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Erstellung länderbezogener Berichte (CBCR) in XML mit CDX smart von Deloitte

Herausforderungen und Lösungen für Ihr Country-by-Country Reporting

Der BEPS Aktionspunkt 13 stellt internationale Unternehmen vor große Herausforderungen. Mit § 138a AO hat der Gesetzgeber die Vorschrift nun auf das deutsche Recht ausgerollt. Deloitte hat eine technische Lösung entwickelt mit deren Hilfe die entstehenden Herausforderungen einfach und effizient bewältigt werden können.

Rechtliche Grundlagen

Mit dem Gesetz zur Umsetzung der Änderungen der EU-Amtshilferichtlinie und von weiteren Maßnahmen gegen Gewinnkürzungen und -verlagerungen vom 20.12.2016 (BGBl. I S. 3000) hat der Gesetzgeber die Grundlagen für die Verpflichtung zur Erstellung von länderbezogenen Berichten (Country-by-Country Reporting; CbCR) gemäß BEPS Aktionspunkt 13 in § 138a AO geschaffen.

Ausführliche Erläuterung auf Deloitte Tax-News

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Wer muss ein CBCR erstellen?

Im Einklang mit BEPS Aktionspunkt 13 wurden nur Unternehmen zur Erstellung eines CbCR verpflichtet werden, deren Konzernabschluss

  • mindestens ein ausländisches Unternehmen oder eine ausländische Betriebsstätte umfasst
  • und deren im Konzernabschluss ausgewiesene, konsolidierte Umsatzerlöse mindestens 750 Millionen Euro im vorangegangenen Wirtschaftsjahr betrugen (§ 138a Abs. 1 Satz 1 AO).

Video: So funktioniert die Erstellung eines CbC-Reports

Aufzeichnung des Tax-Webcasts vom 14.9.2017

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Übermittlungsfristen für das CBCR

Das CbCR ist spätestens ein Jahr nach Ablauf des Wirtschaftsjahres an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) zu übermitteln (§ 138a Abs. 6 Satz 2 AO). Erstmalig ist ein CbCR für Wirtschaftsjahre zu erstellen, die nach dem 31.12.2015 beginnen,  bis 31.12.2017 zu erstellen. Die Übermittlung des CbCR an das BZSt muss über einen amtlich vorgeschriebenen Datensatz erfolgen (vgl. § 138a Abs. 6 AO).

Vorschriften für das CBCR in Deutschland

Ursprünglich hatte die OECD es dem Steuerpflichtigen frei gestellt, u. a. folgende Datenquellen für das CbCR zu nutzen:

  • den Gruppenabschluss
  • Einzelabschlüsse
  • das interne Rechnungswesen
  • diverse andere Quellen, die eine konsistente Anwendung gewährleisten

In Deutschland wurde trotzdem explizit der Konzernabschluss der Gruppe vorgeschrieben (§ 138a Abs. 2 AO).

Das Gesetz führt auch eine neue CbCR-Anzeigepflicht in der Steuererklärung für alle Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2016 beginnen, ein (§ 138a Abs. 5 AO). Zusätzliche Pflichten entstehen für inländische Unternehmen, die eine einbezogene Konzerngesellschaft sind, ohne selbst als „beauftragte Gesellschaft“ zu agieren. In diesen Fällen ist zusätzlich anzugeben, bei welcher in- oder ausländischen Finanzbehörde und von welcher Konzerneinheit das CbCR eingereicht wird.

Das BZSt hat für Deutschland mittlerweile wichtige Detailfragen zum CbCR abschließend beantwortet, die weder aus den Gesetzesmaterialien zu § 138a AO noch aus BEPS Aktionspunkt 13 geklärt werden konnten (FAQ-Seite):

  • Zum Datenschema führt das BZSt aus, dass der CbCR gemäß dem XML-Schema nach dem Musterformblatt für länderbezogene Berichte der OECD zu erfolgen hat (User Guide für das XML Schema). Deutschland verzichtet damit auf eine lokale Ergänzung des OECD-Datenschemas. 
  • Zur technischen Übermittlung führt das BZSt aus, dass für eine Übergangszeit (bis zum Jahr 2019) der CbCR im XML-Format an das BZSt per DE-Mail zu versenden ist. Für diesen Versand ist keine Registrierung erforderlich. Das BZSt akzeptiert explizit keine Übermittlung des CbCR in Excel, Word oder PDF.
  • Ab dem Jahr 2019 ist eine Registrierung über das BZStOnline-Portal erforderlich. Das BZSt plant hierfür die Nutzung der elektronischen Massendatenschnittstelle ELMA. Das BZSt erwartet, dass viele betroffene Unternehmen wegen anderer elektronischer Meldeverpflichtungen bereits über eine Registrierung verfügen.

Country-by-Country-Reporting: Das sollten Unternehmen jetzt tun

Alle vom CbCR betroffenen Unternehmen sollten kurzfristig prüfen, ob sie bereits über eine technische Lösung verfügen, die einen XML-Datensatz gemäß dem OECD-Datenschema mit allen notwendigen Datenfeldern sowie Stammdaten generieren kann.

Sofern die Unternehmensgruppe für den Konzernabschluss ein Tax Reporting Tool (und keine Tabellenkalkulationslösung) nutzt, sollte geprüft werden, ob der IT-Anbieter eine integrierte CbCR-Funktionalität bereitstellen kann.

Deloitte's technische Lösung für Ihr CBCR

Deloitte verfügt mit CDX smart (Download) über eine eigene Plattform, mit der XML-Datensätze aus bereits vorhanden Datenquellen von Mandanten (z.B. Tabellenkalkulationsprogrammen) generieren werden können.

Die Übermittlung des XML-Datensatzes an das BZSt per DE-Mail erfolgt während der Übergangszeit von etwa zwei Jahren entweder durch das Unternehmen selbst oder gerne auch durch Deloitte. Deloitte plant, die CDX smart Plattform – sobald technisch möglich und verfügbar – um eine ELMA-Schnittstelle zum BZSt zu ergänzen.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie an der Unterstützung durch Deloitte bei der Generierung Ihrer XML-Datei und/oder bei der Übermittlung Ihrer XML-Datei an das BZSt im Rahmen eines Managed Service interessiert sind! Wir erstellen Ihnen gerne ein Angebot.

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