Zukunftsfähiges Treasury | Risk | Deloitte Deutschland

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Baustein für ein zukunftsfähiges Treasury

Der Fokus des zukunftsorientierten Treasurers liegt immer mehr auf Analysetätigkeiten und strategischen Entscheidungen. Es gibt Reportingstools, die ihm dabei helfen können.

Treasury-Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt und auch komplexere Geschäftstätigkeiten systemseitig abgebildet. Unterm Strich kann man dadurch sowohl die operative Qualität als auch die Effizienz deutlich steigern. Mit dieser Entwicklung geht eine veränderte Erwartungshaltung der Geschäftsführung an ihre Treasury-Abteilung und das entsprechende Treasury-Berichtswesen einher. 

Zwar verfügen moderne Treasury-Management-Systeme (TMS) bereits über eine Palette an Standardreports und Erweiterungsmöglichkeiten, nichtsdestotrotz lässt sich in der Praxis sehr häufig ein Berichtswesen beobachten, das zumeist auf manuell erstellten, statischen Reports beruht und folglich analytisch geprägten Managementansätzen nicht mehr gerecht wird. Gründe für ein derartiges Berichtswesen liegen unter anderem in fehlenden Analysemöglichkeiten des TMS, dem Bedarf an Datenanreicherung außerhalb des TMS, der Integration weiterer Datenquellen (beispielsweise ERP) oder schlicht in einer grafischen Aufbereitung im Corporate Design. Hier kommen Business-Intelligence-Tools ins Spiel, die Daten in nachvollziehbare und analysierbare Berichte umwandeln können. Sie ermöglichen eine schnelle und automatisierte Analyse der finanziellen Situation und reduzieren den manuellen Aufwand zur Erstellung von Reports. Sie rmöglichen dadurch eine hohe Transparenz der aktuellen Finanzlage, finanziellen Risiken, Finanztransaktionen und Finanzplanung. Wertvolle Treasury-Ressourcen sind als Folge für andere Tätigkeiten verfügbar. 

Moderne Reportinglösungen im Treasury decken nicht nur den Bedarf des Managementreporting, sondern bieten auch ein tiefgehendes operatives Treasury-Berichtswesen sowie Treasury-Accounting-Berichte (zum Besipiel IFRS-7-Anhangsangaben). In allen Berichtsebenen sind die zugrundeliegenenden Datenschichten innerhalb eines Dashboards durch einfaches Anklicken aufrufbar und nachvollziehbar. Durch die interaktv aufgebaute Visualisierung können auch historische Daten unkompliziert veranschaulicht werden. Anpassungen der Datenfilter (zum Beispiel durch Datumseingabe oder Auswahl von einzelnen Gesellschaften) führen unmittelbar zu angepassten Ergebnissen ohne zeitraubende Formatierung. Eine Überwachung von KPIs in den unterschiedlichen Treasury-Dimensionen wird durch die erhöhte Automatisierung deutlich erleichtert und beschleunigt. Der Einbezug von Echtzeitinformationen sorgt dabei immer für den aktuellsten Stand und dient als Basis für tiefgreifendere Analysen.

 

Hohe Effizienz und gute Darstellung

Technologisch lässt sich vermehrt der Einsatz von cloud-basierten Reportingtools beobachten. Es ist jedoch wichtig, darauf hinzuweisen, dass dast alle Anbieter auch weiterhin Lösungen für einen Betrieb "on Premise" anbieten. Je nach Systemlandschaft und Datenquellen empfiehlt es sich, eine separate Reportingschicht zwischen der Core-Data-Schicht (zum Beispiel Core-Treasury-Systeme oder ERPs) und dem Reportingtool einzufügen. Dieser Datenwürfel erlaubt neben einem schnellen und effektiven Abrufen der Daten die Integration weiterer Datenquellen außerhalb des TMS. Der Zugriff auf das Reporting ist im Anschluss je nach technischen Lösungen über verschiedenste Endgeräte - PC, Laptop, Smartphone oder Tablet - möglich. 

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Das moderne Reporting ermöglicht, den sehr hohen Informationsgehalt der Daten effizient abzurufen, einfach und verständlich abzubilden und dadurch schnellere und bessere Entscheidungen zu trefffen.

Harald Fritsche, Sonderbeilage zur 13. Structured FINANCE

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