Article

Engagement unserer Mitarbeiter

We make an impact that matters

Unsere Mitarbeiter engagieren sich auf vielfältige Weise: als Wirtschaftspate, Stipendiatenbetreuer, Pro-bono-Berater oder in einem der sieben Charity Boards.

Erfahren Sie hier mehr über den Social Impact unserer Mitarbeiter.

Julia Weissgerber ist Pro-Bono-Beraterin von FreeCan, das 2016 den Bildungspreis Hidden Movers Award der Deloitte-Stiftung gewonnen hat.

Julia, wer oder was ist Free Can? 

„FreeCan – Freies Leben“ ist ein Peer-to-Peer-Projekt in Hannover, das sich an junge Männer aus sogenannten „Ehrenkulturen“ richtet, in erster Linie arabisch-türkischer Herkunft. Der Grundgedanke von FreeCan ist, Jugendliche zu Peer-Trainern im Themenbereich Gleichberechtigung auszubilden. Im Zentrum dieser Ausbildung steht die Auseinandersetzung mit Männlichkeitsnormen, Idealen von Männlichkeit, sozialisierten Männer- und Frauenbildern und deren Problematiken. Die ausgebildeten FreeCans (Peer-Trainer) sind in der Lage Workshops in Schulen und Jugendeinrichtungen durchzuführen und die Kernthemen des Projektes an Gleichaltrige zu vermitteln.

Wie bist Du zu dieser Aufgabe gekommen und was machst du genau?

Ich erfuhr von der Pro-bono-Beratung bei einem Teamevent und war sofort interessiert. Zusammen mit meinem Kollegen Sebastian Bienert habe ich FreeCan über sechs Monate beraten. Zu Beginn haben wir uns mit dem Projektteam von FreeCan zusammengesetzt und mittel- und langfristige Ziele festgelegt, bei deren Erreichung wir aktiv unterstützen konnten. Ein übergeordnetes Ziel lautete beispielsweise die Zielgruppe zu erweitern (bspw. für Mädchen/junge Frauen oder Flüchtlinge) und dafür entsprechend Förderung zu beantragen. Wir haben insbesondere bei der Konzepterstellung sowie bei der Ressourcen- und Aufwandsplanung unterstützt. 

Welche Deiner Fähigkeiten konntest Du während der Pro-bono-Beratung einsetzen, die bei Deloitte bisher nicht zum Tragen kamen?

Ich konnte zum ersten Mal in einem großen Maß komplett eigenverantwortlich und unabhängig arbeiten. Sebastian und ich haben eigenständig festgelegt, was die nächsten Schritte sind und wie wir diese umsetzen wollen. Junge Berater stehen sonst nur selten im direkten Austausch mit dem Kunden, deshalb war die Pro-bono-Beratung von FreeCan ein persönliches Highlight und ein wichtiger Schritt in meiner beruflichen Entwicklung.

Welchen persönlichen Gedanken nimmst du mit von diesem Projekt?

Ich finde die Grundidee von FreeCan unglaublich toll. Noch bevor wir uns das erste Mal mit den Projektverantwortlichen getroffen haben, habe ich mir gedacht, dass es definitiv ein Konzept ist, das man über die Grenzen Hannovers hinaus ausweiten müsste. Ich freue mich, dass ich zusammen mit Sebastian zu der Entwicklung von FreeCan beitragen konnte und kann nur allen sagen: Unterstützt dieses vorbildhafte Projekt!

Unter dem Motto „Vorausdenken. Mitgestalten. Nachhalten.“ ist der Tätigkeitsbericht 2016 der Deloitte-Stiftung vor Kurzem veröffentlicht worden. Darin könnt ihr mehr über die Weiterentwicklung von FreeCan und das Engagement unserer Mitarbeiter lesen.

Ljuba Kerschhofer ist Senior Managerin bei Deloitte. Neben ihrem Job engagiert sie sich als Wirtschaftspatin für das JUNIOR-Unternehmen BommeLit.

Ljuba, wer oder was ist BommeLit?

BommeLit ist ein JUNIOR-Schülerunternehmen aus Rosenheim, welches Mützen mit reflektierenden Bommeln herstellt.

Was hat Dich dazu bewegt Wirtschaftspatin zu werden?

Ich engagiere mich gerne in Schülerprojekten. Sei es, wie vor einigen Jahren, für die Kinderuni, um Grundschülern die spannende Welt der Naturwissenschaften zu erschließen. Oder sei es jetzt die JUNIOR-Initiative. Es ist schön, einen Beitrag in der Entwicklung von Kindern leisten zu können – in Kooperation mit der Schule und ihren Lehrern. 

Was waren konkrete Herausforderungen?

Die Schülerinnen sprühen vor Ideen. Diese alle in produktive Bahnen gelenkt zu bekommen, ist nicht immer einfach. Natürlich haben die Schülerinnen in diesem Alter noch wenig Projektmanagementerfahrung. Es besteht daher die Gefahr, dass sich die Schülerinnen verzetteln und am Schluss die Motivation verloren geht. Was in diesem Projekt zum Glück nicht geschehen ist. 

Und was hat Dich am meisten begeistert?

Das Engagement der Schülerinnen ist großartig. Ihr JUNIOR-Unternehmen müssen sie neben ihrem normalen durchaus stressigen Schulalltag vorantreiben. Es ist vorbildlich, dass sie an ihrer Idee drangeblieben sind und sie so weit vorangetrieben haben. Toll war es auch, wie sie die Anregungen des Pitchens aufgenommen haben, damit sie ihre Idee auch effektiv erklären können und optimal „verkauft“ bekommen. Ebenso engagiert wie die Schülerinnen war übrigens auch der betreuende Lehrer. Ohne seine unermüdliche Unterstützung wäre das Projekt nicht so erfolgreich gewesen.

Welche Tipps würdest Du anderen Wirtschaftspaten mitgeben?

Engagiert euch! Es macht Spaß. Und ihr lernt neue Perspektiven kennen. 

BommeLit hat den Bayerischen Landeswettbewerb gewonnen. Dazu gratulieren wir sehr herzlich!

Simon Schön hatte die Idee für eine Netzwerk-Initiative zur beruflichen Integration von Geflüchteten

Die Deloitte-Initiative „GetInSites“ ermöglicht jungen Geflüchteten durch Firmenbesuche erste Einblicke in die Arbeitswelt und unterstützt so ihre berufliche Integration. Dahinter steht die Idee, regionale Netzwerke von Deloitte-Mitarbeitern, Flüchtlingsinitiativen, Mittelständlern und Studentenvereinigungen zu aktivieren. Am 7. April fand der 1. Workshop bei FlixBus in München mit jungen Geflüchteten der JOBLINGE gAG München und Studierenden von academica e.V. Augsburg statt. 

Simon, Du hattest die Idee für GetInSites- wie bist du darauf gekommen?

Ich habe viele Gespräche mit einer befreundeten Leiterin eines Flüchtlingsheims geführt. Sie hat mir aufgezeigt, dass das „In-Kontakt-kommen mit Unternehmen“ eine der größten Herausforderungen für Geflüchtete ist. Als dann Deloitte die Integration-Challenge ausrief, habe ich nicht lange nachgedacht sondern mir das Konzept zu „GetInSites“ überlegt. Ich wollte nicht nur Geld spenden oder über Integration sprechen- ich wollte anpacken. 

Wie war das erste Treffen bei FlixBus?

Es war toll und ich freue mich, dass meine Idee nun Wirklichkeit geworden ist. Ich hatte erwartet, dass diese heterogene Gruppe aus Iraqis, Somalis, Iranern und uns - den FlixBus- und Deloitte-Mitarbeitern - in einem professionellen Rahmen wie bei Flixbus gut harmoniert. Aber das es so gut klappt hat mich positiv überrascht und sehr gefreut. Auch der Input der Studierenden von „academica e.V.“ hat sich bewährt, weil sie am nächsten dran sind an den jungen Geflüchteten. Auch sie befinden sich noch in ihrer Ausbildungs- und Orientierungsphase. Alle Beteiligten haben viele neue Ideen und Eindrücke mit nach Hause genommen. 

Was hat Dich überrascht?

Besonders beeindruckt haben mich die Deutschkenntnisse der Geflüchteten und ihre positive Einstellung immer nach vorne zu schauen. Zudem haben wir viel zusammen gelacht an diesem Nachmittag! Es war schön zu sehen, wie wissbegierig, kreativ und motiviert sie waren. Ich hoffe, dass wir ihnen durch dieses Treffen ein paar neue Türen und Perspektiven öffnen konnten.

Mehr über das Engagement von Deloitte für Geflüchtete und den Tag bei FlixBus kann man hier erfahren.

Christopher Ley berät Pro bono das Hidden-Movers-Gewinnerprojekt 2016 "JUFO"

Christopher, wer oder was ist JUFO?

Das Jugendforum:Politik (kurz „JUFO“) ist ein Bildungsprojekt, das Jugendliche aktiv für Politik gewinnen will. Es setzt auf eine zeitgemäße, jugendgerechte Kombination von Politikveranstaltung und Entertainment, unterstützt von starkem Social-Media-Engagement. Ziel ist es die Politikverdrossenheit junger Menschen in Deutschland zu bekämpfen. Julius Kessler ist Initiator und treibende Kraft. Ich unterstütze ihn seit Dezember letzten Jahres dabei seine Projektidee zu professionalisieren, damit sie in weiteren Bundesländern etabliert wird und möglichst viele Jugendliche erreicht. 

Wie bist Du zu dieser Aufgabe gekommen?

Ich wurde intern gefragt, ob ich Lust hätte als Pro-bono-Berater für ein Bildungsprojekt in Mainz aktiv zu werden. Ich war sofort Feuer und Flamme, nicht nur weil ich in Mainz studiert habe, aber vor allem weil ich mein Wissen in ein Projekt mit gesellschaftlicher Fokussierung einbringe. In einer Unternehmensberatung geht es so gut wie immer um Projektarbeit und damit maßgeblich um Ressourcenmanagement. Das mache ich seit Jahren, daher habe ich mich auf die neue Herausforderung gefreut. Wir Berater leben dafür, unsere Erfahrung weiterzugeben und Menschen Werkzeuge zur Zielerreichung an die Hand zu geben. Als ich Julius kennenlernte, stand vor mir ein hochmotivierter junger Mensch mit klarer Vision. Es fehlt ihm so gut wie nichts, außer ein wenig Coaching und ein guter Sparringspartner. Auch das Projekt hat mich begeistert. 

Was empfiehlst Du Menschen, die sich selbst Pro bono engagieren wollen?

Ein Pro-bono-Projekt, das inhaltlich ganz anders ist als das, was man sonst macht, hilft sehr, aus dem gewohnten Denksilo auszubrechen. Und es macht einfach Spaß. In einem Projekt muss man immer Menschen motivieren. Wenn man sich also engagieren möchte, dann sollte man sich kümmern: dazu gehören regelmäßige Meetings, die Verfügbarkeit bei Fragen und natürlich vor allem der persönliche Kontakt. Konkret auf das Projekt von Julius bezogen bin ich überzeugt, dass hier der Return-on-Investment und der soziale Impact groß sein werden. Ihm hilft jetzt jegliche Unterstützung, nicht nur finanziell, sondern insbesondere auch Kontakte im Politikbereich. Je mehr mitmachen, umso mehr junge Menschen kann er erreichen.

Die Deloitte-Stiftung verleiht einmal im Jahr den Bildungspreis Hidden Movers an unbekannte und gemeinnützige Bildungsinitiativen. Interesse geweckt? Am 31.3.2017 startet die Ausschreibung zum Hidden Movers Award 2017. Informieren Sie sich hier! 

Sandra Posern ist Strategieberaterin bei Deloitte und Wirtschaftspatin für ein Münchener Schülerunternehmen

Sandra, was hat Dich dazu bewegt Wirtschaftspatin zu werden?

Ich habe zu Schulzeiten selbst ein Schülerunternehmen mitgegründet. Es hat riesigen Spaß gemacht! Wir haben damals unsere Geschäftsidee zum Thema Car Sharing entwickelt. Als ich im Sommer 2015 hörte, dass man bei Deloitte Wirtschaftspatin für JUNIOR-Unternehmen werden kann, war ich sofort Feuer und Flamme. Mein erstes Schülerunternehmen hieß „Simply the bag“ und hat eine praktische Mehrweg-Einkaufstasche aus Baumwolle hergestellt – eine kreative und gleichzeitig nachhaltige Idee! Die Schüler waren auf der Berufsschule, also schon etwas älter als der Durchschnitt bei JUNIOR. Sie wurden Landessieger von Bayern und Dritter beim Bundeswettbewerb.

Gab es Herausforderungen?

Aller Anfang ist schwer – denn die Schüler wussten zunächst nicht so genau, wie sie in den Ring steigen sollten. Für mich war die Sache schnell klar. Die Herausforderung bestand aber darin, die für mich „einfachen Dinge“ für Schüler verständlich zu formulieren. Ich habe mich alle zwei Wochen mit ihnen getroffen und ihnen gezeigt, wie ich sie unterstützen kann. Von da an lief es wirklich gut. Und mit dem ersten Umsatz stieg auch die Motivation – wie bei jedem Unternehmer!

Und was hat Dich am meisten begeistert?

Zum einen war es cool, dass wir fast gleichalt waren. Dadurch hat sich eine enge Beziehung entwickelt. Nach Beendigung der Patenschaft habe ich noch für viele Bewerbungsunterlagen geprüft. Wir sind auch weiterhin über Facebook in Kontakt. Zum anderen begeistert natürlich der Erfolg, wie bei jedem gemeinschaftlichen Sieg. Was mich zum dritten Punkt führt: die Wertschätzung, die man erhält ist unbezahlbar. Deswegen habe ich dieses Jahr auch wieder ein Schülerunternehmen übernommen. Die Schule ist die gleiche nur das Produkt etwas anders: dieses Mal werden Segelschuhe umdesignt und verkauft. Mal sehen wie weit wir es dieses Jahr schaffen!

Welche Tipps kannst Du zukünftigen Wirtschaftspaten mitgeben?

Ganz wichtig ist, dass man kein ominöser Geist aus der Wirtschaft bleibt, sondern sich persönlich in der Schule vorstellt, erklärt was man macht und aufzeigt, wie man unterstützen und helfen kann. Zudem sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass für uns einfache wirtschaftliche Fragestellungen nicht selbstverständlich für Schüler sind.

Interessiert am JUNIOR-Projekt? Hier gibt's weitere Informationen.

Melena Wupper, Managerin bei Deloitte im Bereich Consulting, hat über sechs Monate die Laureus Sport for Good Foundation Pro bono beraten.

Melena, was habt Ihr in eurer Beratungszeit erreicht? 

Das Ziel unseres Projektes war es, die Arbeit der Stiftung zu skalieren und so noch mehr Kinder und Jugendliche zu erreichen. Dies erfolgt über weitere Standorte in den bestehenden Projekten. Hierfür sind natürlich zusätzliche Einnahmen nötig. Wir haben den Spendenmarkt analysiert und Botschaften und Kanäle für eine Zielgruppenansprache abgeleitet. Darüber hinaus haben wir ein Förderkonzept für Unternehmen entwickelt. So können Partner künftig aus definierten Förderpaketen auswählen und so zum Beispiel ein spezifisches Projekt in ihrer Region fördern. Sie wirken so als Katalysator für die Arbeit der Stiftung, die verstärkt den Aufbau neuer Standorte finanzieren kann. Um dem Stiftungsteam mehr Kapazität zu verschaffen, sich der Betreuung der Projekte und der Skalierung zu widmen, haben wir die heutigen Prozesse, z.B. das Reporting oder die Projektevaluation, analysiert und standardisiert. Außerdem haben wir die Einstellung einer weiteren Arbeitskraft empfohlen. Dies wurde vom Vorstand genehmigt und wurde bereits umgesetzt!

Was war besonders an der Beratung der Laureus Sport for Good Foundation?

Die Laureus Sport for Good Foundation ist, verglichen mit meinen sonstigen Kunden, klein. Dadurch konnte ich in alle Geschäftsbereiche und Prozesse blicken und war thematisch breit aufgestellt. Ich konnte konzeptionell Ideen entwickeln, aber auch stark durch operative Tools unterstützen. Bei meinen sonstigen Projekten ist das oft anders, entweder ist die Fragestellung sehr viel enger gefasst oder man ist sehr „high-level“ unterwegs. Besonders war auch die enge Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer. Wir haben viele Stunden intensiv diskutiert und gemeinsam entschieden, wie die nächsten Schritte aussehen. Es war super, so nah an der Gestaltung beteiligt zu sein und Entscheidungen schnell und pragmatisch zu treffen.

Was hat Dich persönlich an dem Projekt begeistert?

Der Gestaltungsfreiraum war toll! Ich konnte wirklich etwas bewegen und freue mich dazu beigetragen zu haben, dass Laureus Sport for Good künftig das Leben von noch mehr Kindern und Jugendlichen verändert. Außerdem konnte ich in kurzer Zeit inhaltlich sehr viel voranbringen „Deloitte makes an impact that matters“ – dies ist das Leitbild des globalen Handels von Deloitte. Es war eine besondere Erfahrung,  dass ich das durch mein Pro-Bono-Engagement für Laureus Sport for Good real umsetzen konnte. 

Würdest Du deinen Kollegen so ein Pro-Bono-Projekt empfehlen?

Auf jeden Fall! Du kannst gesellschaftlich etwas bewirken und dabei deinen eigenen Horizont erweitern- diese Erfahrung ist einmalig. Du schaust dir das Projekt gesamtheitlich an und blickst nicht nur in einzelne Bereiche hinein. Ich habe durch das Laureus-Beratungsprojekt eine neue Sichtweise gewonnen und kann neue Impulse in meine anderen Projekte einbringen.

Hier geht's zur Website von Laureus Sport for Good

Hannah Gutschera hat Pro bono das "Integrationsprojekt Kistlerhofstraße", Hidden-Movers-Gewinner 2015, beraten

Hannah, was ist das Besondere an dem Projekt, das Du berätst?

Bei dem Integrationsprojekt von Condrobs in der Kistlerhofstraße 144 geht es um ein integratives Wohnmodell mit jungen Flüchtlingen im Alter von 16-21 und Studenten, die in dem Wohnheim zusammen leben und dort voneinander lernen. Beide Seiten können davon profitieren: die Flüchtlinge werden von Studierenden in ihrem Alltag begleitet und somit schneller integriert und die Studenten können sich nicht nur sozial engagieren, sondern auch durch Nebenjobs wie Pfortendienst im Wohnheim ihre Zimmermiete reduzieren.

Welchen gesellschaftlichen Impact erzielst Du mit der Beratung? Was hat die Beratung bisher gebracht?

Da ich das Projekt von außen mit einem objektiven Blick betrachten kann und nicht in das operative Tagesgeschäft eingebunden bin, habe ich eine ganz andere Sichtweise auf die internen Prozesse und Strukturen. Daher bestand und besteht mein Beratungsangebot hauptsächlich darin, diese zu professionalisieren. Gemeinsam mit den Projektverantwortlichen haben wir Qualifizierungsmaßnahmen für Studentische Angestellte definiert und erarbeitet und die Qualifizierung für neue Mitarbeiter standardisiert. Das erste Coaching für die Studenten über Verhaltensregeln und Umgangsformen im Arbeitsleben habe ich bereits selbst durchgeführt, die weiteren Kurse bspw. zu interkulturellen Kompetenz organisiert der Träger des Projekts dann selbst.

Was bringt Dir die Pro-Bono-Beratung persönlich? Was ist Deine persönliche Motivation?

Ich finde es schön, dass ich meine Kompetenzen als Unternehmensberaterin auch einmal in einem anderen Kontext unter Beweis stellen kann. Der Beratungsbedarf für das Integrationsprojekt ist ein anderer als bei den Unternehmen, die ich im Rahmen meiner Tätigkeit bei Deloitte berate, da hier der wirtschaftliche Aspekt nicht so sehr im Vordergrund steht. Für das Projekt wiederum ist es von Vorteil, wenn eine außenstehende Person mit einem ökonomischen Background auf die internen Strukturen schaut. Gemeinsam versuchen wir die Zusammenarbeit zu erleichtern und können so die wirtschaftliche mit der sozialen Perspektive verbinden. Für mich selbst ist es natürlich auch spannend zu sehen, welche politischen und rechtlichen Rahmenbedingen innerhalb der Flüchtlingsthematik zu beachten sind. 

Persönlich motiviert mich vor allem, dass ich auch außerhalb meiner Tätigkeit bei Deloitte etwas bewegen kann, und dass ich mit meiner Beratung einen wirklichen Impact erzielen kann. Die Fähigkeiten und Erfahrungen, die ich während meiner Beratertätigkeit bisher bei Deloitte gesammelt habe, sind dabei sehr hilfreich. Mir macht es Spaß, Coachings für Studenten vorzubereiten und durchzuführen. Außerdem habe ich mehr Freiheiten was die Projektdurchführung anbelangt, das ist zwischendurch eine ganz willkommene Abwechslung. Ganz besonders freue ich mich über den Dank und die Anerkennung, die ich für meine Unterstützung immer wieder bekomme.

Die Deloitte-Stiftung verleiht einmal im Jahr den Bildungspreis Hidden Movers an unbekannte und gemeinnützige Bildungsinitiativen. Hier geht's zur Bewerbung für den Hidden Movers Award 2016!

In diesem Film erfährt man mehr über das Integrationsprojekt Kistlerhofstraße.

Deloitte-Mitarbeiter Babak Stege ist Wirtschaftspate für ein JUNIOR-Schülerunternehmen

Babak, warum bist Du Wirtschaftspate geworden?  

Ich war von dem Projekt begeistert: Schülerinnen und Schüler entwickeln bereits während ihrer schulischen Laufbahn gemeinsam eine Geschäftsidee. Das wollte ich auf jeden Fall unterstützen und etwas von meinen praktischen Erfahrungen weitergeben. Ich war sehr gespannt, wie Schüler an ein solches Projekt herangehen und versuchen es umzusetzen. 

Welches Schülerprojekt unterstützt Du?

Ich unterstütze das JUNIOR-Unternehmen „EQuOtes“ der Europäischen Schule Frankfurt. Mit EQuOtes (Economic und Quotes) vertreiben die Schüler individuell gestaltete alltägliche Gegenstände von Shirts bis Tassen, die mit wirtschaftsrelevanten Zitaten und Sprüchen bedruckt werden, bspw. „Money can't buy you happiness, but I'd rather cry in my Ferrari.”

Was gibt es dabei für Herausforderungen? 

Ich muss meine Arbeit mit der ehrenamtlichen Tätigkeit vereinen. Zudem gab es zahlreiche Hürden, die es zu überwinden galt: von der Überzeugung potentieller Anteilseigner, über die Vermarktung der Produkte bis hin zur Erstellung  einer Verkaufsplattform. Es war interessant zu beobachten, dass Schüler ganz anders an diese Dinge herantreten. Für mich als Wirtschatspate war es eine Herausforderung auf einer Ebene mit den Schülern Lösungen zu suchen und gezielt umzusetzen.

Was bringt Dir die Tätigkeit als Wirtschaftspate persönlich?

Es macht mir wirklich Spaß und es ist schön zu sehen, wie die Schüler in ihrem Vorhaben erfolgreich vorankommen. Außerdem ist es eine wertvolle Erfahrung, sich auf die Arbeitsweisen und Kommunikationsebenen von 10.-Klässlern einzustellen und anzupassen.

Übrigens: „EQuOtes“ wurde gerade im JUNIOR-Landeswettbewerb von der Jury ins Finale gewählt. Infos dazu gibt's auf der Facebook-Seite von „EQuOtes“.

Mehr Informationen über JUNIOR und das Engagement der Deloitte-Mitarbeiter gibt's hier.

 

Deloitte-Mitarbeiterin Sonja Wachsmuth berät pro Bono das Hidden-Movers-Gewinnerprojekt "Kinderopernhaus Lichtenberg"

Sonja, was ist das Besondere an dem Projekt, das Du berätst?

Ich berate das Kinderopernhaus Lichtenberg, das Kindern zwischen 8 und 12 Jahren die Möglichkeit bietet, an einer Opernproduktion mitzuwirken und gemeinsam mit professionellen Künstlern auf der Bühne zu stehen. Durch die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen ist ein lebendiges Netzwerk entstanden und die Kinder kommen durch das Kinderopernhaus oft zum ersten Mal mit klassischer Musik in Berührung. Durch die Proben schulen sie ihre Konzentrationsfähigkeit, ihre soziale Interaktion und bekommen ganz neue sprachliche Anreize. Ich für meinen Teil bin zuversichtlich, dass ein großer Teil der teilnehmenden Kinder in Zukunft das typische Klassik Publikum aufmischen werden. 

Welchen gesellschaftlichen Impact erzielst Du mit der Beratung? Was hat die Beratung bisher gebracht? 

Das Ziel der Beratung ist es, das Kinderopernhaus weiter zu professionalisieren und eine langfristige Finanzierung sicherzustellen. Das Kinderopernhaus bietet ein ganzjähriges Angebot, in dessen Zentrum die jährliche Opernproduktion steht. Da es ein Kooperationsprojekt ist, hat das Opernhaus viele „Mitspieler“. Das Kernteam hingegen ist recht klein und die bisherige Organisationsstruktur ist natürlich gewachsen und hatte an einigen Stellen Redundanzen. Wir haben zunächst gemeinsam den Informationsbedarf und die bisherigen Verantwortlichkeiten analysiert und Verbesserungspotenziale aufgedeckt. Mit einer klaren Kommunikationsstrategie sollen mehr Freiräume bei den Hauptverantwortlichen geschaffen werden. Mit der gewonnenen  Zeit soll das Thema Finanzierung stärker und zielgerichteter angegangen werden. 

Was bringt Dir die Pro-Bono-Beratung persönlich?

Ich persönlich habe in meiner Kindheit leider wenig Kontakt zu klassischer Musik gehabt und bin über den obligatorischen Blockflötenunterricht nicht hinaus gekommen. Heute finde ich es sehr schade, dass ich kein besseres musisches Verständnis habe und kein Instrument spiele. Das Konzept des Kinderopernhauses finde ich toll und ich bin mir sicher, dass die Kinder sehr von ihren dort gemachten Erfahrungen profitieren. Für mich ist es natürlich auch spannend, meine Erfahrung einmal in einem ganz anderen, weniger professionalisierten Bereich einzusetzen. Ein Highlight war für mich, dass ich noch Gelegenheit hatte, die letzte Vorstellung der Produktion „Es liegt in der Luft“ anzusehen. Was dort auf die Beine gestellt wurde, ist wirklich fantastisch und man sieht, mit wie viel Spaß die Kinder bei der Sache sind. Ich hoffe, dass meine Kinder noch Gelegenheit haben, beim Kinderopernhaus mitzumachen.

Die Deloitte-Stiftung verleiht einmal im Jahr den Bildungspreis Hidden Movers an unbekannte und gemeinnützige Bildungsinitiativen. Interesse geweckt? Am 31.3.2017 startet die Ausschreibung zum Hidden Movers 2017. Informieren Sie sich hier! 

Fanden Sie diese Information hilfreich?