Droht die Stagflation in der Schweiz?

Die Schweizer CFO-Umfrage von Deloitte – 2. Halbjahr 2022

Sie sind CFO und haben Interesse an der CFO-Umfrage teilzunehmen?

Zusammenfassung

CFOs schätzen die wirtschaftlichen Aussichten für die Schweiz deutlich schwächer ein als noch vor sechs Monaten, ein Konjunktureinbruch steht aber noch nicht bevor. Ein Lichtblick zeigt sich auch in den Umsatzerwartungen, die mehrheitlich positiv ausfallen. Die Risikolandschaft hat sich in Richtung der Folgen von geopolitischen Ereignisse verlagert, die von Knappheit und Preissteigerungen bestimmt werden: Inflation, Lieferkettenprobleme, steigende Rohstoff- und Energiepreise sowie Energieknappheit sind die am häufigsten genannten Risiken.

Über die Umfrage

Die Schweizer CFO-Umfrage gibt einen Überblick über die wirtschaftliche Einstellung von CFOs und Group Finance Directors von bedeutenden Unternehmen mit Sitz in der Schweiz. Sie erscheint halbjährlich, orientiert sich an der europäischen CFO-Umfrage und beinhaltet eine Mischung von Fragen, die für den CFO auf Geschäftsumfeld-, Unternehmens- und operativer Ebene relevant sind.

Wichtigste Ergebnisse der Schweizer Umfrage

Neu erwartet im Saldo eine knappe Mehrheit der CFOs eine negative Entwicklung der Schweizer Konjunktur in den nächsten 12 Monaten. Noch pessimistischer beurteilen die Befragten die Aussichten für Deutschland und China – zwei der wichtigsten Handelspartner der Schweiz. Die Kombination von schlechteren Konjunkturaussichten und steigenden Inflationserwartungen deuten auf ein erhöhtes Stagflationsrisiko.

Die finanziellen Unternehmensaussichten verschlechtern sich merklich. Ein Lichtblick zeigt sich in den Umsatzerwartungen, die mit deutlicher Mehrheit positiv ausfallen. In einem inflationären Umfeld kann dies aber auch schlicht an höheren Preisen liegen – und nicht an steigendem Geschäftserfolg. Der Margendruck steigt und CFOs stehen wieder vermehrt auf der Kostenbremse.

CFOs erwarten, dass die Inflation in der Schweiz auf 2.9% in 12 Monaten und auf 2.4% in 24 Monaten sinkt, sofern die Leitzinsen weiter steigen. Vorläufig wird weiterhin mit erhöhter Inflation gerechnet, was Massnahmen zur Abfederung der Folgen entsprechend wichtig macht.

Die Geopolitik wird von einem abstrakten Risiko zum realen Nachteil. Die Folgen der jüngsten Entwicklungen sind vielfältig: Lieferkettenprobleme, Energie- und Rohstoffversorgung und Preissteigerungen. Unternehmen geben mit unterschiedlichsten Massnahmen Gegensteuer.

Neu erwartet im Saldo eine knappe Mehrheit der CFOs eine negative Entwicklung der Schweizer Konjunktur in den nächsten 12 Monaten. Noch pessimistischer beurteilen die Befragten die Aussichten für Deutschland und China – zwei der wichtigsten Handelspartner der Schweiz. Die Kombination von schlechteren Konjunkturaussichten und steigenden Inflationserwartungen deuten auf ein erhöhtes Stagflationsrisiko.

Die finanziellen Unternehmensaussichten verschlechtern sich merklich. Ein Lichtblick zeigt sich in den Umsatzerwartungen, die mit deutlicher Mehrheit positiv ausfallen. In einem inflationären Umfeld kann dies aber auch schlicht an höheren Preisen liegen – und nicht an steigendem Geschäftserfolg. Der Margendruck steigt und CFOs stehen wieder vermehrt auf der Kostenbremse.

CFOs erwarten, dass die Inflation in der Schweiz auf 2.9% in 12 Monaten und auf 2.4% in 24 Monaten sinkt, sofern die Leitzinsen weiter steigen. Vorläufig wird weiterhin mit erhöhter Inflation gerechnet, was Massnahmen zur Abfederung der Folgen entsprechend wichtig macht.

Die Geopolitik wird von einem abstrakten Risiko zum realen Nachteil. Die Folgen der jüngsten Entwicklungen sind vielfältig: Lieferkettenprobleme, Energie- und Rohstoffversorgung und Preissteigerungen. Unternehmen geben mit unterschiedlichsten Massnahmen Gegensteuer.

Top 10 der Unternehmensrisiken für CFOs in der Schweiz

1

Inflation

2

Lieferkettenprobleme

3

Rohstoff- und Energiepreise

4

Arbeitskräftemangel

5

Nachfrageschwäche / Rezession

6

Energiemangellage

7

Geopolitische Risiken / Krieg

8

Geldpolitik / Zinsumfeld

9

Kapitalkosten / -mangel

10

Preis- / Kosten- / Margendruck

Kontakte

Alessandro Miolo

Managing Partner, Audit & Assurance

amiolo@deloitte.ch +41 58 279 7227 Profil anzeigen

Michael Grampp

Research Director & Chefökonom

mgrampp@deloitte.ch +41 58 279 6817 Profil anzeigen

Dennis Brandes

Senior Research Manager

dbrandes@deloitte.ch +41 58 279 6537 Profil anzeigen

Anfrage für eine Offerte

Kontaktieren Sie uns