Global Mobile Consumer Survey 2015

Insights

Global Mobile Consumer Survey 2015

Game of Phones

Die deutsche Mobilfunkindustrie bleibt in Bewegung. Neben zuletzt großen Veränderungen auf der Anbieterseite unterliegt auch die Nutzung mobiler Dienste durch die Konsumenten weiterhin einem permanenten Wandel. Grund genug, die Gewohnheiten und Wünsche der Mobilfunknutzer in Deutschland genauer unter die Lupe zu nehmen.

Im Rahmen des Global Mobile Consumer Survey wurden im Auftrag von Deloitte 2.000 Konsumenten zu Aspekten wie Nutzungsgewohnheiten, Haushaltsausstattung oder Offenheit gegenüber neuen Mobilfunkangeboten befragt. Die Studie feiert in diesem Jahr ein kleines Jubiläum und erscheint mittlerweile im fünften Jahr.

 

Global Mobile Consumer Survey

Kernergebnisse der Studie

In den vergangenen Monaten vollzog sich im Gerätepark der Deutschen eine Wachablösung: Das Smartphone hat den Laptop als die am weitesten verbreitete mobile Gerätekategorie verdrängt. Drei Viertel der Konsumenten haben hierzulande nun Zugriff auf ein smartes Telefon. Bei Wearables ist eine deutliche Umkehr des Abwärtstrends aus dem Vorjahr zu erkennen: So hat sich das Interesse an smarten Uhren seitdem mehr als verdoppelt, und auch Fitness-Tracker erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

Endgeräte: Trendumkehr bei Wearables

Nicht zuletzt für den Handel ist ein schneller Austausch mobiler Hardware immens wichtig. Und tatsächlich verfügen die Deutschen mehrheitlich über aktuelle Endgeräte. 58 Prozent der genutzten Smartphones sind maximal 18 Monate alt. Beim Smartphone-Kauf zieht die Mehrzahl der Verbraucher das Internet einer Beratung im Ladenlokal vor. Die Online-Shops konnten im letzten Jahr ihren Stellenwert weiter festigen, gerade bei jungen Konsumenten.

Retail: Service ist Trumpf

In den letzten Monaten hat LTE in Deutschland stark an Popularität gewonnen: Inzwischen nutzen 22 Prozent der Mobilfunkkunden die schnellen Netze, ein Anstieg um 14 Prozentpunkte zum Vorjahr. Gleichzeitig bezeichnen immer mehr Smartphone- und Tablet-Nutzer Wi-Fi als ihre am häufigsten verwendete Datenverbindung. Bündelangebote aus Mobilfunk, TV und Festnetz dagegen stoßen bei vielen Konsumenten noch auf ein begrenztes Interesse.

Connectivity & Tarife: LTE kommt an

Kaum ein Thema wird innerhalb der Telekommunikationsbranche derzeit intensiver diskutiert als das Internet der Dinge. In der Mehrzahl der deutschen Haushalte sind die vernetzten Objekte jedoch bislang nicht angekommen. Die geäußerte Kaufabsicht verspricht jedoch eine Trendwende in den nächsten Monaten. Skepsis besteht beim Umgang mit den anfallenden Nutzungsdaten. Altersübergreifend lehnen 42 Prozent der Deutschen die Weitergabe ihrer Daten grundsätzlich ab, 34 Prozent würden sie nur mit bestimmten Anbietern teilen.

Internet of Things: Ein Trend in den Startlöchern

Die Nutzung von Content-Angeboten verlagert sich immer mehr auf mobile Endgeräte. Nicht zuletzt Streaming-basierte Content-Angebote haben sich bei deutschen Mobilfunknutzern etabliert. Dagegen ist die Euphorie um Apps vorüber. Fast die Hälfte der deutschen Mobilfunknutzer gibt an, im letzten Monat keine App heruntergeladen zu haben.

Mobile Inhalte: Das Ende des App-Hypes

 

Smartphones, Mobile Data sowie zugehörige Apps und Dienste haben sich zu einem Massenphänomen entwickelt. Konsumenten sind inzwischen mit den Mechanismen smarter Mobilfunkprodukte vertraut und in der Lage, neue Angebote kompetent zu bewerten. Sie laufen nicht mehr jedem Trend bedingungslos hinterher, sondern hinterfragen kritisch dessen Mehrwert. In der Konsequenz benötigen neuartige Endgeräte und Dienste länger als in der Vergangenheit, um am Markt tatsächlich Fuß zu fassen.

Bottom Line: Mobilfunknutzer werden anspruchsvoller

Fanden Sie diese Information hilfreich?