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Rückbau von Kohlekraftwerken gewinnt an Dynamik

Nach dem Beschluss zum Ausstieg aus der Kernenergie sind nun auch Kohlekraftwerke in den Fokus der Energiewende gerückt. Der im Januar 2019 veröffentlichte Abschlussbericht der Kohlekommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ zeigt nach intensivem Ringen Empfehlungen auf, wie das Ende der Kohleverstromung bis Ende 2038 gelingen kann. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie der Rückbau von Kohlekraftwerken gelingen kann.

Rückbau von Kohlekraftwerken: Die Auswirkungen

Derzeit werden in Deutschland über 140 Kohlekraftwerke mit einer Gesamtleistung von über 48 GW betrieben. Allein im Braunkohlesektor – Abbau und Verstromung – sind ca. 70.000 Mitarbeiter beschäftigt, nicht selten in eher strukturschwächeren Regionen. Jedoch gab es durchaus vor dem Abschluss der Kommission bereits Planungen, Kraftwerke aus Kostengesichtspunkten stillzulegen – ca. 3,5 GW elektrischer Netto-Nennleistung für den Zeitraum 2018 bis 2021. Diese Planungen berücksichtigen altersbedingt erhöhte Instandhaltungs- und Modernisierungskosten der Anlage sowie reduzierte Einsatzzeiten am Strommarkt, aufgrund der zunehmenden Einspeisung günstigerer Erneuerbarer Energien.

Die Anzahl der rückzubauenden Anlagen bis 2038 (im Durchschnitt sieben Kraftwerke pro Jahr) ist erheblich. Das gilt sowohl für die Auswirkungen auf den Strommarkt bzw. das Stromnetz (ca. 2,5 GW Kraftwerkskapazität pro Jahr entfällt) als auch auf den Personalbestand bzw. die Ergebnisse der Energieversorgungsunternehmen.

Der Rückbau von Kohlekraftwerken mag sich in den meisten Fällen einfacher gestalten als bei Kernkraftwerken. Dennoch: Die teilweise komplexen und kostenintensiven Projektphasen müssen effizient geplant, gesteuert und umgesetzt werden.

Whitepaper zum Rückbau von Kohlekraftwerken

Die Kosten des geplanten Rückbaus hängen wesentlich von verschiedenen Faktoren ab. Ein Auszug:

  • Anlagengröße
  • statische Besonderheiten
  • mögliche Asbestsanierungen
  • Das Anfallen unterschiedlichster Materialien: Diese müssen separiert, aufbereitet, deklariert sowie entsorgt bzw. der Wiederverwertung zugeführt werden.

Für einen reibungslosen und effizienten Ablauf beim Rückbau von Kohlekraftwerken ist eine vorausschauende Projektplanung und -durchführung von zentraler Bedeutung. Auch die Ausgestaltung einer entsprechenden Baustellen-/ Entsorgungslogistik inklusive eines strikten Arbeitssicherheitsmanagements muss berücksichtigt werden. In unserer Studie geben wir Ihnen einen detaillierten Überblick.

 

So unterstützen wir Sie als Betreiber beim Rückbau von Kohlekraftwerken

Die aufgeführten Handlungsfelder zeigen: Betreiber von Kohlekraftwerken müssen ihre Betriebsorganisation rechtzeitig in eine Rückbauorganisation überführen und entsprechende Maßnahmen frühzeitig einleiten. Dabei müssen technische und rechtliche Herausforderungen des Rückbaus genauso gemeistert werden, wie der Aufbau und die Umsetzung eines übergreifenden, effizienten Projektmanagements mit entsprechender Kosten- /Leistungssteuerung.

Ihre Vorteile bei Deloitte:

  • Ein Team mit über 10 Jahren Erfahrung im Rückbau von Großkraftwerken und zahlreichen erfolgreichen Projekten
  • Interdisziplinäres Know-how mit ingenieurs- und wirtschaftswissenschaftlichem Hintergrund
  • Umfassende Methodenkompetenzen für Aufgabenstellungen mit hohen technischen, regulatorischen und wirtschaftlichen Anforderungen