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Drohnen im Gesundheitswesen

Neue Möglichkeiten für innovative Patientenversorgung und effizienterer Krankenhausprozesse 

Die fortschreitende Digitalisierung eröffnet im Gesundheitswesen neue Möglichkeiten in der Notfallversorgung. So können Drohnen bei der Rettung von Leben helfen und bieten die Chance, logistische Krankenhausprozesse zu revolutionieren. Obwohl die Technik ausgereift ist, und bereits erfolgreiche Tests durchgeführt wurden, müssen Patienten noch ein wenig auf die Erste Hilfe aus der Luft warten. Erst die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten und die parallele Anpassung der Regulatorik durch den Gesetzgeber werden den Einsatz im Regelbetrieb ermöglichen.

Im medizinischen Einsatz eröffnen Drohnen neue und verbesserte Möglichkeiten zur Patientenversorgung. Die Zeitersparnis, die durch die Nutzung des Luftwegs möglich ist, vereinfacht die reibungslose Auslieferung medizinischer Produkte und ermöglicht schnelle Unterstützung an Unfallorten oder in Krisengebieten. Bei Operationen entnommene Gewebeproben können per Drohne noch während der Operation in die Pathologie geschickt und dort analysiert werden. Auch lebensrettende Maschinen, beispielsweise Defibrillatoren, können zur Unterstützung der Ersthelfer zum Unfallort geliefert und Blutkonserven oder Transfusionen direkt aus dem Labor zur ersten Hilfe bereitgestellt werden.

Herausforderungen beim Einsatz von Drohnen

Obwohl aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen, gestiegene Patientenansprüche und technologischer Fortschritt auf eine Revolution in der medizinischen Logistik und der Notfallversorgung hoffen lassen, gestaltet sich der Übergang von Drohnen in den Regelbetrieb komplex. Während die technologischen Voraussetzungen für den Gebrauch im Alltag gegeben sind, sind noch regulatorische Hürden zu überwinden. Dennoch ist die Branche guter Dinge und testet Produkte und Systeme vor der kommerziellen Einführung in zahlreichen Reallaboren und Erprobungszentren.

Der Schlüssel für eine erfolgreiche Umsetzung

Bisherige Tests waren projektbezogen und wurden deshalb unterschiedlich umgesetzt. Zwar müssen im Regelbetrieb Standorte, Versorgungssysteme und Einsatzgebiete weiterhin individuell geplant werden, jedoch über eine Infrastruktur verfügen, die es erlaubt, ein funktionierendes Netzwerk aus ihnen zu formen. Dieses Netzwerk kann zentral gesteuert und verwaltet werden, das vereinfacht die Innovationsförderung und maximiert die Auslastung von Drohnen, die standortungebunden eingesetzt werden können.

Der Mangel an Erfahrungen mit der neuen Technologie und vergleichbaren Use-Cases verlangsamt viele Genehmigungsprozesse und dadurch die Inbetriebnahme. Tests in Reallaboren helfen, den sicheren Einsatz von Drohnen zu demonstrieren. Zusätzlich sind Hersteller und Betreiber in der Pflicht, die technische Zuverlässigkeit und die fortschreitende Entwicklung der Drohnen in enger Zusammenarbeit mit dem Gesetzgeber abzustimmen. Das schafft Vertrauen und beschleunigt etwaige Genehmigungsverfahren. Hersteller, Gesetzgeber und Betreiber sollten zudem die Allgemeinheit und potenziellen Nutzer anhand von abgestimmten Kommunikationskonzepten über die Vor- und Nachteile sowie Risiken aufklären, um die Akzeptanz der Technologie zu steigern und den Übergang in den Regelbetrieb zu erleichtern.

Ausblick

Der technologische Reifegrad von Drohnen ist dank ausgiebiger Forschung und zahlreicher Tests weit fortgeschritten. An der Verkehrsfähigkeit der fliegenden Helfer gibt es keine Zweifel mehr. Analog zu dieser Entwicklung ist die Nachfrage am Markt signifikant gestiegen. Die Vorteile beim Einsatz, das geringe Risiko in der Anwendung und die einfache Bedienung machen Drohnen interessant für das Gesundheitswesen. 

In den letzten Jahren hat sich ein Ökosystem an Herstellern und Betreibern entwickelt, um den Einsatz von Drohnen für den Regelbetrieb im Gesundheitswesen vorzubereiten. Im nächsten Schritt gilt es, das Gelernte umzusetzen und zum Leben zu erwecken. Wichtig dabei sind vor allem die Konformität der aktuellen Rechtslage und die wirtschaftliche Darstellbarkeit des Geschäftsmodells.

Wie ein ganzheitliches Zusammenspiel verschiedener Teilnehmer des Ökosystems bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Rentabilität aussehen kann, hat Deloitte zusammen mit Infor und HHLA Sky in der Smart Factory gezeigt. Der Use Case zeigt auf, wie durch die Nutzung von Drohnen der Wartungsprozess von Anlagen beschleunigt werden kann und sich in der Folge die Ausfallzeiten verringern. Dieses Wissen kombiniert Deloitte mit erfahrenen Beratern aus dem Bereich Life Sciences & Health Care, die über fundierte Expertise in der Gesundheitsindustrie verfügen.

Laden Sie hier die Informationsbroschüre „Drohnen im Gesundheitswesen“ herunter.

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