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Ethik in der Zukunft der Arbeit

KI Biases, Überwachung, Automatisierung: Wie gehen Unternehmen mit den ethischen Fragestellungen um?

Organisationen sehen sich im Zeitalter von Automatisierung, Künstlicher Intelligenz und dem Einsatz disruptiver Technologien mit neuen, komplexen Herausforderungen konfrontiert. Das Thema Ethik in der Zukunft der Arbeit steht zunehmend im Fokus und birgt sowohl Chancen als auch Risiken für die Führung von morgen. Erfahren Sie mehr dazu im Work Awesome Webcast mit Maren Hauptmann, Partnerin und Portfolio Lead Human Capital Consulting bei Deloitte.

Unternehmen sehen sich zunehmend mit ethischen Herausforderungen im Spannungsfeld von Mensch und Maschine konfrontiert. Dies wirft folgende kritische Fragestellungen auf:

  • In welchem Kontext entstehen ethische Herausforderungen in Organisationen heute?
  • Inwiefern ist eine kritische Reflexion des Einsatzes von Automatisierung und Künstlicher Intelligenz lohnenswert?
  • Inwieweit sind KI-basierte Entscheidungen mit moralischen Gesichtspunkten vereinbar?
  • Wie können Unternehmen mit Vorbehalten in der öffentlichen Wahrnehmung gegenüber Künstlicher Intelligenz umgehen?
  • Wie lassen sich ethische Dilemmata, die sich bei der Nutzung von Technologien ergeben, durch Organisationen und insbesondere Führungskräfte auflösen?

 

In unserem Experten-Talk im Rahmen der „Work Awesome“ Webcast Reihe spricht Maren Hauptmann, Partnerin und Portfolio Lead Human Capital Consulting bei Deloitte, über die ethische Verantwortung von Organisationen bei der Nutzung von Technologien des 21. Jahrhunderts. Wir diskutieren die wichtigsten Problemfelder anhand konkreter Use Cases und stellen erfolgreiche Beispiele aus der Praxis vor.

Im Kontext des technologischen Wandels hat sich gezeigt, dass die meisten Unternehmen nicht darauf vorbereitet sind, adäquat mit den ethischen Problemstellungen umzugehen, welche die Mensch-Maschine-Interaktion betreffen. Hieraus ergibt sich ein großer Handlungsdruck, die sich auch in den Deloitte Human Capital Trendstudien widerspiegelt.

Es besteht die betriebswirtschaftliche Notwendigkeit sich mit ethischen Fragen auseinanderzusetzen, da sonst mittel- und langfristige Produktivitätseinbußen, gesundheitliche Schäden für die Mitarbeitenden und Reputationsrisiken drohen. Unternehmen müssen dabei drei Dimensionen berücksichtigen:

  1. Wie vereinen Organisationen Menschen und Technologien?
  2. Wie steuern Organisationen diese neuartigen Mensch-Technologie-Kombinationen?
  3. Wie lässt sich die Arbeitsbeziehung zwischen Individuen, Teams und Technologien operationalisieren?

Eine neue Denkweise ist erforderlich: Die Grenzen zwischen Mensch und Maschine verschwimmen zunehmend, weshalb diese Schnittstelle nicht als Konflikt zweier Gegensätze gesehen werden sollte.

Welche Maßnahmen können Organisationen dabei helfen, die ethischen Dilemmata aufzulösen?

  • Die Entwicklung eines Ethical Tech Mindsets: Perspektivwechsel von der Frage „Können wir das tun?“ hin zu „Wie sollten wir das tun?“
  • Eine vertrauensvolle Unternehmenskultur: Unternehmen, die stärker auf Ethical Tech fokussiert sind, haben eine mehr als doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit, strategische Technologieentscheidungen auf Grundlage einer diversen und inklusiven Stakeholderbasis zu treffen
  • Ein klarer Entscheidungsrahmen, der als Orientierung für Führungskräfte dient
  • Die Schaffung neuer Rollen- und Führungspositionen
  • Das Wissen in den Vordergrund stellen: Immersive Learning und Fortbildungen
  • Das Vorantreiben ethischer Fragestellungen durch Vorstand und C-Suite

Unternehmen kommt die komplexe Aufgabe zu, sich mit ethischen Aspekten in Bezug auf alle Dimensionen der Zukunft der Arbeit auseinanderzusetzen. Die Kernherausforderung besteht darin, die Stärken von Mensch und Maschine optimal zu kombinieren, um als Social Enterprise einen nachhaltigen Mehrwert für alle Stakeholder zu schaffen. 

Sie möchten mehr zum Thema Ethik in der Zukunft der Arbeit erfahren?

Laden Sie hierzu den Auszug der Human Capital Trend Studie herunter.

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