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Blockchain: Das Potenzial der Verkettung

Die Zukunftsgestalter 

Die Blockchain kann unsere Infrastrukturen stark umwälzen – ähnlich wie das Internet. Lucas Henning ist einer der Experten für diese neue Technologie bei Deloitte. Er hilft Unternehmen, die Blockchain passend für ihr Business anzuwenden.

Ein Beitrag aus dem Deloitte-Jahresbericht 2016/2017

Das Internet hat unsere wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Infrastrukturen tief durchdrungen. Eine neue Grundlagentechnologie birgt nun ein ähnliches Transformationspotenzial – die Blockchain. Sie bezeichnet ein digitales, offenes Register, in dem Transaktionen zwischen verschiedenen Parteien aufgezeichnet werden. Indem die einzelnen Einträge miteinander verkettet werden und rückwirkend nicht modifiziert werden können, ist die Plattform gegen Manipulation gesichert. Die Blockchain ist dezentral aufgebaut, funktioniert also ohne Zwischeninstanz. Doch ihre Anwendung wirft noch viele Fragen auf.

Lucas Henning ist einer der Experten für diese neue Basistechnologie bei Deloitte. Der IT-Spezialist unterstützt Unternehmen dabei, die richtige Blockchain-Architektur für ihr Businessmodell zu finden: „Die Kunden planen meist, einen bestimmten Business Case in die Blockchain umzusetzen. Ich kümmere mich dann um die technische Ausführung und unterstütze beim Bau eines Prototypen, bei der Implementierung und Programmierung."

Lucas Henning, Technical Blockchain Architect
Lucas Henning, Technical Blockchain Architect im Deloitte Blockchain Lab in New York

Nach seinem Master in Wirtschaftsinformatik und IT-Sicherheit führte ihn sein Weg direkt zu Deloitte. Seitdem war Lucas viel unterwegs – vor allem bei seinen Fachkollegen in Dublin, New York oder Hongkong, wo sich die Deloitte Blockchain Labs befinden. In den Labs werden neue Lösungen entwickelt, die auf der Blockchain basieren, um das Potenzial der Technologie freizusetzen und Unternehmen somit neue Anwendungsmöglichkeiten für ihr Business zu eröffnen. „Einer der wichtigsten Faktoren für schnelle und hochwertige Ergebnisse ist der Austausch mit unseren globalen Kollegen“, sagt Lucas. „Der Wissenstransfer ist entscheidend, ganz einfach weil es bei der Blockchain für verschiedene Herausforderungen verschiedene Softwarehersteller gibt. Niemand kann alle Varianten beherrschen. Deswegen war auch mein Wechsel in das New Yorker Blockchain Lab so wichtig – mit mir ist für die deutschen Kollegen jetzt ein direkter Ansprechpartner vor Ort.“ Als das Lab in New York einen Technical Blockchain Architect suchte, wurde Lucas für die Stelle vorgeschlagen. Nun ist er seit September 2017 bei Deloitte in den USA tätig.

Business-Welt trifft auf neue Technologie-Systeme

Immer mehr Unternehmen tasten sich an die Blockchain heran. Zum Beispiel unterstützte Lucas einen großen Softwarehersteller, der wiederum für einen Kunden einen Prozess in eine Blockchain integrieren sollte. „Anspruchsvoll war es vor allem, die bestehenden Systeme, die schon jahrelang Arbeit leisten, an die neuartige Technologie anzupassen und mit ihr zu verknüpfen. Wir haben diese Schnittstelle gebaut und dafür gesorgt, dass die Systeme kompatibel werden. Dabei kam es zu spannenden Ergebnissen, die schwer vorherzusehen waren, weil alles noch neu ist. Wir gehen manchmal bis an die Grenze der Software, da gibt es einfach keine Routine“, erklärt Lucas.

Mit solchen Projekten fühlt sich Lucas bei Deloitte allemal gut aufgehoben: „Es ist großartig, an einer so innovativen Technologie zu arbeiten, und dafür bietet Deloitte das perfekte Umfeld.“

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