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Digitale Bezahlsysteme im Aufwind: 42% der Schweizer Konsumenten wollen in Zukunft mit dem Mobile bezahlen, gar 64% mit Self-Checkout-Automaten

Zürich, 10 Juli 2017

Es ist klar, die Wichtigkeit digitaler Geräte für den Kauf und die Bezahlung von Produkten nimmt rasant zu. Eine neue Studie von Deloitte über die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Kundenverhalten im Schweizer Detailhandel belegt diesen Trend. 

So stossen Self-Checkout-Automaten auf grosse Akzeptanz: In einer repräsentativen Onlinebefragung von 2’000 in der Schweiz wohnhaften Personen gaben 42% der Befragten an, bereits via Self-Checkout bezahlt zu haben; 65% wollen die Automaten in Zukunft nutzen. Das entspricht einem Wachstum von über 50%.

Noch höher dürfte das Wachstum im Bereich des mobilen Bezahlens ausfallen: Heute haben rund 23% bereits Apple Pay, PayPal, Twint oder andere Mobile-Payment-Anbieter verwendet. In Zukunft dürfte es doppelt (46%) so viel sein.

Ein ähnlich hohes Wachstum dürfte demnächst auch die Bezahlung via App des Anbieters aufweisen (17% in Zukunft, 8% heute. Interessanterweise können sich sogar 11% der Schweizer Konsumenten vorstellen, in Zukunft mit virtuellen Währungen wie zum Beispiel Bitcoin zu bezahlen.

Steigende Ausgaben durch mobile Bezahlungssysteme

Nicht nur die verbreitetere Nutzung, sondern auch der zusätzlich generierte Umsatz machen mobile Bezahlungssysteme für Schweizer Detailhändler zunehmend wichtig. 

Fast 30% der befragten Konsumenten rechnen damit, dass sie mehr Geld ausgeben beim Einkaufen, wenn sie mit dem Smartphone oder der Smartwatch bezahlen. Nur 4% glauben, dass sie dadurch weniger ausgeben werden. Detailhändler, die mobile Bezahlsysteme anbieten, können also damit rechnen, dass die Ausgaben ihrer Konsumenten steigen.

Bei jüngeren Konsumenten dürfte dieser Effekt überdurchschnittlich sein. 39% der Millennials rechnen mit steigenden Ausgaben.

„Die Digitalisierung hat das Konsumentenverhalten im Detailhandel in den letzten Jahren stark verändert. Wer dabei nur an Onlineverkäufen denkt, unterschätzt die Entwicklung. Denn die Grenze zwischen dem Online- und dem Offline-Kunden verschwimmt. Das hat zur Folge, dass der Detailhandelsumsatz im Laden ebenfalls stark von digitalen Geräten und Onlinekanälen beeinflusst wird“, sagt Konstantin von Radowitz, Leiter Consumer & Industrial Products bei Deloitte in der Schweiz. „Es ist oft die Rede von der zunehmenden Wichtigkeit des Onlineverkaufs. Aber Detailhändler sollten auch vermehrt auf den Einsatz digitaler Technologien im Offline-Bereich setzen.“

Der digitale Konsument: Weitere Studienergebnisse

  • Der Einfluss von digitalen Geräten und Onlinekanälen im Schweizer Detailhandel geht weit über den reinen Onlineverkauf hinaus: Der Anteil der stationären Umsätze, die digital beeinflusst werden (25,5 Mrd. CHF), ist fast viermal so hoch wie der reine Onlineumsatz (6,5 Mrd. CHF) der Schweizer Detailhändler. Das heisst, dass fast ein Drittel der Detailhandelsumsätze durch die Nutzung von digitalen Geräten beeinflusst wird.
  • So ist der Onlineshop zwar als Verkaufskanal wichtig – noch entscheidender ist aber, dass Schweizer Detailhändler auf den Einsatz digitaler Technologien im Offline-Bereich setzen. 
  • 83% der Schweizer benutzen grundsätzlich Smartphone, iPad oder Laptop beim Einkaufen. 
  • Für jeden fünften Konsumenten – bei den Millennials gar jeder Dritte – haben Kanäle wie YouTube und Facebook einen mittleren bis grossen Einfluss auf den Kaufentscheid.
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