Working Capital Entwicklung

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Working Capital

Flüssige Mittel und gebundenes Kapital

Trotz wirtschaftlich zunehmend schwierigerer Rahmenbedingungen bestehen aktuell weiterhin gute Refinanzierungsmöglichkeiten. Daher mag aus Sicht der Unternehmen eine untergeordnete Priorisierung des Working Capital Managements nachvollziehbar sein. Jedoch ist es gerade jetzt an der Zeit, Vorkehrungen für einen etwaigen wirtschaftlichen Abschwung zu treffen. Häufig fehlt Unternehmen aber eine detaillierte Einsicht in die Struktur des eigenen Working Capitals und welche relevanten Hebel für eine Optimierung sie ansetzen können. Moderne Data-Analytics-Werkzeuge können Unternehmen in die Lage versetzten, genau diese Hebel zu identifizieren. Damit schaffen sie die Grundlage für eine substanzielle Verbesserung des Working Capitals.

Kernergebnisse der Working Capital Studie:

  • Die Gesamtheit der in der Studie untersuchten Unternehmen muss ihr Working Capital im Durchschnitt über einen Zeitraum von knapp zwei Monaten vorfinanzieren. Dieser Zeitraum hat sich im Vergleich zum Vorjahr etwas reduziert, insgesamt weist die Entwicklung des C2C-Zyklus (Cash-to-Cash-Zyklus) im Betrachtungszeitraum seit 2010 jedoch nur geringe Veränderungen auf.
  • In allen untersuchten Branchen bestehen erhebliche Unterschiede zwischen dem minimalem und maximalem C2C-Zyklus in der jeweiligen Branche. Dies war auch in den Vorjahren festzustellen und augenscheinlich besteht somit trotz branchenspezifischer Rahmenbedingungen viel Spielraum für eine Optimierung des Working Capitals auf Ebene der einzelnen Unternehmen.
  • Dass nachhaltige Verbesserungen des Working Capitals erreicht werden können, demonstrieren auch die Unternehmen, die einen höheren Verschuldungsgrad aufweisen. Diese Unternehmen weisen im Durchschnitt einen geringeren C2C-Zyklus auf, weil sie eher für Instrumente der Liquiditätsfreisetzung sensibilisiert sind.
  • Eine Umfrage unter CFOs und Kaufmännischen Leitern zeigt unter anderem, dass eine deutliche Mehrheit der Befragten dem Working Capital Management im eigenen Unternehmen grundsätzlich einen hohen Stellenwert beimisst. In rund der Hälfte der Unternehmen wurden zuletzt auch Maßnahmen zur Working Capital Reduzierung durchgeführt, dabei konnte jedoch nur in 20% der Fälle die angestrebte Verbesserung erreicht werden.
  • Oftmals nutzen die befragten Unternehmen noch „einfache“ Tabellenkalkulation für ihr Working Capital Reporting. Bei den statischen Auswertungen dieser Tools bleiben die tatsächlichen Treiber des Working Capitals jedoch oft verborgen. Hier können Data-Analytics-Tools helfen, die mit aktiven Dashboards unkomplizierte Auswertungen mit hohem Detailgrad ermöglichen und so die Ansatzpunkte für eine substantielle und nachhaltige Verbesserung des Working Capitals liefern.

       

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Methodik der Studie

  • Den quantitativen Analysen liegen die veröffentlichten Geschäftsberichte von Unternehmen mit Sitz in Deutschland zugrunde.
  • Die Studie berücksichtigt dabei sämtliche Industriezweige mit Ausnahme der Unternehmen der Finanz- und Versicherungsindustrie sowie Immobilienunternehmen und reine Beteiligungsgesellschaften. Insgesamt wurden die Geschäftszahlen von 174 Unternehmen ausgewertet.
  • Gemessen am Umsatz, reicht die Bandbreite von 148 Mio. € bis 230 Mrd. €, es wird also das Spektrum vom größeren Mittelstand bis zum Großkonzern abgedeckt.
     

Archiv

Working-Capital-Studie 2017

Die vorliegende Studie analysiert die Entwicklung des Working Capitals von 2010 bis 2015 von 213 der größten deutschen Unternehmen. Auf den ersten Blick scheint sich im Betrachtungszeitrum der C2C-Zyklus (Cash-to-Cash-Zyklus) nur geringfügig zu verändern. Blickt man jedoch eine Ebene tiefer auf die einzelnen Firmen, sind mitunter deutliche Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr zu entdecken.

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Working-Capital-Studie 2016

Die vorliegende Studie ist die dritte Studie zur Working-Capital-Entwicklung deutscher Unternehmen. Bezogen auf die Gesamtheit der betrachteten 225 Unternehmen lässt sich in den Jahren seit 2010 insgesamt allenfalls eine leichte Veränderung der Kennzahlen beobachten. Allerdings stieg in den letzten beiden Jahren die Nettoumlaufvermögensbindung an. Bei der Mehrzahl der Unternehmen hat sich im vergangenen Jahr die Bindungsdauer des Working Capital um wenigstens einen Tag erhöht. Wobei lediglich ein Drittel der Unternehmen ihr Working Capital reduzieren konnte. 

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Working-Capital-Studie 2015

Die Working-Capital-Studie 2015 zeigte, dass sich das Verhältnis Umsatz zu Working Capital in den letzten Jahren kaum verändert hat. Die Unternehmen haben ihre Umlaufvermögensbindung seit 2010 nur vereinzelt verbessern können: Die Nettobindung in Tagen blieb auf unverändertem Niveau, Reichweite der Forderungen und Dauer der durchschnittlichen Lieferantenfinanzierung erhöhten sich.

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