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Power Market 2025

Niedrigpreise verändern Energiemarkt

Versorger brauchen dezentrale und smarte Lösungen.

Kaum eine Branche muss sich in den nächsten zehn Jahren so stark verändern wie die Energiewirtschaft. Mittelfristig sinken die Großhandelspreise für Strom auf unter 30 Euro je Megawattstunde. Gleichzeitig steigt bis 2025 der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromgewinnung auf 40 bis 50 Prozent. Die Profitabilität der Versorger stabilisiert sich lediglich auf niedrigem Niveau. Eine grundlegende Besserung ist nicht in Sicht und benötigte Investitionen in Anlagen, Infrastruktur und neue Geschäftsmodelle werden erschwert. 

Die komplette Studie finden Sie nebenstehend zum Download.

Power Market 2025 Studie

Kernergebnisse

  • Überkapazitäten und Versorgungswege
    Trotz Stilllegung von Kernkraft- und Kohlekraftwerken führen Überkapazitäten zu weiter sinkenden Preisen. Gleichzeitig gibt es bei der Stromherstellung aus erneuerbaren Energien große regionale Ungleichgewichte: Im Norden erzeugen beispielsweise Windparks große Mengen, die Nachfrage ist dort aber geringer als im industrialisierten Süden. Zudem hat die dezentrale Stromgewinnung etwa durch Photovoltaikanlagen in den letzten 15 Jahren deutlich zugenommen – von 17 auf 148 Gigawattstunden. Um die künftige Versorgung sicherzustellen, müssen 2.650 km neue Stromtrassen errichtet sowie 2.800 km bestehende erneuert werden.
  • Bedarf steuern
    Der Ausbalancierung von Nachfrage und Angebot kommt in der Energiewende eine völlig neue Bedeutung zu. Spitzenlasten lassen sich nicht mehr kurzfristig durch Kohlekraftwerke ausgleichen. Aufgrund der Preisentwicklung ist für diese Fälle der effiziente Betrieb von Gaskraftwerken zudem nur wenig wirtschaftlich. Die Bedarfsspitzen liegen dabei zwischen 1,5 und 3,5 Gigawatt und können nur durch ein intelligentes Demand-Response-Management abgedeckt werden. Dafür sind neue Geschäftsmodelle erforderlich, die etwa über flexible Tarife die industrielle und private Nachfrage lenken. In verbrauchsarmen Zeiten können Konsumenten und Unternehmen durch veränderte Nutzungsrhythmen von niedrigeren Preisen profitieren – dies erfordert aber intelligente Systeme, die noch nicht durchgängig im Einsatz sind.
  • Digitalisierung vorantreiben
    Um die Herausforderungen der Energiewende und sich verändernder Abnehmerbedürfnisse zu lösen, müssen sich die Erzeuger zu Lösungsanbietern wandeln. Die Basis dafür legen eine durchgängige Digitalisierung aller Geschäftsbereiche sowie Serviceerweiterungen. Bei dezentralen Kleinerzeugern können sich Versorger als Partner beispielsweise für Wartung und Vertrieb positionieren. Über ihre IT-Systeme lassen sich Mikro-Kraftwerke zusammenschließen sowie nach Nachfrage und Angebot steuern. Smart-Meter-Lösungen für Industrie und Privathaushalte liefern dafür die erforderlichen Verbrauchsdaten in Echtzeit. Gleichzeitig bieten sie für die Erzeuger den Einstieg in den Smart-Home- und Smart-Factory-Markt.
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