IT Mergers & Aquisitions

Insights

Ein­blicke in IT-Frage­­stellun­gen bei M&A-Transaktio­nen

Artikelserie "M&A Insights"

IT ist ein kritischer Erfolgsfaktor bei der erfolgreichen Umsetzung von M&A-Transaktionen. Die Fähigkeit das Unternehmen während diesen Transaktionen in der richtigen Spur zu halten, sollte dabei im Blick des CIOs sein. In der Artikelserie "M&A Insights" beleuchten Deloitte Experten regelmäßig komplexe Fragestellungen in den Bereichen Applikationen & Daten, Infrastruktur und IT-Organisation. Gewinnen Sie fundierte Einblicke in die Leitlinien von IT M&A bei Deloitte.

Korrekte Trennung von historischen Daten im Zuge von M&A Transaktionen

Nach der Ankündigung eines M&A-Deals fokussieren sich Verkäufer und Käufer mit voller Energie auf die Sicherstellung von Day 1 Readiness, Integrations- und Separationsplanung sowie auf Systemumstellungen. Die Trennung von historischen Daten rückt oft in den Hintergrund und wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Vor allem in Carve-Outs führt diese Vorgehensweise später meist zu Uneinigkeit über Kosten, Ressourcen und Infrastruktur in Bezug auf den endgültigen Besitz von und den Zugang zu historischen Daten. Historische Daten sind daher von Anfang an vorrausschauend in einer M&A-Transaktion zu berücksichtigen.

Erfolgreiches Management von Software-Lizenzkosten und Compliance-Risiken während M&A-Transaktionen

Mit der zunehmenden Anzahl an M&A-Transaktionen, wie Fusionen, Akquisitionen, Veräußerungen und Joint Venture, können Unternehmen unterwartet hohe Kosten für Software-Lizenzen entstehen. Hierzu zählen temporäre und langfristige Lizenzen, Übergangsverträge für Dienstleistungen oder Verträge mit Drittunternehmen, welche für das M&A-Projektteam oftmals nicht vollständig ersichtlich sind bzw. nicht sorgfältig berücksichtigt werden. CIOs können diese Kostenfalle umgehen, indem sie einen zentralisierten und rationalisierten Ansatz für die Reorganisierung der Software-Lizenzen im Zuge von M&A-Transaktionen verfolgen.

Effektives IT-Kostenmanagement bei M&A-Transaktionen

Das Aufgabengebiet von IT Führungskräften weitet sich während einer M&A Transaktion aus und umfasst auch das Thema IT-Kostenmanagement. Dabei geht es um die Einschätzung der einmaligen Kosten, die durch die Transaktion verursacht werden. Diese Kosten umfassen typischerweise die Investitionsausgaben (CapEx), Betriebskosten (OpEx) und andere Kosten, die während des regulären Geschäftsbetriebs normalerweise nicht auftreten. Die präzise Einschätzung und das effektive Management von M&A-spezifischen IT Kosten beinhaltet Voraussicht, Planung und die Zusammenarbeit mit Führungskräften anderer Geschäftsbereiche.

Die rechtzeitige Trennung von IT Verträgen reduziert Risiken und unnötige, höhere Kosten

Die Vertragstrennung im Rahmen eines Carve-Outs ist ein kritischer Schritt in einer M&A Transaktion. Dabei bilden Informationstechnologie (IT) Verträge meist die größten, kostspieligsten und komplexesten Trennungsverträge, weil diese sowohl Software-Lizenzen, als auch Hardware wie Server und Telekommunikationsanlagen umfassen können. Ohne ausreichende Vorbereitung und einen strategischen Ansatz zur vertraglichen Trennung von Technologie riskieren Käufer und Verkäufer die Zahlung höherer Kosten durch die Verletzung vertraglicher Vereinbarungen. Ein Schnell-Assessment der vorhandenen IT Verträge schafft Abhilfe und dient der optimalen Vorbereitung.

Die oberste Priorität einer M&A Transaktion liegt darin einen pragmatischen Ansatz zu finden

Fehlt es an Zeit oder mangelt es an Bereitschaft die IT im Zuge einer M&A Transaktion vor dem Vertragsabschluss vollständig anhand logischer Attribute zu trennen, werden Transition Service Agreements (TSAs) zwischen Käufer- und Verkäuferseite abgeschlossen. Dabei tritt der Verkäufer vorübergehend als Dienstleister auf bis der Käufer sowohl Applikationen als auch Infrastruktur physisch getrennt hat. Dies birgt Risiken für den Käufer, bspw. unberechtigter Zugriff auf wettbewerbsrelevante Daten durch den Verkäufer, die er durch gezielte Maßnahmen eingrenzen muss. Käufer und Verkäufer sind bestrebt die Anzahl der TSAs gering zu halten um die Komplexität der Transaktion zu optimieren.

Infrastruktur-Services für M&A rechtzeitig bereitstellen

Day 1-Erfolg garantieren – Wie Infrastruktur im Zuge von M&A-Transaktionen bereitgestellt wird, sollte frühzeitig geklärt werden

Die Frage, „wie“ Infrastruktur-Dienstleistungen bei M&A-Transaktionen, bspw. während einer Separation oder einer Akquisition, bereitgestellt werden, wird oftmals zu spät aufgegriffen. Bei ineffizienter Bereitstellung von Infrastruktur-Dienstleistungen kann nicht nur die IT-Transformation sondern auch die ganzheitliche Umsetzung von Day 1 gefährdet sein. Organisationen sollten daher frühzeitig das Infrastructure Service Delivery Model klären und rechtzeitig Anpassungen vornehmen. Fünf Schritte helfen Ihnen bei der Identifikation des Reifegrades Ihres Infrastructure Service Delivery Models sowie der Identifikation von Handlungsfeldern.

Applikationen während M&A-Transaktionen standardisieren und vereinfachen

M&A-Transaktionen für die Standardisierung, Modernisierung und Rationalisierung der IT-Applikationslandschaft gewinnbringend nutzen: Führende Methoden für die Rationalisierung des IT-Applikationsportfolios

M&A-Transaktionen stellen den richtigen Zeitpunkt dar, um das IT-Applikationsportfolio zu hinterfragen und Möglichkeiten hinsichtlich Rationalisierung zu eruieren. Die Rationalisierung diverser IT-Applikationen im Rahmen eines Unternehmenskaufs hat das Ziel, das Software-Portfolio zu begrenzen und redundante Applikationen bei der Integration zu vermeiden. Auf Käuferseite werden dabei nicht nur überflüssige Prozesse und Technologien eliminiert sondern auch Kosteneinsparungen bei Lizenzen erzielt. Die frühzeitige Rationalisierung bei einer Veräußerung hilft auch dem Verkäufer unnötige Kosten zu vermeiden und die IT-Architektur zielgerichtet auf die neue Organisation und gleichermaßen auf die M&A-Strategie hin anzupassen.

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