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Finanzhilfen – Förderinstrumente bei kurzfristigem Liquiditätsbedarf 

Proaktiv auf die aktuellen Entwicklungen reagieren

Die Bundesregierung und die einzelnen Bundesländer haben in den vergangenen Wochen eine Vielzahl von Hilfspaketen zur Bekämpfung von Liquiditätsengpässen bei Unternehmen ausgearbeitet. Die dafür vorgesehenen Programme umfassen insbesondere von der KfW bereitgestellte Förderkredite. Darüber hinaus stehen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie Selbstständigen auch Förderkredite und Zuschüsse der Förderbanken der Bundesländer zur Verfügung.

Förderkredite

Im Zuge der aktuellen Krise wurden zum einen bereits bestehende Förderprogramme der KfW ausgeweitet (Erhöhung der Kreditbeträge) und für einen größeren Kreis von Unternehmen geöffnet (Umsatzgrenzen aufgehoben) und zum anderen neue, gezielt auf die derzeitigen Liquiditätsengpässe angepasste Förderprogramme aufgesetzt. Die Förderkredite können weiterhin nicht direkt bei der KfW, sondern müssen wie bisher über die Hausbank (Finanzierungspartner) beantragt werden. Die Programme stehen nur denjenigen Unternehmen zur Verfügung, die bis zum 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten waren.

Um eine zeitnahe Auszahlung zu gewährleisten, werden Kredite bis zu 3 Millionen Euro ohne Risikoprüfung der KfW (Risikoprüfung alleine durch die Hausbank) und Kredite in Höhe von 3 bis 10 Millionen Euro im „Fast-Track-Verfahren“ innerhalb weniger Tage bewilligt und ausgezahlt. 

KfW-Unternehmerkredit / ERP-Gründerkredit Universell

  • Die Programme richten sich an Unternehmen und Freiberufler, die seit mindestens 5 Jahren am Markt aktiv sind (KfW-Unternehmerkredit) bzw. weniger als 5 Jahre am Markt aktiv sind (ERP-Gründerkredit Universell).
  • Je Unternehmensgruppe werden Kredite für Investitionen und Betriebsmittel bis zu 100 Millionen Euro gewährt.
  • Die Haftungsfreistellung wird für kleine und mittlere Unternehmen auf 90% sowie für große Unternehmen auf 80% erhöht.
Vorgehensweise bei der Antragstellung für KfW-Kredite

KfW-Schnellkredit 2020

  • Kredit für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern. 
  • Kreditbetrag beträgt maximal 25% des Jahresumsatzes 2019 bis zu einem Höchstbetrag von 500.000 Euro (bei 10–50 Mitarbeitern) bzw. 800.000 Euro (bei mehr als 50 Mitarbeitern).
  • Haftungsfreistellung von 100% durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes.

Förderkredite der Länder für Gründer, KMU und Freiberufler

  • Generell können Förderkredite für Gründer, KMU und Freiberufler auch über die Förderbanken der Bundesländer in Anspruch genommen werden. 
  • Deren Förderschwerpunkt liegt i.d.R. auf Unternehmen, die im Bundesland der jeweiligen Förderbank ansässig sind.

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Unser Experten Team