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Agilität in der Wirtschaftsprüfung

Wie Unternehmen von einer flexiblen und effizienten Prüfung ihres Jahresabschlusses profitieren

Agilität als konzeptionelle Grundlage für moderne Arbeitsweisen bringt in der Prüfungsdurchführung viele Vorteile. So können Unternehmen im Tagesgeschäft enorm entlastet und der administrative Aufwand während der Prüfung in Grenzen gehalten werden. Nicht zuletzt führt Agilität zu mehr Transparenz und Sicherheit – damit lassen sich unliebsame Überraschungen vermeiden und die Prüfungsqualität wird erhöht.

Das klassische Prüfungsvorgehen war zumeist eingeteilt in die Vorprüfung – üblicherweise in der zweiten Hälfte des zu prüfenden Geschäftsjahres – und die Hauptprüfung zu Beginn des Folgejahres. Dabei gab es selten einen laufenden Austausch zwischen Unternehmen und Wirtschaftsprüfer. Wesentliche Sachverhalte wurden häufig erst im Rahmen der Hauptprüfung untersucht und somit wuchs die Gefahr von Überraschungen. Dies bedeutete zwangsläufig hohe Belastungsspitzen in den kurzen Prüfungszeiträumen für den Prüfer und für das geprüfte Unternehmen. Mögliche Feststellungen zum Jahresende konnten auch dazu führen, dass unterjährige Zwischenabschlüsse bzw. Monatsreportings fehlerhaft waren und dies nicht entdeckt wurde.

Die neue Wirtschaftsprüfung: besser agil vorgehen

Wer die Abschlussprüfung als einen kontinuierlichen Prozess sieht und diese über das ganze Jahr entzerrt, kann von einem erheblichen Mehrwert profitieren. Agile Wirtschaftsprüfer gehen auf die individuellen Zeitpläne des Unternehmens ein und führen die Prüfung wesentlicher Transaktionen bereits vor dem Jahresende durch. Die Kunst besteht darin, diese agile Vorgehensweise ganzheitlich für alle Konzernunternehmen, ggf. weltweit, umzusetzen – die Prüfer der einzelnen Teilbereiche des Konzerns sind dabei in den kontinuierlichen Austausch eingebunden. Durch den Einsatz moderner Tools wie Deloitte Connect ermöglichen wir es auch dem Management und den Überwachungsorganen, jederzeit einen Überblick zum Status der Abschlussprüfung in allen Teilbereichen zu erhalten. Bei Deloitte stehen hier die Qualität der Abschlussprüfung und die Verlässlichkeit der Finanzinformationen jederzeit an erster Stelle.

Alle Vorteile agiler Methoden in der Wirtschaftsprüfung auf einen Blick

  • Vermeidung von Belastungsspitzen – sowohl aufseiten der Prüfungsteams, als auch insbesondere aufseiten des Unternehmens; gerade zum Jahresende und zu Beginn des neuen Geschäftsjahrs
  • Kontinuierlicher Austausch zwischen Wirtschaftsprüfern und geprüften Unternehmen zur Vermeidung unliebsamer Überraschungen zum Jahresende.
  • Erhöhung der Verlässlichkeit der unterjährigen Berichterstattung auch ohne gesonderte Beauftragung zur Prüfung/prüferischen Durchsicht von Zwischenabschlüssen
  • Der kontinuierliche Austausch zwischen Prüfer und geprüftem Unternehmen ermöglicht dem Abschlussprüfer ein detaillierteres Risk Assessment – die Prüfungshandlungen konzentrieren sich noch stärker auf die Bereiche, in denen Risiken für wesentliche Fehler im Jahres- oder Konzernabschluss drohen.
  • Der Einsatz von Smart Audit Tools ermöglicht es uns, bereits unterjährig detaillierte Analysen des Buchungsstoffs durchzuführen und so Auffälligkeiten zu identifizieren und vor dem Jahresende zu prüfen.
  • Abstimmungen mit dem Aufsichtsrat und/oder Prüfungsausschuss sowie der Geschäftsleitung zu festgelegten Zeitpunkten ermöglichen eine laufende Statusüberwachung und die Berücksichtigung von möglichen zusätzlichen Prüfungsschwerpunkten, die für diese Gremien von besonderer Relevanz sind.
  • Komplexe Sachverhalte können detailliert unter Einbeziehung von Spezialisten und ohne „Hektik“ qualitativ hochwertig gewürdigt und diskutiert werden.

So kommen agile Arbeitsweisen in der Wirtschaftsprüfung bei Deloitte zum Einsatz

Wir planen und leiten unsere Abschlussprüfungen so, dass der Aufwand aufseiten unserer Mandanten reduziert wird und wir für sie Mehrwert generieren. Wir nehmen durch eine intelligente, vorausschauende und agile Prüfung Rücksicht auf das Tagesgeschäft unserer Mandanten. Ganz konkret bedeutet dies, dass wir ab dem Zeitpunkt einer Entscheidung für Deloitte als Wirtschaftsprüfer mit der Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat/Prüfungsausschuss in engem Austausch stehen, frühzeitig einen Zeitplan mit den entsprechenden Meilensteinen und unter Berücksichtigung der Verfügbarkeiten aufseiten des Mandanten festlegen sowie insbesondere sämtliche bedeutenden Bilanzierungsthemen und Sachverhalte bereits unterjährig final diskutieren und prüfen. In Bezug auf Folgeprüfungen leben wir den Ansatz „nach der Prüfung ist vor der Prüfung“ und beginnen direkt nach dem Abschluss der Prüfung mit der Planung und Abstimmung für die Prüfung des Folgejahres. Natürlich lassen wir in diese die Erkenntnisse und „Lessons Learned“ aus der vorherigen Prüfung einfließen.

Die Deloitte-Prüfungstechnologien sind in unser gesamtes Handeln integriert und ermöglichen es uns, intelligente Prüfungen durchzuführen. Unsere Technologien haben bereits erhebliche Datenmengen bewältigt, zur detaillierten Risikoidentifikation beigetragen und entwickeln sich dabei immer weiter fort.

Das zeichnet unsere Cloud-basierte Prüfungsplattform Deloitte Omnia aus:

  • Zusammenführung und einheitliche Steuerung verschiedener Technologien und Analytics-Funktionen
  • Anpassungsfähigkeit an unsere Mandanten, an sämtliche Größen und Branchen
  • Kontinuierliche und reibungslose Weiterentwicklung im Schulterschluss mit technologischen Fortschritten
  • In die Prüfung integrierte, innovative Prüfungstechnologien minimieren den manuellen Aufwand durch standardisiertes und automatisiertes Vorgehen
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