Globale Konsumgüterbranche zeigt Hoffnungsschimmer

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Globale Konsumgüterbranche zeigt Hoffnungsschimmer – trotz erneuter Marktturbulenzen

Nestlé, Swatch Group, Rolex und Emmi unter den Top-250 der Welt

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Zürich, 22. April 2014 - Trotz der schwächelnden globalen Konjunkturlage steigerten die 250 grössten Konsumgüterunternehmen der Welt ihren Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2012 auf über 3,1 Bio. USD1. Damit liegt die durchschnittliche Firmengrösse bei einem Nettoumsatz von 12,5 Mia. USD. Der Schweizer Nahrungsmittelmulti Nestlé zählt nun zu den Top-3 der Welt. Im Vergleich zum Vorjahr verbessern Swatch Group, Rolex und Emmi ihre Platzierungen und untermauern die gute Positionierung von Schweizer Unternehmen. Diese und weitere Resultate finden sich im neu publizierten Bericht „Global Powers of Consumer Products“ des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte.

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Marisa Steiner
PR & Communications
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masteiner@deloitte.ch

“Die Turbulenzen in der Weltwirtschaft beeinträchtigten die Wachstumsprognosen für die Konsumgüterunternehmen. Sowohl in gesättigten Märkten als auch in exportabhängigen Wirtschaftssystemen fiel die Gesamtwachstumsrate für die Branche im Jahr 2012 gemässigter aus als in den Vorjahren“, erklärt Howard da Silva, Leiter des Bereichs Konsumgüter von Deloitte in der Schweiz. “Positiv zu werten ist jedoch die gestärkte Rentabilität trotz der steigenden Rohstoffpreise. Von den 224 Unternehmen, die ihre Gesamt-Umsatzrendite offenlegten, verzeichneten nur 19 Verluste für das Jahr 2012." 

Elektronikprodukte sind wieder auf dem Vormarsch

Nach den in 2011 trüben Aussichten für Hersteller von Unterhaltungselektronik erholte sich der Sektor im Jahr 2012 wieder. Mit Samsung und Apple an der Spitze gehören fünf der zehn grössten Konsumgüterunternehmen der Welt der Elektronikbranche an. Die steigende Nachfrage der Verbraucher nach digitalen Geräten trieb den Umsatzerlös in diesem Sektor um beinahe 10 Prozent in die Höhe. 

Schweizer Unternehmen demonstrieren ihre Stärke

Nestlé, der weltweit grösste Nahrungsmittelkonzern, reiht sich vor Panasonic auf dem dritten Platz ein. Das Waadtländer Unternehmen sichert sich auch die Führungsposition in der Kategorie der „zehn grössten europäischen Konsumgüterunternehmen" und festigt so seine Vorreiterrolle im Lebensmittel-, Getränke- und Tabaksektor. Weitere Schweizer Unternehmen unter den weltweiten Top-250 sind die Uhrenhersteller Swatch Group (95) und Rolex (151) sowie der Milchkonzern Emmi (237). Alle verbessern im Vergleich zum Vorjahr ihre Position und demonstrieren die Stärke von Schweizer Unternehmen.

Die grösste Veränderung in der Branche für Bekleidung und Accessoires war im Jahr 2012 das Verschwinden des Luxusgüterherstellers Richemont aus dem Top-250-Ranking. Aufgrund der laufenden Expansion des eigenen Detailhandelsgeschäfts gilt Richemont nicht mehr als reines Grosshandelsunternehmen für Konsumgüter. Die Schweizer Uhrenhersteller Swatch Group (5) und Rolex (9) hingegen befinden sich erneut unter den besten Zehn des Sektors.

Howard da Silva betont, dass die Uhrenindustrie nach wie vor ein wichtiger Treiber der Schweizer Wirtschaft ist: “Der gleichbleibend starke Weltmarkt für Luxusuhren, die steigende Nachfrage von Schwellenländern und der Verbrauchertourismus bieten positive Zukunftsaussichten für Schweizer Unternehmen dieser Branche. Es ist deshalb davon auszugehen, dass sich die Erfolgsgeschichte der Schweizer Uhrenindustrie fortsetzen wird.“ 

Erhöhte M&A-Aktivitäten der Konsumgüterunternehmen in 2014

Trotz der eher schwachen Erholung der Weltwirtschaft belegt die Studie von Deloitte, dass kapitalstarke Investoren zur Stärkung ihrer strategischen Positionen auch weiterhin auf der Suche nach M&A-Chancen sind. 2012 brachten Konsumgüterunternehmen 1'298 Transaktionen zum Abschluss, im Vergleich zu 1'274 im Jahr 2011 und 1'117 in 2010. Für 2013 wurden bis zum 22. Februar 2014 1‘182 Transaktionen verzeichnet2. Die Investitionsaktivität wird durch erhöhte Kreditverfügbarkeiten, niedrige Zinsen, regenerierte Kapitalmärkte und in einigen Fällen auch durch erhebliche Liquiditätsreserven auf Seiten der Unternehmen angeregt. Zudem zeigen Private-Equity-Gesellschaften ein erneutes Interesse an Konsumgütern.

“Angesichts des langsamen Tempos der Weltwirtschaft mag es überraschen, dass das Transaktionsvolumen in der globalen Konsumgüterbranche in den letzten Jahren zugenommen hat. Da die wirtschaftliche Unsicherheit jedoch allmählich nachlässt, ist 2014 auf dem besten Wege, ein bedeutendes Jahr für M&A-Aktivitäten in der Konsumgüterindustrie zu werden“, hebt Howard da Silva hervor. 

Digital vernetzte Konsumenten als zentrale Herausforderung

Verbraucher haben heutzutage Zugang zu einem weltweiten Netzwerk und sind jederzeit in der Lage, eigenen Medien zu erschaffen und zu verbreiten. Wer digital vernetzte Konsumenten erfolgreich ansprechen will, muss einen Wandel vollziehen und statt in die Marke vermehrt auch in individuell angepasste Kundenlösungen investieren.

Björnar Jensen, Partner bei Monitor Deloitte in der Schweiz, fasst zusammen: “Heute ist die grosse Herausforderung für Konsumgüterunternehmen in einer weltweit vernetzten und verbrauchergesteuerten Welt zu bestehen. Die Unternehmen müssen lernen, wie sie den Kundenbedürfnissen weltweit über jeden erdenklichen Kanal gerecht werden. Nur so können sie ihre Rentabilität sichern und langfristig steigern. Neue Ansätze sind nötig, wie etwa durchgängige und global aufgestellte Lieferketten, virtuelle Markteinstiege, Direktvertrieb oder auch vermehrte Investitionen in das frühzeitige Erkennen von Verbraucherwünschen. Ein digital vernetzter Verbraucher ist mächtig und hat viel Einfluss. Dieser Herausforderung müssen sich die Konsumgüterunternehmen jetzt stellen.“

1Umfasst das Geschäftsjahr bis Ende Juni 2013.
2Die Ergebnisse für das Jahr 2013 sind vorläufig und können nach oben korrigiert werden.
(Quelle: mergermarket.com; abgerufen 22. Februar 2014) 

Die Top-10 Konsumgüterunternehmen weltweit:

Über die Deloitte „Global Powers of Consumer Products“ Studie

Die 7. von Deloitte Touche Tohmatsu Limited (DDTL) publizierte und jährliche erscheinende Studie „Global Powers of Consumer Products“ ermittelt die 250 grössten Konsumgüterunternehmen. Das Ranking basiert auf öffentlich zugänglichen Daten für das Geschäftsjahr 2012. Der Bericht liefert zudem Entwicklungsprognosen für die Weltwirtschaft, eine Marktkapitalisierungsanalyse der Branche und wirft auch einen Blick auf die M&A-Aktivitäten der Konsumgüterindustrie sowie die wesentlichen Trends, die sich auf die Unternehmen auswirken.

Den vollständigen Bericht in Englisch können Sie hier herunterladen. 

Über Deloitte in der Schweiz

Deloitte ist ein führendes Prüfungs- und Beratungsunternehmen in der Schweiz und bietet branchenspezifische Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance. Mit rund 1’100 Mitarbeitenden an den sechs Standorten Basel, Bern, Genf, Lausanne, Lugano und Zürich (Hauptsitz) betreut Deloitte Unternehmen und Institutionen jeder Rechtsform und Grösse aus allen Wirtschaftszweigen. Deloitte AG ist eine Tochtergesellschaft von Deloitte LLP, dem Mitgliedsunternehmen in Grossbritannien von Deloitte Touche Tohmatsu Limited (DTTL). Über DTTL sind deren Mitgliedsunternehmen mit rund 200’000 Mitarbeitenden in mehr als 150 Ländern auf der ganzen Welt vertreten.

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