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Financial Markets Regulatory Outlook 2021

Erholung, Erneuerung, Wiederaufschwung

Die regelmäßig zum Jahreswechsel durch das EMEA Centre for Regulatory Strategy von Deloitte erstellte Bewertung betrachtet, wie die wichtigsten regulatorischen Entwicklungen die Finanzdienstleistungsbranche im vor uns liegenden Jahr beeinflussen werden. Zugleich verdeutlicht der Report, wie Führungskräfte diese Trends frühzeitig antizipieren und effektiv auf diese reagieren können.

 

 

 

Die diesjährige Ausgabe des EMEA Regulatory Outlooks von Deloitte identifiziert neun sektorübergreifende Themen, die für den Finanzdienstleistungssektor im Jahr 2021 von besonderer strategischer Bedeutung sein werden. Darüber hinaus zeigt der Report eine Reihe aufsichtsrechtlicher Schwerpunkte für das kommende Jahr mit Blick auf die einzelnen Sektoren – Banken, Versicherungen und Investment Management – auf. Die Kernthemen werden nachfolgend kurz zusammengefasst und können im Detail dem vollständigen Report entnommen werden.

Einladung zum Webcast: Vorstellung der regulatorischen Neuerungen im Finanzsektor

17.03.2021, 10.00–11.00 Uhr

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Kreditrisiko, Finanzstabilität und die Frage nach der Nachhaltigkeit der Geschäftsmodelle

Im Zuge der COVID-19-Pandemie wird die Unsicherheit in Bezug auf die Ausfallrisiken der Kreditportfolien zunehmend größer. Dies wirft zum einen die Frage auf, wie kurzfristig die Stabilität der Finanzmärkte sichergestellt werden kann, und zum anderen, wie zukunftssicher die Geschäftsmodelle einiger Marktteilnehmer auf lange Sicht noch sind. Institute werden 2021 mit der Herausforderung konfrontiert sein, Wertberichtigungen für Kreditrisiken zu managen, Maßnahmen zur Förderung einer raschen Erholung zu implementieren, an der Aufrechterhaltung der Widerstandsfähigkeit zu arbeiten und gleichzeitig die Zukunftstauglichkeit ihrer Geschäftsmodelle auf den Prüfstand zu stellen.

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Die IBOR-Transition: Letzter Aufruf

Das Jahr 2021 wird – zumindest größtenteils – das letzte Übergangsjahr im Rahmen der IBOR-Reform sein. Trotz der den Behörden zur Verfügung stehenden Instrumente zur Steuerung des Prozesses bleibt das Risiko eines ungeordneten Übergangs. Es erscheint hoch wahrscheinlich, dass im Januar 2022 diverse unterschiedliche Zinssätze am Markt existieren. Eine vollumfassende Abstimmung innerhalb der Branchen oder unter den Regulatoren ist hingegen wohl nicht zu erwarten.

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Post-Brexit: Die Zeit nach der Übergangsphase

Mit dem endgültigen Ablauf der Übergangsphase am 31.12.2020 bleibt den Finanzdienstleistern aus dem Vereinigten Königreich mit Geschäft in der EU nur die Möglichkeit, weiterhin Verlagerungen in die EU-Finanzzentren vorzunehmen. Es ist nicht zu erwarten, dass der Umsetzungsdruck für diese Unternehmen abnimmt, da Aufsichtsbehörden die Erfüllung der in den Zulassungsplänen vereinbarten Auflagen fordern werden. Ferner ist davon auszugehen, dass die EU-Aufsichtsbehörden auf eine zunehmende Verlagerung von Clearing-Aktivitäten in die EU-Zentren drängen werden.

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Sustainability

Auch während der Pandemie hat die Arbeit der Regulatoren und Aufsichtsbehörden im Hinblick auf Nachhaltigkeit nicht geruht. Vielmehr wurde der Prozess bezüglich verschiedener klimabezogener Stresstest-Initiativen kontinuierlich vorangetrieben. Gleichzeitig wurden Finanzdienstleister dazu angehalten, ESG-Aspekte vollumfänglich in ihre Geschäftsstrategie sowie ihr Risikomanagement-Framework zu integrieren.

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Verhaltensweisen, Kultur und Governance

In vielen Ländern hat auch der Verbraucherschutz für die Aufsichtsbehörden einen hohen Stellenwert. Im Zuge der Pandemie erwarten wir, dass die zuständigen Behörden dieser Länder einen noch stärkeren Fokus auf die Verhaltensweisen, die Kultur und die Governance von Finanzdienstleistungsunternehmen legen werden. So werden die Aufseher die Förderung einer Kultur erwarten, die für die Kunden zu den bestmöglichen Ergebnissen führen. Gleichzeitig stehen Finanzdienstleister jedoch weiterhin unter Druck, auch ihre eigene finanzielle Stabilität verantwortungsvoll zu managen. Dies könnte zu einem Zielkonflikt zwischen aufsichtlicher Erwartungshaltung und Zielen der Finanzdienstleister führen.

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Umsetzung von Digitalisierung und Innovationen

Digitalisierung und technologische Innovationen werden die zentralen Treiber für eine rasche Erholung und künftiges Wachstum sein. Das gilt ganz besonders vor dem Hintergrund, dass sich die (digitalen) Kundenpräferenzen im Zuge der Pandemie nachhaltig verändert haben. Finanzdienstleister sollten sich jedoch der Bedenken der Aufsichtsbehörden bewusst sein, die durch die immens hohe Geschwindigkeit bei der Umsetzung der Digitalisierung hervorgerufen werden. Dazu gehören Themen wie die operative Stabilität, Risiken im Bereich des Zahlungsverkehrs sowie Fragestellungen im Kontext von Künstlicher Intelligenz (KI) und Big Data-Analysen.

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Financial Crime im New Normal

Im Zuge der COVID-19-Pandemie hat es einen erheblichen Wandel in Richtung Remote-Work gegeben. Die Aufsichtsbehörden sind zunehmend beunruhigt, dass hierdurch neue Muster von Financial Crime ermöglicht wurden und diesbezügliche Angriffe erleichtert werden. Kurzfristig wird daher ein besonderes Augenmerk der Aufsichtsbehörden auf der Sicherstellung robuster Risiko- und Kontrollsysteme liegen, die im „New Normal“ nachhaltig bestehen können.

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Regulatorische Divergenz zwischen der EU und Großbritannien

Es gibt eine Reihe sehr zentraler regulatorischer Themen, bei denen bereits absehbar ist, dass Großbritannien im kommenden Jahr von dem Ansatz der EU abweichen wird. Für den Bankensektor sind die CRR III/CRD V zur Umsetzung der verbleibenden Themen aus Basel III dafür einschlägige Beispiele. Für Versicherungsunternehmen ist eine wesentliche Abweichung in den strittigeren Bereichen der Solvency II-Umsetzung sehr wahrscheinlich.

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Operative Stabilität

Außerdem ist es für die Aufsichtsbehörden wichtig sicherzustellen, dass Finanzdienstleistungsunternehmen ihre Lehren aus den bisherigen Entwicklungen der COVID-19-Pandemie gezogen haben und für weitere Wellen und die resultierenden Beeinträchtigungen gewappnet sind. Wenngleich Finanzdienstleister während der Pandemie ihre operative Stabilität bisher überwiegend aufrechterhalten konnten, werden sich Aufseher damit nicht zufriedengeben. Vielmehr werden sie erwarten, dass sich Finanzdienstleister auf noch herausforderndere Krisenszenarien einstellen.

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Sektorspezifische aufsichtsrechtliche Schwerpunkte

Neben den zuvor aufgeführten übergreifenden Themen umfasst der Regulatory Outlook 2021 auch eine Reihe zentraler sektorbezogener Inhalte. Die wichtigsten aufsichtsrechtlichen Entwicklungen für das Jahr 2021 werden im vollständigen Report für die einzelnen Sektoren – Banken, Versicherungen und Investment Management – ausführlich behandelt.

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Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen darüber, wie diese Themenfelder auf Ihr Unternehmen anwendbar sind und wie wir Sie im Rahmen der anstehenden regulatorischen Entwicklungen unterstützen können.