Deloitte CFO-Umfrage

Medienmitteilungen

Schweizer Finanzchefs blicken mehrheitlich optimistisch auf das Jahr 2017

Zürich, 10. Januar 2017

Der Trend zum wirtschaftlichen Aufschwung der letzten Quartale bestätigt sich. Die Winterausgabe der Deloitte CFO-Umfrage zeigt, dass sich die konjunkturellen und finanziellen Erwartungen der Schweizer Finanzchefs weiter verbessert haben. Selbst die andauernden makroökonomischen Risiken und Sorgen vermögen diese Tendenzen nicht zu stören. 64% der CFOs sehen ihr Unternehmen in den nächsten zwölf Monaten finanziell besser dastehen.

Seit zwei Jahren erholen sich die wirtschaftlichen Aussichten für Schweizer Unternehmen sukzessive. Sind die Unternehmen im Januar 2015 herb vom Frankenshock getroffen worden, wächst die Zuversicht der Schweizer CFOs seitdem Schritt für Schritt. Zum ersten Mal liegt der Nettosaldo im vierten Quartal 2016 für die finanziellen Unternehmensaussichten – also die Differenz zwischen der positiven und der negativen Erwartung – mit 55% wieder über der 50-Prozent-Marke. 64% der befragten 101 CFOs sind somit in den nächsten zwölf Monaten zuversichtlich   für die finanzielle Entwicklung ihres eigenen Unternehmens (Q3 2016: 53%). Gleichzeitig liegen die negativen Erwartungen mit 9% (gegenüber 12% im Vorquartal) erstmals nur noch im einstelligen Bereich. 

Losgelöst von der Sicht auf das eigene Unternehmen schätzen insgesamt 93% der Schweizer Firmenchefs die Konjunkturaussichten für die nächsten zwölf Monate als positiv oder zumindest neutral ein. Verglichen zum Vorquartal haben sich somit die negativen Erwartungen von 12% auf 7% abgeschwächt, während die explizit positiven Konjunkturerwartungen sich auf 50% erhöht haben. Auch die offiziellen Konjunktur­prognosen gehen weiter von einer Erholung der Schweizer Wirtschaft aus. Trotz leichtem Dämpfer im dritten Quartal 2016 (0% Wachstum) prognostiziert das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO ein Wachstum von 1.5% für 2016 und von 1.8% für 2017.

«Die Schweizer Unternehmen befinden sich in einer erfolgsversprechenden Erholungsphase, was die eigenen Entwicklungsaussichten angeht. Trotz bestehender externer Risiken sind viele Firmen optimistisch für eine Vorwärtsstrategie und erkennen vielversprechende Wachstumschancen», kommentiert Michael Grampp, Chefökonom bei Deloitte in der Schweiz, das wirtschaftliche Umfeld. «Konkret nennen Schweizer CFOs insbesondere Expansionspläne durch M&A-Transaktionen oder die Erschliessung ausländischer Märkte als Chancen. Aber auch die Investition in neue, innovative Produkte und Digitalisierung finden sich in den Top 5 der grössten Chancen für die Unternehmen wieder.»

 

Unsicherheiten im ökonomischen und finanziellen Umfeld bleiben erhöht

Obwohl die Mehrheit der CFOs für die konjunkturelle und finanzielle Entwicklung positiv gestimmt ist, bleiben etliche Herausforderungen für die Unternehmen bestehen. Die anstehenden Wahlen in Frankreich und Deutschland – zwei für die Schweiz wichtige europäische Handelspartner –, die ungewisse Umsetzung des Brexits und nicht zuletzt die noch unklaren Schwerpunkte der neuen amerikanischen Regierung nehmen den Unternehmen die Planungssicherheit. Die geopolitischen Risiken werden von den befragten CFOs denn auch als die grösste Herausforderung ausgemacht. Diese übertrumpfen das Risiko des starken Schweizer Frankens, das die zweitmeiste Nennung erfährt, gefolgt von der Befürchtung einer schwächeren Binnennachfrage.

«Obwohl viele Risiken allgegenwärtig sind, scheint es, dass sich diese generell weniger direkt auf die Unternehmensaussichten auswirken als noch in der Vergangenheit. Die Unternehmen haben sich in den letzten zwei Jahren besser auf die langanhaltenden makroökonomischen Risiken eingestellt. Dies lässt sich insbesondere am Risikofaktor der Frankenstärke erkennen, wo der Schuh nicht mehr ganz so drückt wie im Vorjahr», ordnet Dennis Brandes, Senior Economic Analyst von Deloitte in der Schweiz und Ko-Autor der Umfrage, die Ergebnisse ein.

 

Aufschwung mit Neuinvestitionen zusätzlich stärken

Jedes zweite Unternehmen erwartet für die nächsten zwölf Monate eine Zunahme von Neuinvestitionen1. Der Nettosaldo hierfür liegt bei 35% und somit um 15 Prozentpunkte höher als im Q3, wo er noch 20% betrug. Verbessert haben sich auch die Margenerwartungen für die nächsten zwölf Monate: Leicht mehr CFOs erwarten eher eine Margenverbesserung (33%) als eine Margenverschlechterung (31%) (Vorquartal: 24% Verbesserung, 31% Verschlechterung).

1 Unter Neuinvestitionen ist der Ausbau des Kapitalstocks zu verstehen

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Über die Deloitte CFO-Umfrage

Jedes Quartal führt Deloitte in der Schweiz eine Umfrage unter Chief Financial Officers (CFOs) und Leitern Finanzwesen durch. Die Umfrage zielt darauf ab, die Einschätzungen der Finanzchefs zu Geschäftsaussichten, Finanzierungen, Risiken und Strategien zu erfassen, sowie Trends und Wendepunkte bei Schweizer Unternehmen aufzuzeigen. Die Winterausgabe der CFO-Umfrage wurde vom 21. November bis zum 16. Dezember 2016 durchgeführt. Insgesamt nahmen 101 CFOs teil. Die Teilnehmer repräsentieren sowohl börsenkotierte Unternehmen als auch private Gesellschaften und stammen aus allen relevanten Wirtschaftsbranchen. Die Deloitte CFO-Umfrage ist die einzige Befragung dieser Art in der Schweiz. Deloitte führt vergleichbare Umfragen in 30 Ländern durch.

Die vollständigen Resultate der Deloitte CFO-Umfrage finden Sie online. 

Über Deloitte in der Schweiz

Deloitte ist ein führendes Prüfungs- und Beratungsunternehmen in der Schweiz und bietet branchenspezifische Dienstleistungen in den Bereichen Audit & Risk Advisory, Consulting, Financial Advisory sowie Tax & Legal. Mit über 1‘700 Mitarbeitenden an den sechs Standorten Basel, Bern, Genf, Lausanne, Lugano und Zürich (Hauptsitz) betreut Deloitte Unternehmen und Institutionen jeder Rechtsform und Grösse aus allen Wirtschaftszweigen. Deloitte AG ist eine Tochtergesellschaft von Deloitte LLP, dem Mitgliedsunternehmen in Grossbritannien von Deloitte Touche Tohmatsu Limited (DTTL). Über DTTL sind deren Mitgliedsunternehmen mit über 225‘000 Mitarbeitenden in mehr als 150 Ländern vertreten.

Anmerkung für die Redaktion

In dieser Medienmitteilung bezieht sich Deloitte auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited („DTTL“) eine "UK private company limited by guarantee" (eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach britischem Recht) und ihren Mitgliedsunternehmen, die rechtlich selbstständig und unabhängig sind. Eine detaillierte Beschreibung der rechtlichen Struktur von DTTL und ihrer Mitgliedsunternehmen finden Sie auf unserer Webseite unter www.deloitte.com/ch/about

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