,7 Billionen ansteigen soll. Die Industrie unterstützte 2015 direkt und indirekt 32 Millionen Arbeitsplätze und liess in Form von verschiedenen Steuern USD 430 Milliarden in öffentliche Kassen fliessen.
  • Zielvorgabe 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden) – Die Mobilfunkindustrie hat sich verpflichtet, Technologie und Fachwissen zu nutzen, um die Kommunikation bei Katastrophen und humanitären Krisen zu gewährleisten. Die „Humanitarian Connectivity Charter“ der GSMA wird von der OCHA der Vereinten Nationen unterstützt und umfasst 103 Mobilfunkbetreiber in 76 Ländern, die sich verpflichtet haben, in Krisenzeiten die Netzwerkstabilität sicherzustellen und Nutzer zu unterstützen.
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