Working Capital 2016

Insights

Working Capital

Flüssige Mittel und gebundenes Kapital

Deloitte betrachtet bereits zum dritten Mal die Working-Capital-Entwicklung deutscher Unternehmen. Die Bindungsdauer des Working Capital hat sich in den meisten Unternehmen um mindestens einen Tag erhöht, das Nettoumlaufvermögen ist um 5 Prozent auf 243 Mrd. Euro gewachsen.

Kernergebnisse

  • Bezogen auf die Gesamtheit der 225 betrachteten Unternehmen stieg die Nettoumlauf­vermögensbindung in den letzten beiden Jahren an.
  • Bei Betrachtung der Entwicklung auf Ebene der einzelnen Unternehmen zeigt sich, dass sich bei der Mehrzahl der Unternehmen im vergangenen Jahr die Bindungsdauer des Working Capital um wenigstens einen Tag erhöht hat.
  • Das Nettoumlaufvermögen der analysierten Unternehmen ist im vergangenen Jahr um 5 Prozent auf insgesamt 243 Mrd. EUR gewachsen.
  • Auf Ebene der analysierten zehn Branchen haben im Jahresvergleich vier Branchen ihre Umlaufvermögensbindung reduziert.
  • Angesichts niedriger Zinsen und eines hohen Barmittelbestandes bei vielen der analysierten Unternehmen scheint das Thema der Umlaufvermögensbindung aus dem Fokus vieler Unternehmen zu geraten.
  • Die Beispiele von Unternehmen, welche in den vergangenen Jahren ihr Working Capital verbessert haben, zeigt jedoch das Innenfinanzierungspotenzial im Umlaufvermögen auf: Diese Unternehmen konnten zusammen mehr als 13 Mrd. EUR Liquidität freisetzen.
Die Studie Working Capital 2016 finden Sie hier zum Download

Möglichkeiten zur Optimierung des Working Capital

  • Durch Analyse großvolumiger Datenmengen kann eine bessere Transparenz über die Treiber erreicht und Ansätze zur Verbesserung von Working Capital identifiziert werden.
  • Neue Finanzierungsformen ermöglichen eine partnerschaftliche Optimierung in der Beziehung zwischen Kunde und Lieferant.
  • Die Digitalisierung, vor allem die Vernetzung der Supply Chain, bietet Möglichkeiten zur Reduzierung des Umlaufvermögens.

Methodik der Studie

Der Analyse lagen die veröffentlichten Geschäftsberichte der umsatzstärksten Unternehmen mit Sitz in Deutschland zugrunde. Die Studie berücksichtigt dabei sämtliche Industriezweige mit Ausnahme der Unternehmen der Finanz- und Versicherungsindustrie sowie Immobilienunternehmen und reine Beteiligungsgesellschaften. Insgesamt wurden die Geschäftszahlen von 225 Unternehmen ausgewertet. Die Mehrzahl der analysierten Unternehmen liegt in der Größenkategorie 1 Mrd. EUR bis 5 Mrd. EUR Umsatz. Bei der Verteilung nach Branchen stellen die Unternehmen des Maschinenbaus und der Konsumgüterindustrie mit je rd. 12 Prozent den höchsten Anteil.

Working-Capital-Studie 2015

Die Working-Capital-Studie 2015 zeigte, dass sich das Verhältnis Umsatz zu Working Capital in den letzten Jahren kaum verändert hat. Die Unternehmen haben ihre Umlaufvermögensbindung seit 2010 nur vereinzelt verbessern können: Die Nettobindung in Tagen blieb auf unverändertem Niveau, Reichweite der Forderungen und Dauer der durchschnittlichen Lieferantenfinanzierung erhöhten sich.

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