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CFO Survey Herbst 2017

Insights zur Lage der Real Estate & Construction Branche in Deutschland

November 2017

Steigende Zinsen, stärkerer Aufschwung?

Der Deloitte CFO Survey reflektiert die Einschätzungen und Erwartungen von CFOs deutscher Unternehmen zu makroökonomischen, unternehmensstrategischen und finanzwirtschaftlichen Themen. Der Survey wird in einem halbjährigen Turnus durchgeführt und hat das Ziel, Trends und Trendbrüche zu identifizieren.
In der Branchenanalyse des CFO Survey analysieren wir zudem die individuellen Perspektiven einzelner Branchen, welche in ausreichender Zahl in der Herbstausgabe teilgenommen haben und vergleichen diese untereinander.

CFO Survey Herbst 2017 - Die komplette Studie hier einsehen.

Nachfolgend die Kernaussagen für die Real Estate & Construction Branche im Überblick:

  • Die Immobilien- und Baubranche zeigt sich im Branchenvergleich am investitionsfreudigsten: 2/3 der Unternehmen wollen in den kommenden Monaten verstärkt investieren.
  • 45% der Unternehmen sehen ihre Strategie im Falle steigender Zinsen nicht betroffen, jedes 5. Unternehmen möchte in diesem Fall aber seine Investitionspläne überprüfen.
  • 2/3 der CFOs sehen die Auswirkungen der Digitalisierung auf ihre Organisation als hoch oder sehr hoch.
     
    Wirtschaftslage und –aussichten:
    Deutschlands aktuelle wirtschaftliche Lage wird als gut eingestuft und die Unternehmen erwarten mehrheitlich weitere Verbesserungen. Die konjunkturelle Lage und die Aussichten für die Eurozone haben sich seit Herbst 2016 deutlich verbessert. Dagegen haben sich die Wachstumsaussichten für die USA für viele deutsche Branchen deutlich eingetrübt.

    Geschäftsaussichten und Strategie:
    Die Geschäftsaussichten wachsen das fünfte Mal in Folge. Mehr als jedes zweite Unternehmen möchte verstärkt investieren, dabei zeigen sich die Unternehmen der Real Estate & Construction Branche am investitionsfreudigsten. Über 50% der Immobilien- und Bauunternehmen wollen in den kommenden 12 Monaten verstärkt in neue Produkte und Dienstleistungen investieren. Aber auch die Erhöhung des Cash-Flows steht auf der Agenda der CFOs ganz oben.

    Risikofaktoren:
    Insgesamt bestimmen vor allem geopolitische Risiken die Unternehmensrisiken, aber auch der Fachkräftemangel wird verstärkt spürbar. Keine Industrie scheint den Fachkräftemangel der Art zu spüren, wie die Immobilienbranche. Hier gaben 71 % (im Vergleich zum Gesamtdurchschnitt von 51%) den zunehmenden Fachkräftemangel als (binnenwirtschaftliches) Hauptrisiko an.

    Geldpolitik:
    85% der Kreditinstitute bewerten die aktuelle Geldpolitik als zu locker. Die Erwartungen an die Entwicklung des Zinssatzes sind unter deutschen Branchen sehr unterschiedlich. Die meisten Unternehmen wären von einem Zinsanstieg nur gering betroffen – insbesondere Handel und die Immobilienwirtschaft gaben an, in diesem Fall ihre Investitionspläne zu überprüfen.

    Digital Finance:
    Mehr als jedes zweite Unternehmen rechnet mit großen Effekten auf die Aufbauorganisation seiner Finanzfunktion. Der Finanzbereich setzt in der Anpassung an das digitale Umfeld vor allem auf bereichsübergreifende Teams, interdisziplinäre Zusammenarbeit und neue Organisationsstrukturen.

    Die vorliegende Studie ist der 12. deutsche Deloitte CFO Survey. Die Befragung wurde online im Zeitraum zwischen dem 05. und 26. September 2017 durchgeführt. 142 CFOs deutscher Unternehmen haben an der Befragung teilgenommen.

    Wir danken allen Teilnehmern und würden uns freuen, wenn Sie im nächsten Jahr wieder so zahlreich an der Befragung teilnehmen.
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