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Für die Automobilbranche drängt die Zeit

Sonderveröffentlichung in der Automobilwoche

Elektrifizierung, autonomes Fahren, verändertes Mobilitätsverhalten und neue Geschäftsmodelle der Plattformökonomie werden umwälzende Veränderungen in der Automobilindustrie bringen. Zulieferer und Automobilhersteller müssen jetzt handeln, um sich neu aufzustellen.

Automobilbranche 2025: Transformation erfolgreich gestalten

Im vergangenen Jahr hat Deloitte mit den Studien zur „Future of the Automotive Value Chain 2025“ die wahrscheinlichsten Entwicklungen sowohl aus Sicht der Hersteller als auch der Zulieferer untersucht. E-Mobilität und autonomes Fahren bedeuten für Autobauer und Zulieferer zwar neue Chancen, aber auch eine erhebliche Umstellung und fordern eine Anpassung von Geschäftsmodellen und Organisation.

Zulieferern stehen nur zwei erfolgversprechende Wege offen: die proaktive Konsolidierung in schrumpfenden Feldern und der Eintritt in neue Geschäftsfelder beziehungsweise deren massiver Ausbau. Die zunehmenden Übernahmeaktivitäten in der Automobilindustrie belegen, dass dieser Zug bereits Fahrt aufnimmt. Für die Automobilhersteller bedeutet das neben neuen Technologien, neuen Geschäftsmodellen und Wettbewerbern auch eine veränderte Zuliefererlandschaft.

Wie die Branche künftig aussehen dürfte und die Unternehmensbereiche sich in diesem neuen Umfeld aufstellen sollten, beschreiben Praktiker aus den verschiedenen Deloitte-Bereichen in der Sonderbeilage der Automobilwoche.

Die komplette Sonderveröffentlichung finden Sie nebenstehend zum Download.

In der Sonderbeilage der Automobilwoche werden die folgenden Veränderungen und Herausforderungen diskutiert:

  • Für die Branche drängt die Zeit
    Der Markt für viele Komponenten wird einbrechen. Zulieferer müssen sich zwischen proaktiver Konsolidierung oder dem Einstieg in neue Geschäftsfelder entscheiden.
  • Vernetzung verspricht einen Milliardenmarkt
    Das Geschäft mit Onlinediensten rund ums Fahrzeug beginnt gerade erst, sich zu entwickeln. Jetzt gilt es, sie zu bündeln und zu monetarisieren. Hersteller sollten die eigenen Stärken ausspielen und sich für andere Bereiche Partner suchen.
  • Agile Organisation statt starrer Strukturen
    Um digitale Geschäftsmodelle erfolgreich umzusetzen, müssen Unternehmen deutlich flexibler und schneller handeln als bisher. Das erfordert organisatorische Veränderungen in verschiedenen Dimensionen. Acht Prinzipien unterstützen beim Umbau.
  • Stürmische Zeiten für Automobilzulieferer
    Märkte für viele Komponenten dürften drastisch einbrechen – andere um den Faktor 15 zulegen. Mithilfe eines ausgefeilten Simulationsmodells können Lieferanten individuell ermitteln, welcher Weg für sie den größten Erfolg verspricht.
  • Zukunft gestalten in disruptiven Märkten
    Zulieferer müssen zügig entscheiden, welche Richtung sie einschlagen wollen. Bei der Umsetzung des Transformationsprozesses spielt die Reihenfolge der Veränderungsschritte eine wichtige Rolle.
  • Captives am Scheideweg
    Finanzdienstleister der Hersteller brillieren bislang als Cashcows. Nun müssen sie wählen: zum internen Serviceanbieter schrumpfen oder zum Mobilitätsdienstleister aufsteigen.
  • „Neue Offenheit"
    (Interview mit Kevin Valdek, CTO, High Mobility)
  • Die Aufgaben sind zu groß für Einzelkämpfer 
    Wichtige technologische Trends gehen mit hohen Kosten und Risiken einher. Entwicklungskooperationen auch mit Wettbewerbern verteilen die Lasten. Klassisches Kunden-Lieferanten-Denken muss dafür überwunden werden.
  • Der Einkauf muss digital denken
    Neue Beauftragungsformen verändern das Geschäft mit den Zulieferern. Pay-per-Use, Risk-Sharing oder agile Festpreise sollten zum Standard-Handwerkszeug gehören.
  • Planen mit künstlicher Intelligenz
    Steigende Produkt- und Marktkomplexität: Automobilhersteller optimieren ihre Logistik-, Produktions- und Cashflow-Planungen mit neuen Machine-Learning-Verfahren.
  • „Wandel ist Chefsache“
    (Interview mit Andy Goldstein, CEO, Digital Ventures)
  • Datensicherheit bringt Wettbewerbsvorteil
    Softwarequalität und Cyber-Security-Vorkehrungen werden für Kunden zum Kaufkriterium. Entscheiden sich die Automobilhersteller für Offenheit und Transparenz beim Umgang mit Nutzerdaten, können sie damit am Markt punkten.
  • Zielkostenmanagement 4.0
    Wie die Entwicklung muss auch das Target Costing agile Prozesse einsetzen. Steigende Softwareanteile erfordern eine hohe Flexibilität. Zu detaillierte Vorgaben sind oft hinderlich.
  • „Wandel bietet große Wachstumschancen“
    (Interview mit Ulf von Haacke, Partner, 3i)